Smartphone-Crash: Prognosesenkung -13%, der größte Einbruch der Geschichte!
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Das Marktforschungsunternehmen IDC hat heute seine Prognose für den weltweiten Smartphone-Markt massiv nach unten korrigiert. Statt eines leichten Wachstums oder einer Stagnation wird nun ein Einbruch der Auslieferungszahlen um 12,9% für das Jahr 2026 erwartet. Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist eine beispiellose Knappheit bei Speicherchips (DRAM und NAND). Die riesige Nachfrage nach Hochleistungsspeicher für KI-Rechenzentren saugt die weltweiten Kapazitäten auf. Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron priorisieren die margenstarken Server-Chips, wodurch für Consumer-Elektronik kaum Material übrig bleibt. Die Preise für Speicherkomponenten machen bei Mittelklasse-Smartphones mittlerweile bis zu 20-30% der gesamten Materialkosten (Bill of Materials, BoM) aus.
IDC prognostiziert, dass der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) für Smartphones auf über 511 USD steigen könnte. Günstige Einsteigergeräte unter 200 USD verschwinden fast vollständig vom Markt, da sie bei diesen Komponentenkosten nicht mehr profitabel produziert werden können. Die Zahl der weltweit ausgelieferten Geräte soll von 1,25 Milliarden (2025) auf etwa 1,1 Milliarden Einheiten im Jahr 2026 fallen.
Nicht nur IDC schlägt Alarm, Gartner erwartet einen Rückgang von ca. 8% bei Smartphones und sogar über 10% bei PCs. Counterpoint Research hatte bereits im Dezember 2025 gewarnt, korrigiert die Zahlen aber angesichts der heutigen News ebenfalls drastisch nach unten.
Meine Stimme aus dem Off:
Speicherchips: Warum RAM jetzt wertvoller als Gold ist
Während ein moderner PC oft mit 16 GB bis 64 GB RAM arbeitet, startete die Nvidia H100 (2022) bereits bei 80 GB. Ein einziger KI Chip benötigt mittlerweile so viel Speicher wie ein Dutzend leistungsstarker Arbeitsrechner.
H100 (2022): 80 GB (HBM3)
H200 (2023): 141 GB (Sprung auf HBM3e)
B200 (2024): ca. 192 GB (Blackwell Architektur)
B300 / Rubin (2025/26): Prognosen von bis zu 288 GB bis über 300 GB
KI Fortschritt wird heute primär über die Speicherarchitektur definiert. Wer den Speicher kontrolliert, kontrolliert die Performance der KI. Nvidia ist auf Hersteller wie SK Hynix, Samsung und Micron angewiesen. Der RAM Hunger von KI Systemen kennt keine Sättigung.
Wie bitte ? Samsung würde mehr verdienen als Google, Apple oder Microsoft heute
Vergleich der prognostizierten Gewinne von Samsung und SK Hynix für das Jahr 2027 mit den aktuellen Gewinnen (Trailing Twelve Months/TTM) der größten US-Tech. Durch den KI Boom wird für die koreanischen Speicherchip Giganten (Samsung & SK Hynix) ein Gewinnwachstum erwartet, das sie an die Spitze der Weltwirtschaft katapultiert. Samsung würde demnach 2027 mehr verdienen als Google, Apple oder Microsoft heute. Schon krass.
Hardware und Software geben sich hin und wieder die Klinke in die Hand ... das Pendel schlägt wieder in Richtung Hardware aus.
Basis der Gewinnschätzungen sind aggregierte Analystenschätzungen (u.a. von Morgan Stanley, JPMorgan und Kiwoom Securities), die den KI-Superzyklus covern.
Wie realisisch sind diese Gewinnprognosen ?! Die Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM) ist so gewaltig, dass die Kapazitäten von SK Hynix für das gesamte Jahr 2026 bereits als ausverkauft gelten. Für das erste Halbjahr 2026 werden für Samsung und SK Hynix Rekord-NAND-Margen von 40 bis 50% prognostiziert. SK Hynix erzielte bereits Ende 2025 operative Margen von fast 60% im HBM-Bereich.
Beide Konzerne planen massive Kapazitätserweiterungen bis 2027/2028 (Samsung: P5-Fabrik in Pyeongtaek; SK Hynix: 128 Billionen Won für den Yongin-Cluster).
Aber! Das Geschäft mit Chips ist hochzyklisch. Historisch endete jeder Halbleiter-Boom in einer Überkapazität. Sollte 2027 der Ausbau der KI-Rechenzentren gesättigt sein, würden die Preise für Speicherchips rapide fallen.
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