Analyse

MANZ - Ein enttäuschendes zweites Quartal

Das zweite Quartal zeigt klar auf, dass die Verantwortlichen von Manz noch viel Arbeit vor sich haben, um die Ziele des Marktes in den kommenden Jahren zu erreichen. Denn der Haupt-EBIT-Treiber wurde verkauft.

Erwähnte Instrumente

  • Manz AG - WKN: A0JQ5U - ISIN: DE000A0JQ5U3 - Kurs: 59,900 € (XETRA)

Dass man bei Finanzberichten oftmals genau hinschauen muss, erläuterte ich im Mai am Beispiel der Manz-Aktie. Nach einer schwachen Phase drehten die Bullen bei der Aktie aber schnell wieder auf. Heute findet die nächste Bewährungsprobe statt. Denn der Quartalsbericht zeigt einmal mehr: Unterm Strich bleibt bei dem Wachstumstitel zumindest bislang nichts hängen.

Der Halbjahresbericht weist zwar starke Zuwächse auf der Gewinnseite auf, die aber vorrangig dem Verkauf der Sparte Contract Manufacturing geschuldet sind. Im zweiten Quartal schrumpfte das EBIT bereits auf 882.000 EUR zusammen. Unterm Strich fiel ein Verlust von 0,06 EUR je Aktie an.

Hier die Auflistung des EBITs im Halbjahresvergleich:

H1 2021 H1 2020

  • Solar -4,2 -3,3
  • Electronics -1,8 1,0
  • Energy Storage 2,6 0,5
  • Contract Manufacturing 15,3 7,3
  • Service 0,5 0,2
  • Gesamt 12,3 5,7

In den Bereichen Solar, Electronics und Service verdiente Manz unterm Strich so gut wie nichts. Die Zukunft soll bei Energy Storage liegen. Hier vervielfachte sich das EBIT zumindest von 0,5 auf 2,6 Mio. EUR. Doch der bisherige größte Gewinntreiber Contract Manufacturing wird in Zukunft wegfallen und ein großes Loch reißen.

Analysten erwarten auf Gesamtjahressicht ein EBIT von 13,7 Mio. EUR. Nachdem aktuell bereits 12,3 Mio. EUR zu Buche stehen, dürften auch die nächsten beiden Quartale mau ausfallen. 2022 soll dagegen alles besser werden. Umsatz und Ergebnis sollen deutlich anziehen. Der Marktkonsens liegt derzeit bei Erlösen von 358 Mio. EUR und einem Gewinn je Aktie von 2,31 EUR. Auf Basis dieser optimistischen Schätzungen beträgt das KGV 2022 derzeit 26.

Aus charttechnischer Sicht steht ein kurzfristiger Richtungsentscheid bevor. Verteidigen die Käufer den EMA50 und das Zwischentief bei 58,40 EUR, kann die übergeordente Aufwärtsbewegung direkt fortgesetzt werden. Darunter werden Abgaben in Richtung 52,30 EUR wahrscheinlich. Als potenzieller prozyklischer Trigger zur Oberseite kann die Marke von 68,39 EUR verwendet werden.

Fazit: Die Manz-Aktie ist sehr gut gelaufen, fundamental sieht es dagegen weiter dürftig aus. Nach dem Verkauf der Sparte Contract Manufacturing wird das zweite Halbjahr kaum Wachstum zeigen. Kurzfristig muss der Support bei 58,40 EUR halten.

Jahr 2020 2021e* 2022e*
Umsatz in Mio. EUR 237,00 257,65 358,00
Ergebnis je Aktie in EUR 0,44 1,18 2,31
Gewinnwachstum 168,18 % 95,76 %
KGV 137 51 26
KUV 2,0 1,8 1,3
PEG 0,3 0,3
*e = erwartet

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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Stv. Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2016 ist Galuschka Stellvertretender Chefredakteur von stock3.

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