SCHNEIDER ELECTRIC – Rekordhalbjahr trifft auf einen nervösen Markt: Die Zahlen steigen, der Kurs fällt
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Hinter jedem KI-Rechenzentrum, über das gerade geschrieben wird, steht eine ziemlich unglamouröse Frage: Woher kommt der Strom, und wie bleibt die Hardware kühl? Die Antwort führt auffällig oft zum selben französischen Konzern. Schneider Electric ist Weltmarktführer für Energiemanagement und Industrieautomation, bündelt sein Angebot auf der EcoStruxure-Plattform und beschäftigt rund 160.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern. Die Gewichtung ist eindeutig. Etwa 83 % des Halbjahresumsatzes stammen aus dem Energiemanagement, also aus Stromverteilung, unterbrechungsfreier Stromversorgung, Kühlung für Rechenzentren und Gebäudeautomation. Die übrigen 17 % entfallen auf die Industrieautomation. Damit sitzt Schneider an der Schnittstelle von drei strukturellen Rückenwinden, die selten gleichzeitig auftreten: dem Rechenzentrums- und KI-Boom, der Elektrifizierung von Gebäuden, Netzen und Industrie sowie der Digitalisierung der Energieinfrastruktur. Anders gesagt: Während alle über Chips und Modelle diskutieren, verkauft Schneider die Infrastruktur, ohne die keines davon läuft. Genau das macht den letzten Kursrutsch interessant.
