SAP-Chef Klein setzt alles auf KI - 400 Agenten kommen im Herbst
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Der Dax-Konzern soll zur zentralen Plattform werden, auf der Unternehmen ihre KI-Agenten entwickeln, kontrollieren und mit geschäftlichen Daten versorgen. Gelingt der Plan, erschließt SAP ein neues Milliardengeschäft. Doch der Umbau wird auch die eigene Belegschaft verändern.
Auf der Technologie-Konferenz von Goldman Sachs kündigte Klein an, dass SAP im Herbst eine neue KI-Plattform, die Arbeitsoberfläche Joule Work und insgesamt 400 KI-Agenten auf den Markt bringen will. Zugleich macht der Vorstandschef deutlich, welche Folgen die Technologie intern haben wird. Die Produktivität bei der Softwareentwicklung sei bereits um 30 bis 35 % gestiegen. In Bereichen wie Finanzen und Personalwesen erreiche der Effizienzgewinn bis zu 20 %.
Bis Ende 2027 werde SAP deshalb "nicht mehr dieselbe Art von Belegschaft haben wie heute", sagte Klein. Eine konkrete Zahl zum Stellenabbau nannte er nicht. Die Aussage lässt dennoch wenig Zweifel daran, dass die angekündigten mittelfristigen Effizienzgewinne von rund 2 Mrd. EUR nicht allein durch zusätzliches Wachstum gehoben werden sollen. SAP hat in den vergangenen zwölf Monaten zwar auf eine neue große Restrukturierung verzichtet. Mit der zunehmenden Verbreitung der eigenen KI-Werkzeuge dürfte der Personalbedarf in einzelnen Funktionen jedoch sinken.
