Analyse
08:00 Uhr, 28.08.2026

IREN präsentiert die Rechnung für den KI-Ausbau

Der frühere Bitcoin-Miner IREN baut seine Standorte im Rekordtempo zu KI-Rechenzentren um und meldet eine vermeintlich beeindruckende Nachfrage. Doch die Jahreszahlen zeigen auch die Schattenseite:

Der Umbau verschlingt Milliarden, zerstört den Wert alter Anlagen und wird zunehmend mit Fremdkapital finanziert.

Im vierten Quartal erzielte IREN einen Umsatz von 137,2 Mio. USD und traf damit die Markterwartung. Das bereinigte EBITDA blieb mit 19,2 Mio. USD jedoch weit unter den erwarteten 41,1 Mio. USD. Die entsprechende Marge lag nur bei rund 14 %. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 684 Mio. USD, der allerdings von Abschreibungen über 450,4 Mio. USD sowie einer Wertminderung der zum Verkauf stehenden Mining-Hardware um weitere 102,1 Mio. USD geprägt war.

Auch das Gesamtjahr konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Der Umsatz stieg zwar auf 707 Mio. USD, verfehlte aber die Konsensschätzung von 740 Mio. USD. Das bereinigte EBITDA sank von 269,7 auf 245,7 Mio. USD. Der Nettoverlust erreichte 702,6 Mio. USD, einschließlich Abschreibungen von 638,8 Mio. USD.

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