Die Nasdaq plant den 23-Stunden-Handel ab Dezember
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Erwähnte Instrumente
- Nasdaq-100 - WKN: A0AE1X - ISIN: US6311011026 - Kurs: 29.995,38 Pkt (Nasdaq)
Geplant ist eine zusätzliche Nachtsitzung von 21.00 Uhr bis 4.00 Uhr US-Ostküstenzeit. Zusammen mit dem bereits bestehenden vor- und nachbörslichen Handel wären Nasdaq-Aktien damit von Sonntagabend bis Freitagabend fast durchgehend handelbar. Lediglich zwischen 20.00 Uhr und 21.00 Uhr soll der Handel täglich für technische Prozesse und den Wechsel zum nächsten Handelstag pausieren.
Die reguläre Sitzung von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr bleibt unverändert. Sie soll auch künftig die entscheidenden Referenzkurse für den US-Markt liefern. Nach derzeitiger Planung könnte die neue Nachtsitzung am 6. Dezember 2026 starten. Voraussetzung sind allerdings die Zustimmung der US-Börsenaufsicht SEC und die technische Bereitschaft der zentralen Kursinformationssysteme.
Handel über Nacht mit Einschränkungen
Der nahezu durchgehende Handel bedeutet nicht, dass nachts dieselben Bedingungen wie während der regulären Börsenzeit gelten. Verschiedene Orderarten, darunter Marktorders sowie bestimmte Eröffnungs- und Schlussorders, sollen in der neuen Sitzung nicht verfügbar sein. Noch offene Aufträge würden um 4.00 Uhr automatisch gelöscht und müssten anschließend neu eingestellt werden.
Zusätzlich plant die Nasdaq feste Kursbandbreiten. Orders außerhalb der vorgegebenen Grenzen würden abgewiesen, um extreme Preisbewegungen in den voraussichtlich liquiditätsschwächeren Nachtstunden zu begrenzen. Die Handelsdaten sollen über einen separaten Datenfeed verbreitet werden.
Für Anleger in Deutschland würde sich damit grundsätzlich die Möglichkeit eröffnen, Nasdaq-Aktien bereits während des europäischen Vormittags direkt am US-Markt zu handeln. Allerdings dürften die Spreads außerhalb der regulären US-Handelszeit häufig größer und die Kurse anfälliger für stärkere Ausschläge sein.
Die Ausweitung betrifft ausschließlich den Nasdaq Stock Market. Nasdaq Texas, die Handelsplattform PSX sowie die Optionsbörsen des Konzerns sollen ihre bisherigen Öffnungszeiten beibehalten.
Fazit: Die Nasdaq reagiert auf die zunehmende Globalisierung des US-Aktienhandels und den Wunsch vieler Anleger nach permanentem Marktzugang. Der zusätzliche Komfort hat jedoch seinen Preis: In den Nachtstunden dürften Liquidität und Preisqualität zunächst deutlich schwächer ausfallen als während des regulären Handels. Es erinnert damit ein wenig an den vor- und nachbörslichen Xetra-Handel.

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