WACKER CHEMIE will die Rendite steigern – doch das Solargeschäft bremst
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Auf dem Kapitalmarkttag in London stellt der Konzern deshalb einen Kurswechsel vor: Wachstum bleibt im Fokus, doch künftig entscheidet genauer die Aussicht auf Ertrag darüber, wohin Geld und Personal fließen. Derweil belastet der schwache Solarmarkt weiter, und das Ergebnis des dritten Quartals profitiert teilweise von einem Sonderertrag.
Unter dem Namen REFOCUS will Wacker künftig schneller wachsen als die Weltwirtschaft und eine strukturelle EBITDA-Marge von 15 % erreichen. Der angestrebte Korridor reicht von 13 bis 17 %. Gemessen am Durchschnitt der vergangenen drei Jahre entspräche der Mittelwert laut Unternehmen einer Verbesserung um rund 50 %. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital, der ROCE, soll nachhaltig über 10 % steigen. Einen festen Termin für das Erreichen dieser drei langfristigen Zielgrößen nennt Wacker nicht. 2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von 5,5 Mrd. EUR.
"Mit REFOCUS wollen wir das Potenzial von WACKER voll entfalten, indem wir unser Wachstum gezielt weiter ankurbeln und unsere Profitabilität nachhaltig steigern“, sagt Vorstandschef Christian Hartel. Das wichtigste kurzfristige Werkzeug dafür ist das bereits gestartete Kostenprogramm PACE. Es soll 2026 Einsparungen von rund 200 Mio. EUR und ab 2028 von mehr als 300 Mio. EUR jährlich bringen. Dabei handelt es sich um Bruttoeinsparungen. Mehr als die Hälfte soll laut Präsentation im EBITDA ankommen.
