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12:03 Uhr, 09.09.2026

Midday-Flash: Brent springt über 100 Dollar – DAX verliert 0,68 Prozent

Der Ölpreis steigt nach eskalierenden Angriffen am Persischen Golf erstmals seit Ende Juli wieder über die 100-USD-Marke und verteuert damit die Vorleistungskosten der europäischen Industrie.

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Der DAX gibt zur Mittagszeit nach, zusätzlich belastet von schwachen französischen Konjunkturdaten und einem Rücksetzer bei den Verteidigungswerten. Auch die US-Futures deuten auf einen verhaltenen Start an der Wall Street hin.

Marktbericht

Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 25.699,19 Punkten und verliert 0,68 %. Belastend wirken die schwache Industrieproduktion in Frankreich, die im Monatsvergleich um 0,4 % zurückgeht, sowie der kräftige Anstieg der Energiepreise. Hinzu kommt Druck auf die Verteidigungswerte, nachdem Analysten nach dem AfD-Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt längerfristige politische Risiken für die deutschen Verteidigungsausgaben ins Feld führen.

An der Wall Street zeichnet sich ein leichter Rücksetzer ab. Der S&P-500-Future steht bei 7.656,53 Punkten und gibt 0,22 % nach, nach einem Kassa-Schlussstand von 7.673,52 Punkten am Vortag. Der Nasdaq-100-Future verliert 0,40 % auf 29.388,95 Punkte, gegenüber einem Vortagsschluss von 29.507,70 Zählern im Kassamarkt.

Im Zentrum steht Brent: Der Ölpreis zieht um 2,92 % auf 100,78 USD an und überschreitet damit erstmals seit dem 24. Juli wieder die 100-USD-Marke. Auslöser sind die eskalierenden Angriffe am Persischen Golf und im Roten Meer, wo Handelsschiffe unter Beschuss geraten, sowie ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölterminals und den Marinestützpunkt Noworossijsk. Parallel steigen die europäischen Gaspreise den vierten Handelstag in Folge um 4 % auf 79 EUR/MWh, den höchsten Stand seit Ende 2022. Diese Kombination verteuert Energie und Vorleistungen für die europäische Industrie.

Gold zeigt sich mit 4.437,90 USD nahezu unverändert bei einem Minus von 0,02 %, EUR/USD tritt bei 1,16 mit 0,04 % Rückgang auf der Stelle. Bitcoin legt um 0,68 % auf 78.983,10 USD zu. Im Kryptosegment fällt auf, dass Grayscales Zcash-ETF ZCSH zwei Wochen nach dem Start die Marke von 500 Mio. USD an verwaltetem Vermögen überschreitet, während Zcash auf Wochensicht rund 43 % gewinnt. Canary Capital startet zudem den ersten Tron-ETF mit Staking.

Top-Mover

Wert Aktuell
SAP +2,38 %
RWE +1,99 %
CANCOM +1,14 %
PVA TePla -4,17 %
SMA Solar Technology -3,85 %
Auto1 Group -3,66 %

Aktien-News

Die politische Debatte um künftige Verteidigungsbudgets prägt den Sektor: Rheinmetall gibt nach, nachdem Analyst Jens-Peter Rieck von mwb Research angesichts des AfD-Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt vor längerfristigen politischen Risiken für die deutschen Verteidigungsausgaben warnt und auf die hohen Bewertungen verweist. Die Aktie verliert 3,4 %. Mit derselben Begründung geben auch Renk und Hensoldt nach, damit korrigiert ein Sektor, der zuletzt zu den Treibern des Marktes zählte.

Bei den Unternehmensmeldungen steht Inditex im Fokus: Der Umsatz im ersten Halbjahr 2026/27 steigt um knapp 8 % auf 19,8 Mrd. EUR, der Nettogewinn um knapp 7 % auf 3,0 Mrd. EUR. Das Ebit verfehlt allerdings die Analystenschätzungen, während die Umsätze im zweiten Halbjahr um 9 % über dem Vorjahr liegen.

Für den europäischen Konsumsektor bleibt die Analystenseite zurückhaltend: HSBC senkt das Kursziel für Hermès von 1.870 auf 1.650 EUR und sieht Druck auf europäische Luxusgüter. Die Deutsche Bank belässt Beiersdorf auf "Verkaufen" mit Kursziel 70 EUR, senkt die Gewinnschätzungen für 2026/27 und empfiehlt in der Konsumgütersparte allein Henkel zum Kauf. Freundlicher fällt das Votum für Mondi aus, wo Goldman Sachs das Kursziel von 780 auf 860 Pence anhebt.

Die Deutsche Börse begibt eine Wandelanleihe über 600 Mio. EUR mit Fälligkeit 2031 und einem Kupon von 0,5 %. Der anfängliche Wandlungspreis liegt 30 bis 35 % über dem Referenzaktienkurs, der Nettoerlös dient allgemeinen Unternehmenszwecken.

Bei Auto1 Group legt Finanzchef Christian Wallentin sein Amt aus familiären Gründen nieder, CEO Christian Bertermann übernimmt das Finanzressort übergangsweise. Die Aktie verliert 3,7 %. SAP (Aktuelle Analyse)-Chef Christian Klein stellt auf der Goldman-Sachs-Konferenz eine neue KI-Plattform mit 400 KI-Agenten vor und stellt erhebliche Effizienzgewinne sowie einen Umbau der Belegschaft bis 2027 in Aussicht . Regulatorisch bestätigt das EU-Gericht schließlich das Verbot der Booking-Übernahme von eTraveli, ein Rechtsmittel beim EuGH bleibt möglich.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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