Analyse
10:30 Uhr, 30.07.2026

MTU wächst stärker als erwartet und setzt beim Cashflow noch einen drauf

Die angespannte geopolitische Lage hinterlässt bei MTU Aero Engines bislang keine sichtbaren Spuren. Weder im Geschäft mit neuen Triebwerken noch in der Instandhaltung registriert der Münchner Konzern Auftragsstornierungen oder strukturelle Nachfrageverschiebungen.

Stattdessen wächst vor allem das lukrative Wartungsgeschäft kräftig. Nach einem starken ersten Halbjahr erhöht MTU daher seine Prognose für den Free Cashflow.

"Der Nahost-Konflikt hatte keine Auswirkungen auf unsere Geschäftszahlen", erklärte Vorstandschef Johannes Bussmann. Sowohl im OEM-Geschäft als auch in der Instandhaltung sei die Nachfrage unverändert hoch. Der Wachstumskurs bleibe intakt.

Im zweiten Quartal stieg der ausgewiesene Umsatz von 2,087 Mrd. auf 2,435 Mrd. EUR und übertraf damit die Markterwartung von 2,25 Mrd. EUR deutlich. Das bereinigte EBIT erhöhte sich von 357 Mio. auf 372 Mio. EUR. Analysten hatten lediglich mit einem stabilen Ergebnis von 357 Mio. EUR gerechnet. Der bereinigte Nettogewinn verbesserte sich von 258 Mio. auf 273 Mio. EUR und lag ebenfalls über dem Konsens von 259 Mio. EUR. Der ausgewiesene Nettogewinn sank dagegen von 289 Mio. auf 248 Mio. EUR.

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