LVMH übertrifft Prognosen, warnt aber vor 2026
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Der weltgrößte Luxuskonzern steigerte den Umsatz im Schlussquartal auf 22,7 Mrd. EUR. Organisch entspricht das einem Plus von 1%, während der von Visible Alpha erfasste Konsens mit einem Rückgang von 0,3% gerechnet hatte. Nach einer langen Phase schwacher Vergleichszahlen wirkt dieses kleine Plus weniger spektakulär als symbolisch: Es markiert eine Abweichung vom Abwärtstrend.
Auf Jahressicht bleibt das Bild deutlich verhaltener. Der Umsatz belief sich 2025 auf etwas mehr als 80 Mrd. EUR, die organische Entwicklung war leicht negativ, drehte jedoch im zweiten Halbjahr wieder ins Plus. Der operative Gewinn sank um 9%, die operative Marge lag bei 22% und damit zwar über dem langjährigen Durchschnitt, aber klar unter dem Vorjahr. Dass der Free Cashflow dennoch auf 11,3 Mrd. EUR stieg, zeigt, wie strikt der Konzern Kosten, Investitionen und Working Capital steuert.
Bernard Arnault wählte im Analystencall einen Ton, der diese Ambivalenz widerspiegelt. Die Ergebnisse seien "solide in einem wirtschaftlich und geopolitisch stark gestörten Umfeld“, sagte der Konzernchef. Zugleich warnte er vor falschem Optimismus: "2026 wird auch kein einfaches Jahr.“ Angesichts geopolitischer Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheit und einer Politik, "die Unternehmen maximal besteuert und Arbeitslosigkeit schafft“, gebe es "allen Grund, etwas vorsichtig zu sein“.
