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10:20 Uhr, 17.03.2026

MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Sartorius mit Zielen sehr fest

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DOW JONES--Europas Börsen sind am Dienstag kaum verändert in den Handel gestartet. Etwas belastend wirkt ein offenbar erfolgreicher Drohnenangriff des Irans auf ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Preis für Brent steigt daraufhin um 3 Prozent auf knapp 103 Dollar das Fass, notiert damit aber bereits wieder unter dem Tageshoch. Laut Bloomberg soll das Shah-Gasfeld von der Attacke betroffen sein. Ein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten ist derzeit nicht in Sicht, dem Iran gelingt es vielmehr, kritische Energieinfrastruktur im Persischen Golf anzugreifen. US-Präsident Donald Trump hat das geplante Treffen mit dem chinesischen Präsident Xi Jinping kurzfristig wegen des Krieges abgesagt, das eigentlich in zwei Wochen hätte stattfinden sollen.

An den Börsen überwiegt aber weiterhin die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Krieges. Sichtbar ist das laut QC Partners am Ölmarkt. "Der Future der Öl-Sorte Brent befindet sich weiterhin in einer ausgedehnten Backwardation. Für kurzfristig lieferbares Öl müssen aktuell 103 Dollar pro Barrel gezahlt werden. Bei einer Lieferung im September sind es 87 Dollar. Das zeigt, dass die Börsen weiterhin eine schnelle Beruhigung des Ölmarktes preisen", so Vermögensverwalter Thomas Altmann. Auch am Aktienmarkt scheinen Akteure mit einem raschen Ende zu rechnen. "Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen. Das zeigen die niedrigen Handelsumsätze, die zum gestrigen Wochenstart erneut deutlich unter den historischen Mittelwerten lagen."

Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 23.540 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stagniert. Am Devisenmarkt steigt der Euro auf 1,1510 Dollar, die Anleihemärkten zeigen sich wenig bewegt. Der Goldpreis notiert 0,3 Prozent fester bei 5.021 Dollar die Feinunze.

Zunehmend rücken die Zentralbanken in den Fokus. Die australische Notenbank hat am Morgen den Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent angehoben. Anleger erwarten angesichts der hohen Inflation eine weitere Anhebung im Mai. Im weiteren Wochenverlauf entscheiden noch die japanische Notenbank, die Bank of England, die US-Notenbank sowie die EZB über die Geldpolitik. In allen Fallen wird eine Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Im Blick steht daher in allen Fällen der geldpolitische Ausblick. Wie es in den kommenden Monaten weiter geht, dürfte in entscheidendem Maße von der Dauer des Irankriegs und der damit verbundenen Inflationsentwicklung anhängen.

Für die Sartorius-Aktie geht es nach Veröffentlichung neuer Mittelfristziele 4,8 Prozent nach oben. Wie JP Morgan anmerkt, impliziert das angestrebte Umsatzwachstum bis 2030 Erlöse von 5,387 Milliarden Euro, was 1 Prozent unter der Marktschätzung liege, sowie ein EBITDA von 1,767 Milliarden Euro, was 4 Prozent unter der Erwartung liege. Angesichts der sehr schwachen Entwicklung der Aktie im Vorfeld rechnen die Analysten aber mit einer positiven Kursreaktion. Laut RBC dürften die neuen Mittelfristziele bei Anlegern gut ankommen und eine starke Kursreaktion auslösen - auch wenn sie die Konsenserwartungen voraussichtlich nicht wesentlich beeinflussen würden.

Fraport hat nach Einschätzung von JP Morgan starke Viertquartalszahlen vorgelegt. Das EBITDA liege knapp 4 Prozent über den Konsensschätzungen. Der EBITDA-Ausblick von 1,5 Milliarden Euro für 2026 impliziere eine Aufwärtsrevision bei den Marktschätzungen um etwa 2 Prozent. Positiv heben die Analysten den freien Cashflow von 24,4 Millionen Euro für das zu Ende gegangene Jahr hervor. Die Prognose enthalte allerdings keinerlei größere Auswirkungen durch den Krieg im Nahen Osten. Fraport gewinnen 4,1 Prozent.

Springer Nature machen nach ordentlichen Geschäftszahlen einen Sprung um 8,2 Prozent nach oben. Der Zahlenausweis ist zum Teil etwas besser als erwartet ausgefallen. Der Umsatz in der Sparte Research hat sich einen Tick besser als geschätzt entwickelt. Besser war auch der freie Cashflow von 298 Millionen Euro, die Erwartung von Morgan Stanley hatte bei nur 289 Millionen Euro gelegen. Das deutliche Kursplus dürfte auch auf die schwache Entwicklung im Vorfeld der Zahlenvorlage zurückzuführen sein - seit Jahresbeginn liegt die Aktie knapp 15 Prozent hinten.

Thyssenkrupp gewinnen 3,2 Prozent. Der finnische Aufzugshersteller Kone (+1,9%) führt nach Informationen von Bloomberg mit den Eigentümern des Düsseldorfer Wettbewerbers TK Elevator Gespräche über dessen Übernahme. Die Eigentümer von TK Elevator, die Private-Equity-Gesellschaften Advent und Cinven, strebten bei einer Transaktion eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro einschließlich Schulden an. Parallel dazu arbeiteten Advent und Cinven an einem Börsengang für TK Elevator. Beide hatten das Unternehmen im Jahr 2020 für 17,2 Milliarden Euro vom finanzschwachen Industriekonzern Thyssenkrupp übernommen. Der hält allerdings noch eine Minderheitsbeteiligung an TK Elevator.

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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   5.737,52   -0,0      -1,49        5.739,01       16,8 
Stoxx-50        5.003,77   +0,1       7,04        4.996,73       11,9 
DAX            23.539,55   -0,1     -24,46       23.564,01       19,9 
MDAX           28.970,85   +0,1      19,15       27.039,42       15,3 
TecDAX          3.543,69   -0,4     -14,88        3.091,28        4,8 
SDAX           16.595,72   -1,0    -170,53       13.062,07       22,4 
CAC             7.956,89   +0,3      20,92        7.935,97       10,0 
SMI            12.921,61   +0,3      39,41       12.882,20       11,4 
ATX             5.316,86   +0,4      18,37        5.298,49       38,3 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mo, 17:04 
EUR/USD           1,1508   +0,0     0,0005          1,1503     1,1491 
EUR/JPY            183,2   +0,1     0,2500          182,95   182,9800 
EUR/CHF            0,906    0,0     0,0000          0,9060     0,9061 
EUR/GBP           0,8636   +0,0     0,0001          0,8635     0,8632 
USD/JPY           159,18   +0,1     0,1200          159,06   159,2300 
GBP/USD           1,3324   +0,1     0,0008          1,3316     1,3307 
USD/CNY           6,8858   -0,1    -0,0097          6,8955     6,8955 
USD/CNH           6,8885   +0,0     0,0016          6,8869     6,8926 
AUS/USD           0,7079   +0,1     0,0010          0,7069     0,7055 
Bitcoin/USD    74.020,83   -0,3    -215,03       74.235,86  73.309,72 
 
ROHÖL            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          96,99   +3,7       3,49            93,5 
Brent/ICE         103,74   +3,5       3,53          100,21 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            5.014,84   +0,2       9,59        5.005,25 
Silber             80,67   -0,1      -0,10           80,77 
Platin          2.137,20   +1,1      22,99        2.114,21 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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