Analyse
08:30 Uhr, 09.10.2026

EVONIK - Scheitert die BASF-Übernahme?

Evonik wehrt sich gegen eine Übernahme durch BASF und erhält auch noch Rückendeckung aus der Politik. Doch für Großaktionär RAG-Stiftung ist die Entscheidung auch finanziell brisant. Der Konzern versucht unterdessen, mit höheren Renditen und neuen Investitionen für seine Eigenständigkeit zu werben.

Im Übernahmekampf zwischen BASF und Evonik richtet sich der Blick heute nach Essen, wo das Kuratorium der RAG-Stiftung zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommt, um über das Übernahmeinteresse von BASF zu beraten. Die Stiftung hält 43,8 % der Evonik-Aktien und hat damit erheblichen Einfluss auf einen möglichen Zusammenschluss. Das Management des Spezialchemiekonzerns hofft, dass sich sein größter Aktionär gegen einen Verkauf stellt.

BASF hatte Ende September ein unverbindliches Übernahmeangebot im Umfang von rund 10,3 Mrd. EUR unterbreitet. Das entspricht etwa 22,15 EUR je Evonik-Aktie. Der Vorstand in Essen wies den Vorstoß als finanziell unzureichend zurück, wie das häufig nach Übernahmeangeboten passiert.

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