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12:04 Uhr, 09.10.2026

Midday-Flash: DAX klettert 1,2 % nach Trumps Iran-Dementi

Nachlassende Iran-Sorgen drücken den Ölpreis und beflügeln den DAX: Zudem sorgen Evoniks Übernahmepoker und RBC-Hochstufungen für Bewegung.

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Trumps Dementi zu möglichen neuen Angriffen auf den Iran entspannt den Ölmarkt und gibt deutschen Aktien zum Wochenschluss Rückenwind. Der DAX steigt bis zur Mittagszeit um 1,19 % auf 25.101,42 Punkte. Bei den Einzelwerten stehen der Übernahmepoker um Evonik, Hochstufungen durch RBC für Rational und Heidelberg Materials sowie deutliche Verluste der Deutschen Telekom im Mittelpunkt.

Marktbericht

Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 25.101,42 Punkten und damit 1,19 % höher. Den Ausschlag gibt die nachlassende geopolitische Anspannung: US-Präsident Trump dementiert mögliche neue Angriffe auf den Iran vor den Zwischenwahlen. Daraufhin geben die Ölpreise nach, was den Aktienmarkt stützt.

Auch die US-Futures deuten auf einen freundlichen Start an der Wall Street hin. Der S&P-500-Future legt um 0,41 % auf 7.797,46 Punkte zu, nachdem der Future am Vortag bei 7.765,36 Punkten geschlossen hatte. Kräftiger steigt der Nasdaq-100-Future mit einem Plus von 0,87 % auf 30.992,70 Punkte. Der Future schloss am Vortag bei 30.725,81 Punkten.

Am Ölmarkt baut sich der Risikoaufschlag ab: Brent verbilligt sich um 1,12 % auf 106,62 USD je Barrel, was den Inflationsdruck dämpft. Gold legt dagegen um 1,30 % auf 4.210,90 USD zu. EUR/USD notiert bei 1,12 nahezu unverändert (+0,02 %).

Bitcoin steigt um 1,12 % auf 82.603,61 USD, obwohl die US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von 244 Mio. USD verzeichnen. Der Bitcoin-Miner MARA Holdings verkauft 996 Bitcoin im Wert von rund 81,1 Mio. USD. Die Spot-Ethereum-ETFs setzen ihre Verlustserie auf acht Handelstage fort; als einzige Produktklasse verbuchen XRP-ETFs Zuflüsse.

Konjunktur

Die Daten des Vormittags fallen schwächer aus als erwartet. In der Schweiz sinkt das Konsumklima im September auf -36 Punkte, gegenüber einer Erwartung von -31 Punkten und zuvor -33 Punkten. In Italien schrumpft die Industrieproduktion im August um 1,3 % zum Vormonat, während Volkswirte mit einer Stagnation gerechnet hatten. Zuvor hatte noch ein Plus von 0,6 % zu Buche gestanden.

Am Nachmittag folgt um 14:30 Uhr der kanadische Arbeitsmarktbericht: Für September wird ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,5 % erwartet, nach 6,4 % im Vormonat. Um 16:00 Uhr steht die Verbraucherstimmung der Uni Michigan für Oktober an. Die Prognosen sehen 47,6 Punkte nach zuvor 48,1 Punkten vor.

Top-Mover

Wert Aktuell
Salzgitter +11,81 %
thyssenkrupp +5,69 %
RATIONAL +4,76 %
Deutsche Telekom -6,82 %
K+S Aktiengesellschaft -1,73 %
AUMOVIO -1,46 %

Aktien-News

Im Übernahmepoker um Evonik (Aktuelle Analyse) beraten am Freitag das Kuratorium der RAG-Stiftung und der Aufsichtsrat von BASF über die weiteren Schritte. Die Evonik-Aktie steigt um knapp 1,5 % auf 21,28 EUR und markiert bei 21,54 EUR den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2025. Ein Angebot von 22,15 EUR je Aktie steht im Raum; ein Analyst von Berenberg hält sogar 24 bis 25 EUR für denkbar. BASF als möglicher Bieter verliert dagegen 0,6 %.

RBC stuft gleich zwei Werte hoch: Für Rational spricht das Haus erstmals seit sieben Jahren wieder ein Outperform-Votum aus und hebt das Kursziel auf 700 EUR an. Die Aktie gewinnt 4,8 % und gehört zu den stärksten Werten im MDax. Ebenfalls auf Outperform setzt RBC Heidelberg Materials, deren Aktie um 3,4 % zulegt. Seit Jahresbeginn liegt das Papier allerdings noch fast 36 % im Minus.

Die UBS stuft Salzgitter (Aktuelle Analyse) von Neutral auf Buy hoch und hebt das Kursziel von 56 auf 71 EUR an . Für Aumovio senkt dieselbe Bank das Kursziel hingegen von 47 auf 44 EUR.

Kepler Cheuvreux nimmt das Ziel für K+S von 30 auf 28 EUR zurück. Barclays stuft Ryanair von Overweight auf Equal Weight ab und kappt das Kursziel von 28,50 auf 24,00 EUR.

Unter Druck steht die Deutsche Telekom. SpaceX plant mit Niedrigbandspektrum und Starlink den Einstieg in den US-Mobilfunkmarkt und sichert sich dafür ein landesweites 800-MHz-Frequenzportfolio. Das verschärft den Wettbewerb für T-Mobile US, deren Aktie umgerechnet zeitweise rund 7 % unter ihrem Nasdaq-Schlusskurs notiert. Auch AT&T und Verizon stehen unter Druck.

Die Telekom trifft das als Mehrheitsaktionärin besonders. Nachdem die Aktie vorbörslich auf Tradegate rund 5 % verloren hatte, weitet sich das Minus bis zum Mittag auf 6,8 % aus.

Porsche liefert in den ersten neun Monaten 178.532 Fahrzeuge aus, 16 % weniger als im Vorjahreszeitraum. In China bricht der Absatz um 33 % ein, in Nordamerika sinkt er um 13 %. Der 911 legt dagegen um 12 % auf 42.217 Fahrzeuge zu.

Gegen die Konzernmutter Volkswagen verhängt die BaFin eine Geldbuße von 1,2 Mio. EUR wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die Ad-hoc-Publizitätspflicht. Hintergrund ist ein optimistischer Ausblick vom 3. März 2023: VW hatte ihn nur per Pressemitteilung veröffentlicht, die Aktie stieg damals um mehr als 10 %. Gegen den Bescheid kann der Konzern Einspruch einlegen.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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