Market Insights: KI-Bären dürfen ihre Peak-Capex-Prognose wieder nach hinten verschieben
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Nach dem letzten FOMC Meeting war der Base-Case klar. Die Fed bleibt auf Hold. Der Iran-Konflikt hält die Unsicherheit hoch, die Inflation bleibt erhöht, der Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote im niedrigen 4%-Bereich zu stark für einen Pivot. Zu frühe Lockerung riskiert Glaubwürdigkeit. Zu langes Warten kostet vorerst wenig. Powell lieferte dafür genau die passende Begründung. Die aktuelle Fed-Politik sei angemessen, die Inflation bleibe erhöht, höhere Energiepreise drückten kurzfristig zusätzlich auf die Teuerung, und die Entwicklungen im Nahen Osten erhöhten die Unsicherheit deutlich. Gleichzeitig fiel die Abstimmung mit 8 (pro) zu 4 (contra) mit einigen Gegenstimmen aus. Powell selbst sagte, der Entscheid sei knapper gewesen als im März.
Nach Kevin Warshs Anhörung ist der erwartete Pfad faktisch auf Hold, mit dem nächsten Cut erst 2027. Solange der Arbeitsmarkt nicht sichtbar schwächer wird, fehlt jeder Trigger für eine dovishere Neubewertung. Aber wer auf frühere Cuts hofft, wettet implizit auf schwächere Makrodaten. Das wäre kein bullisches Signal, sondern eher ein Warnsignal.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen mit 189.000 deutlich unter den erwarteten 212.000, das persönliche Einkommen stieg im März um 0,6 % statt erwarteter 0,3 %, während der Core PCE im März bei 3,2 % lag und der annualisierte Core-PCE-Quartalswert im ersten Quartal auf 4,3 % stieg. Das ist für eine Fed mit Glaubwürdigkeitsproblem kein Umfeld, in dem man aggressiv über Cuts nachdenken muss.
Das eigentliche Ereignis war ohnehin nicht die Fed, sondern waren die Big-Tech-Earnings und diese waren wie immer sehr spannend und aufschlussreich; vor allem bezüglich der Capex. Enttäuscht haben die nicht - kein Wunder, dass Halbleiter- & KI-Infrastruktur-Aktien durch die Decke gingen - mehr dazu später.
Nur noch 3,7 % trennen Alphabet und Nvidia im Wettrennen um das wertvollste Unternehmen der Welt.
Die großen Vier haben ihre 2026er-Capex-Spanne auf rund 695-725 Mrd. USD angehoben. Microsoft nannte etwa 190 Mrd. USD, Meta erhöhte auf 125 bis 145 Mrd. USD, Google auf 180 bis 190 Mrd. USD und Amazon bestätigte seinen Rekordplan von rund 200 Mrd. USD. Zusammen liegen die Capex der großen US-Hyperscaler damit inzwischen über 700 Mrd. USD, rund 300 Mrd. USD mehr als im Vorjahr. Nicht weniger KI-Infrastruktur, sondern mehr. Nicht weniger Rechenzentren, sondern der nächste Booster der Investitionsstufe. Alle vier zeigten diese Dynamik auch operativ, bei Microsoft & Meta dominierten aber wieder die Sorgen. Mein Hyperscaler-Ranking lautet: Alphabet, Meta, Amazon, Microsoft.
Im AktienPuls360 dürfte der KI-Infrastruktur-Boom für niemanden eine Überraschung sein. Lange wurde Software komplett gemieden oder reduziert und sehr viele Perlen im Bereich KI ausgegraben: Lumentum, Ciena, Teradyne, Viavi, AXT, Comfort Systems USA, FormFactor, Applied Optoelectronics oder Micron, um nur ein paar exemplarisch zu nennen. Die vergangene Woche hat diesen Fokus noch einmal bestätigt. Der KI-Trade verschiebt sich immer stärker in die zweite und dritte Reihe der Infrastruktur, also zu Test, Packaging, Optik, Strom, Kühlung, Memory und CPUs.
Die vergangene Woche hat auch gezeigt, dass der Markt nicht auf perfekte Makrodaten wartet. Er preist selektiv ein, wo Gewinnwachstum und strukturelle Nachfrage sichtbar bleiben. Genau deshalb laufen KI-Infrastruktur, Speicher, Optik, Testequipment und ausgewählte Plattformwerte weiter deutlich besser als viele klassische Software- oder Consumer-Hardware-Titel.
Und wie ich seit Wochen predige: Nach dem Allzeithoch folgt das nächste Allzeithoch. Jeder Rücksetzer ist eine Einstiegsgelegenheit und der Markt blickt durch den Nahostkonflikt hindurch. Der Markt spricht per Price-Action mit euch. Wer die Signale ignoriert, verpasst hier ordentlich Langfristperformance. Rücksetzer wird es selbstverständlich geben. Glückwunsch an alle, die auch wie 2025 auf Rocco und mich vertraut haben.
AktienPuls360 bekommt ab sofort eine klarere Struktur
Mit dem Update wird das Angebot in drei spezialisierte Depots aufgeteilt. Neu hinzu kommt ein zweites Depot von mir, damit kurzfristige Einzelaktien-Trades künftig getrennt von meinen langfristigen Investments umgesetzt werden können. In der derzeitigen Marktlage läuft das kurzfristige Trading hervorragend. Seit Juni 2025 sind es 187 % - das kann ich nun endlich auch abbilden. Im Gegenzug wird das bisherige Gemeinschaftsdepot „360 Top Picks“ eingestellt.
Künftig gibt es damit mein kurzfristiges Depot für taktische Aktien-Trades, mein langfristiges Depot mit fundamentalem Fokus und monatlicher Einzahlung von 1.000 Euro sowie Roccos Depot mit klarem Fokus auf chartbasierte Trades.
Zusätzlich führt das Update eine neue Empfehlungsliste ein. Setups, die noch nicht im Depot liegen, werden nun zentral an einem Ort gesammelt. Auch die Analysen werden neu gegliedert. Unter „Beiträge“ gibt es ab sofort getrennte Reiter für Chartanalysen und Fundamentalanalysen. Die ersten Trades im neuen Depot wurden bereits getätigt.
Weniger Puls, mehr Klarheit & Weitsicht an der Börse. Mehr Struktur, weniger Bauch, 2026 so richtig mit dem Traden & Investieren beginnen! Wir helfen dir dabei. Mit uns bist Du immer am Puls der Märkte.
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Die letzten Trades?
stock3 Terminal
Markttechnik, Saisonalität und Sentiment
📌 Acht Verdoppler-Aktien im S&P 500. Keine Aktie, die sich halbiert hat
📌 Flops im Small Cap Russell 2000 (April)
📌 Seltenes Momentum-Cluster
Der S&P 500 absolvierte eine fünfwöchige Gewinnserie von über 13 %. Das gab es seit 1950 nur sieben Mal. Fünf Wochen Gewinnserie sind mit 117 Fällen häufig, aber nicht mit einer solchen Performance. Das will man doch nicht verpassen! Ihr kennt ja alle die Statistik mit den besten zehn Tagen einer Dekade und was mit der Langfristperformance passiert, sollte man diese Tage verpassen.
📌 April: +10 %!
Die Saisonalität schlägt zu! Der April gehört zu den saisonal stärksten Monaten und der S&P 500 kam dem nach. Der US-Index gewann im April über 10 % - das ist mehr als die durchschnittliche Jahresrendite. Auch danach geht es nicht schlecht weiter: nach sechs Monaten im Schnitt +10,2 %, nach zwölf Monaten +13,9 %, mit einer Trefferquote von 88,9 % nach einem Jahr. Der Denkfehler ist ja, den starken April automatisch als überkauftes Endsignal zu lesen. Ihr kennt die Statistik: Kaufen von Allzeithochs. Ich kann euch nur auch alle vergangenen Market-Insights-Ausgaben empfehlen. Sehr viele zeitlose Infos.
So hatte ich beispielsweise mit euch geteilt, dass es nur einmal bisher drei aufeinanderfolgende rote April-Monate gab.
📌 Von Schock-Rebound zur Earnings-Rally
Und wieder einmal zeigt sich - Panik ist fehl am Platz. Nach geopolitischen Ereignissen fällt der S&P 500 im Median um 7 % und erholt sich anschließend deutlich innerhalb von rund 30 bis 40 Handelstagen. Solche Momente sind Geschenke. Im AktienPuls360 haben wir es mit beiden Händen angenommen.
Außerdem zeigt sich, dass die Börse kein Ende braucht, sondern Erwartungen handelt. Und nachdem das Thema Nahost auf jedem Titelblatt stand, spielt es mittlerweile keine Rolle mehr, denn die Börse rennt nicht aus Hoffnung gen Norden, sondern weil die Earnings-Revisionen gegen den typischen Verlauf seit Jahresbeginn weiter anziehen und nicht fallen. Für mehr dazu, bitte in vergangene Ausgaben schauen.
📌 Sentiment dreht von Extrem-Pessimismus zu Optimismus in Rekordtempo ... wobei ... 🐻>🐂
📌 KI ist kein Narrativ mehr
Morgan Stanley sieht operative Hebel als zentralen Treiber der Gewinn-Erholung. Margenausweitung erklärte in den letzten zwölf Monaten 57 % des S&P 500 Gewinnwachstums und 42 % bei Small Caps. Gleichzeitig steigt der Output je Mitarbeiter in Branchen mit hohem KI-Exposure schneller als in anderen Sektoren. Im Q1 2026 nannten 25 % der S&P-500-Firmen mindestens einen quantifizierbaren KI-Effekt, nach 13 % im Vorjahr.
📌 20% Monate im Tech-Sektor sind extrem selten
Der US Tech-ETF (XLK) legte im April über 20 % zu. Das ist der zweitbeste Monat dieser Größenordnung seit Auflage.
Der Technologiesektor hat nach einer Monatsrendite von mehr als 20 % ein neues Allzeithoch erreicht. Solche kontextlosen Charts sind wiederum der Grund, wieso viele planlos aus Panik heute mit 2000 gleichsetzen. Ohne Kontext, wie Bewertung, Margen, Profitablilität etc.
📌 Tech steigt nicht wegen höherer Multiples, sondern trotz niedrigerer Bewertung
Der Technologiesektor notiert auf Hochs, obwohl das Forward-KGV noch rund 25 % unter dem 52-Wochen-Hoch liegt.
📌 Index steigt ohne höhere Mag-7-Konzentration
Die Gewichtung der "Mag 7" im S&P 500 liegt stabil bei rund 31 %, während der Index im selben Zeitraum um rund 28 % stieg: eine Rally ohne weitere Konzentrationszunahme.
📌 Halbleiter machen neue Kurshochs
Der S&P-500-Semiconductor-Index liegt rund 16 % über dem früheren Kurshoch, während das Forward-KGV noch etwa 30 % unter dem Bewertungspeak vom Oktober 2025 liegt.
Denn das Forward-EPS für Halbleiter soll bis Jahresmitte um rund 120 % YoY steigen.
Der Semiconductor-Index (SOX) handelt mittlerweile sogar 40 % über seiner 200-Tage-Linie und erreicht damit eines der höchsten Überkauft-Niveaus seit 2000. Achtung: KONTEXT!
Gleichzeitig liegt der RSI über 85. Klar sind wir überkauft, aber das bedeutet nicht, dass wir crashen müssen. Ihr seht ja fast täglich die Rotationen zwischen Software & Halbleiter. Da reicht mal wieder eine Meldung um die Verfehlung interner OpenAI-Ziele und die Halbleiter-Aktien setzen zweistellig zurück, weil einfach Gewinnmitnahmen erfolgen.
📌 KI-Infrastruktur-Trade
Seit Dezember 2023 haben KI-Infrastruktur Aktien den gleichgewichteten S&P 500 massivst outperformt. Dahinter folgen Hyperscaler mit etwa +45 ppt. Software ist das klare Schlusslicht mit rund - 20 ppt relativer Underperformance.
Kapital fließt dorthin, wo der unmittelbare Capex stattfindet. Infrastruktur ist der Engpass und damit der direkte Nutznießer der Investitionswelle. Wer Infrastruktur bereitstellt, monetarisiert zuerst. Wer AI nur nutzt, bleibt zunächst nachgelagert im Zyklus und wird entsprechend schwächer bewertet, zumal ja die Disruptionssorgen geistern.
Magnificent 7, Technologie & Software
📌 CAPEX MANIA (+70 % YoY)
Wie war das? Peak Capex? Wie lange wurde das Narrativ nun schon immer um ein Quartal nach hinten verschoben? Alphabet spricht von "significantly". Alle Hyperscaler sind capacity-constrained und hätten noch mehr Erlöse generieren können, hätten sie mehr Compute gehabt. Ihr wisst ja: Compute = Tokens = Umsatz. Die Nvidia-Formel, die niemand versteht.
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