Morning-Flash: KOSPI springt 4 Prozent – EZB-Entscheid im Blick
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Aus Asien kommt ein kräftiges Signal aus Seoul, während die Zahlen von Tesla und Alphabet die Stimmung an der Wall Street belasteten. Im Tagesverlauf dürfte die EZB-Entscheidung zum bestimmenden Thema werden.
Aktuelles Marktgeschehen
Der DAX-Future notiert vorbörslich bei 25.092 Punkten und gibt damit 0,23 % nach. Die US-Futures sind kaum bewegt: Der S&P-500-Future steht bei 7.492 Punkten (minus 0,10 %), der Nasdaq-100-Future bei 28.979 Punkten (minus 0,07 %) und der Dow-Jones-Future bei 52.176 Punkten (minus 0,08 %). Nennenswerte Divergenzen zwischen den US-Futures gibt es nicht. Dass der DAX-Future etwas stärker nachgibt als seine amerikanischen Pendants, passt zu einem europäischen Handelstag, der ganz im Zeichen der EZB-Entscheidung steht. Gold verliert 0,54 % auf 4.129,50 USD, während Brent-Öl deutlich zulegt und bei 95,94 USD knapp 2 % über dem Vortagsniveau notiert. Bitcoin gibt 0,54 % auf 65.726,27 USD nach.
Vorbörsliche Tops & Flops
| Wert | Vorbörslich |
|---|---|
| flatexDEGIRO | +3,96 % |
| Sartorius AG Vz. | +3,89 % |
| TeamViewer | +2,92 % |
| Alphabet Inc. (Class A) | -4,54 % |
| Infineon Technologies | -2,26 % |
| Int. Business Machines (IBM) | -2,11 % |
Ausblick
Der Tag steht ganz im Zeichen der EZB: Zinsentscheid, Monetary Policy Statement und Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Lagarde sind die dominierenden Makro-Ereignisse, der Markt erwartet einen Leitzins von 2,4 %. Vorbörslich legen unter anderem RTX Corporation, Thermo Fisher Scientific, Union Pacific, Blackstone und Lockheed Martin Zahlen vor, nachbörslich folgen Intel und T-Mobile US.
Die wichtigsten Konjunkturtermine und Quartalszahlen des Handelstags im Überblick.
Europa
Das europäische Unternehmensumfeld liefert am Donnerstag eine dichte Reihe an Halbjahreszahlen. BNP Paribas übertrifft die Analystenschätzungen mit einem Quartalsüberschuss von 4,3 Mrd. EUR im zweiten Quartal deutlich, wobei die Aktienhandels-Erträge um 43 % auf 1,4 Mrd. EUR anzogen. Nestlé hebt seinen Ausblick auf organisches Wachstum von sicher 3 bis 4 % für 2026 an, auch wenn der ausgewiesene Umsatz währungsbedingt auf 43,1 Mrd. CHF sinkt. UniCredit verschiebt die Gewinnziele kräftig nach oben: über 11 Mrd. EUR für 2024, über 13 Mrd. EUR für 2028 und über 15 Mrd. EUR für 2030, wobei Commerzbank-Effekte noch nicht vollständig eingerechnet sind.
Roche bestätigt seine Halbjahresprognose mit einem Umsatz von 30,4 Mrd. CHF im Rahmen der Erwartungen und signalisiert mittleres einstelliges Umsatzwachstum für 2026. Sartorius steigert den Halbjahresumsatz um 2,5 % auf 1,81 Mrd. EUR und verbessert die bereinigte EBITDA-Marge auf 30,3 %, die Jahresziele werden bestätigt. flatexDEGIRO (Aktuelle Analyse) hebt die Jahresprognose an und profitiert dabei von hoher Handelsaktivität sowie steigenden Provisionserträgen.
Asien
Der stärkste Impuls in Asien kommt aus Seoul: Der KOSPI legt um 4,07 % zu, angetrieben vom Halbleiter- und Display-Sektor. Samsung Display und LG Display präsentierten OLED-Panels für Gesichter humanoider Roboter und sorgten damit für breite Kaufbereitschaft im Technologiesegment. Parallel dazu sicherte sich Samsung Electro-Mechanics Großaufträge über 300 Mrd. Won (rund 204 Mio. USD) für Mehrschicht-Keramikkondensatoren in KI-Servern. Der Hang Seng Index in Hongkong gewinnt 1,27 %, der Nikkei 225 in Tokio legt 0,93 % zu, wenngleich Zinssteigerungserwartungen für die Bank of Japan den Aufwärtsimpuls dämpfen. Der S&P/ASX 200 in Australien notiert 0,43 % fester, nachdem die Beschäftigungsdaten für Juni mit 76.300 neu geschaffenen Stellen die Erwartung von 15.000 deutlich übertrafen und die Arbeitslosenquote wie erwartet bei 4,4 % blieb. Der SSE Composite in Shanghai tritt mit plus 0,04 % nahezu auf der Stelle. Schwächer zeigen sich der TSEC in Taiwan mit minus 0,34 %, der STI in Singapur mit minus 0,59 % sowie der S&P BSE Sensex in Indien mit minus 0,08 %. In Taiwan erhielt D-Link einen exklusiven Liefervertrag für Starlink-Netzwerk-Switches bis 2027 und tritt damit in die SpaceX-Zulieferkette ein.
USA
Tesla übertraf mit einem Quartalsumsatz von 28,24 Mrd. USD die Konsensschätzung von 26,42 Mrd. USD deutlich, verfehlte aber beim bereinigten EPS mit 0,33 USD klar den Markterwartungswert von 0,50 USD. Belastend wirkte unter anderem ein After-Tax-Impairment von 112 Mio. USD auf den Bitcoin-Bestand infolge eines 14-prozentigen Kursrückgangs im Quartal. Alphabet legte starke Quartalszahlen vor, hob jedoch die Capex-Prognose auf 195 bis 205 Mrd. USD an und belastete damit die Stimmung im Tech-Segment. IBM dagegen senkte nach einem enttäuschenden Quartal die Umsatzprognose für 2026 und kündigte Kostensenkungen an, der Umsatz hatte den Konsens um 3,9 % verfehlt.
Raymond James Financial und United Rentals übertrafen ihre jeweiligen Konsensschätzungen bei Umsatz und Ergebnis. Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete den National Defense Authorization Act für 2027 mit einer Pentagon-Finanzierung von rund 1,15 Bio. USD, was einem Anstieg von etwa 30 % entspricht. Der Senat muss noch zustimmen. Krypto-ETFs verzeichneten erneut Zuflüsse: Bitcoin-Spot-ETFs zogen 69,1 Mio. USD an, Ethereum-Spot-ETFs sogar 145,34 Mio. USD, angeführt von BlackRocks Produkten.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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