Analyse
14:13 Uhr, 08.02.2026

Musk-Universum stellt die Welt auf den Kopf!

Mit seinen Unternehmen SpaceX, Starlink, xAI und Neuralink ist Musk erheblich breiter aufgestellt als die US-Techriesen Microsoft, Amazon, Alphabet (Google).

SpaceX liefert den Transport, Starlink die Datenautobahn, Tesla die physische Hardware, xAI das Bewusstsein und Neuralink die Brücke zum Menschen. Musk ist damit breiter aufgestellt, wie alle anderen großen Unternehmen auf unserem Planeten. Man sollte die einzelnen Großprojekte von Musks Imperium nicht länger als isolierte Unternehmen betrachten.

Im Zentrum steht xAI. Mit dem "Colossus"-Supercomputer-Cluster hat Musk eine Intelligenz geschaffen, die ihre Nahrung direkt aus dem globalen Bewusstsein der Social Media Plattform X bezieht. Während die Konkurrenz auf statischen Archiven trainiert, nimmt xAI durch den Echtzeit-Feed von X den Puls der Menschheit auf. Diese Verbindung wird nun durch die strategische Fusion von SpaceX und xAI zementiert.

Neuralink. Hier wird die Grenze zwischen Mensch und Maschine durchlässig: Erste Patienten steuern digitale Geräte bereits fehlerfrei per Gedanken. Es ist die Schnittstelle, um die begrenzte menschliche Bandbreite an die Geschwindigkeit der KI anzupassen .. eine "Augmentation", die langfristig sogar die direkte Gedankensteuerung von Robotergliedern ermöglichen soll. Bei uns las ich in den Medien "Wissenschaftler sagen, dass diese direkte Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine nicht realistisch, nicht möglich ist...". An irgendeiner Stelle der Entwicklung der deutschen Gesellschaft hat sich ein Bug eingeschlichen, der es in sich hat. Das Narrativ lautet "Du bist nicht du, wenn du nicht alles in Frage stellst und reflexhaft ein "Aber ... das geht nicht, weil ..." einbringst". Während bei uns immer mehr nicht geht, geht es aber in anderen Ländern und Regionen. Elon Musks politisches Engagement klammere ich hier aus. Fakt ist, dass er unternehmerisch ein Macher ist und die USA froh sein können, ihn zu haben.

Ok, weiter im Text. Wenn xAI das Gehirn ist, dann ist Tesla der Körper. Die Transformation vom Autobauer zum Robotik-Giganten läuft. (Schemenhaft zeichnet sich ab, dass Tesla derzeit gegen die chinesische E-Fahrzeughersteller in vielen Regionen dann doch den Kürzen zieht). Also erfindet sich Tesla neu und geht voll auf das Thema der Robotik. Der humanoide Roboter Optimus nutzt dieselben "Augen" (Kameras) und "Nerven" (neurale Netze) wie ein Tesla-Fahrzeug. Die durch Milliarden von Kilometern trainierte FSD-Software (Level 4) wird 1 zu 1 auf Optimus übertragen, während xAI dem Bot das Sprachverständnis liefert. In Texas werden bereits Kapazitäten für das Model S und X zugunsten der Massenproduktion von Optimus geopfert, um bis Ende 2026 die Millionengrenze zu erreichen. Ein Roboter, der in der Fabrik ein Problem löst, nutzt dieselbe neuronale Architektur wie ein Cybertruck, der eine Kreuzung navigiert.

Damit dieser Organismus weltweit agieren kann, benötigt er ein Nervensystem ohne Erdkabel. Starlink mit seinem riesigen Satelliten-Netz liefert diese Konnektivität. Durch neue RF-transparente Fahrzeugdächer sind Teslas nun permanent mit dem Orbit verbunden, was weltweit unterbrechungsfreie Updates und autonomes Fahren ermöglicht. SpaceX senkt dabei nicht nur die Kosten für den Transport dieser Infrastruktur, sondern plant bereits den nächsten radikalen Schritt: Orbitale Rechenzentren. Um terrestrische Energiebeschränkungen zu umgehen und die natürliche Kälte des Alls zur Kühlung zu nutzen, sollen Starships bald KI-Server direkt in den Weltraum bringen. Die Materialforschung ist dabei ein ständiger Dialog; der rostfreie Stahl des Starships findet sich in der Haut des Cybertrucks wieder ... ein Austausch zwischen Mars-Ambitionen und irdischer Härte.

Kein Organismus überlebt ohne Energie. Tesla Energy schließt den Kreis. Mit Megapacks werden nicht nur staatliche Stromnetze stabilisiert, sondern auch die energiehungrigen Rechenzentren von xAI und die Startrampen der Starbase betrieben. Es ist eine autarke Kreislaufwirtschaft aus Photovoltaik, Batterien und hocheffizientem Verbrauch.

Elon Musk deckt mit seinen Unternehmen mehrere Bereiche ab, die miteinander verzahnt sind. Er macht etwas, was man gerade auch bei asiatischen Unternehmen sieht. Während westliche Konzerne oft versuchen, in einer Nische die Perfektion zu erreichen, agieren ost-asiatische Unternehmen immer mehr als integrierte Ökosysteme, die ihre Fortschritte wie ein "Multi-Industry Flywheel" (ein industrieübergreifendes Schwungrad) von einer Branche in die nächste schleudern. Diese Strategie erzeugt eine sich gegenseitig verstärkende Rückkopplungsschleife. Smartphones/KI liefern die Software-Logik, Batterien/Motoren liefern die physische Kraft, Lidar/Drohnen liefern die Sinnesorgane und Daten, EVs und in Bälde humanoide Robotert sind das Massenprodukt, das die Kosten für alle Komponenten drückt.

Musk konzentriert sich auf humanoide Roboter, der südkoreanische Hyundai-Konzern, der sonst Autos baut, hat sich mit dem Einstieg bei Boston Dynamics ebenso in dem Bereich positioniert. Ich bin mir sicher, dass große Autobauer wie BMW und Mercedes-Benz oder Zulieferer, - Schaeffler bewegt sich bereits in dem Terrain -, den Bereich der humanoiden Roboter betreten werden. Ähnlich wie KI ist der Bereich der humanoiden Roboter meines Erachtens essentiell für eine nachhaltige, selbstbestimmte Existenz eines großen Wirtschaftsblocks.

Apropos KI: Südkorea ist jetzt klare Nummer 3 unter Nationen im Bereich KI

Dank der Korean National Sovereign AI Initiative gibt es mittlerweile mehrere koreanische KI-Labore mit nahezu Spitzentechnologie. Wenn Süd-Korea mit 51 Mio. Einwohnern das innerhalb kürzester Zeit hinbekommt, dann die EU mit 450 Mio. Einwohnern erst recht! Mistral ist ein französisches KI-Modell. Nach den Erfahrungen Europas während Trump 2.0 bietet es sich sehr an, mehr im Bereich KI zu unternehmen. Und jetzt bitte nicht wieder ein "Ja, aber ... das geht nicht". Mit einem solchen Mind Set kommt man nicht weit. Stattdessen: "Ja, wir machen da was" ... "Und wenn erste Versuche scheitern, versuchen wir es erneut".


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(Am 27. Januar lag die Followerzahl noch über 125.000. Hintergrund ist der, dass wir inaktive Konten gelöscht haben. Bei allen Redakteuren und Tradern. FYI. Hätten wir auch sein lassen können. Wir wollen aber volle Tranparenz und wirklich nur die aktiven User).

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