Fundamentale Nachricht

Indonesien reglementiert Erzexport

Im August dieses Jahres wurde dann der Verkauf von Zinnbarren verboten, die nicht an der inländischen Börse abgewickelt wurden. Außerdem hat die Regierung den ausländischen Besitz der inländischen Minen reglementiert.

Erwähnte Instrumente

  • Zinn
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  • Nickel
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Die Preise für Zinn steigen auf ein Sechswochenhoch. Das steht im Gegensatz zu den anderen sechs Industriemetallen, die an der Londoner Metallbörse LME gehandelt werden. Sie haben sich angesichts guter Wirtschaftsdaten in den letzten Tagen zwar ebenfalls wieder etwas erholt, stehen aber technisch nicht so stark da wie Zinn. Wie am Freitag bekannt wurde wird Indonesien ab sofort Erze nicht mehr exportieren – das trifft vor allem den Zinnmarkt, aber das Land ist auch ein wichtiger Lieferant von Nickelerzen und Bauxit, also Tonerde, die die Grundlage für die Aluminiumherstellung bildet. Bisher hat man geglaubt, dass die Pläne, die im Jahr 2009 erstmals von der indonesischen Regierung veröffentlicht wurden, sowieso nicht in die Tat umgesetzt werden würden. Diese Wahrnehmung scheint sich gerade zu verändern. Jetzt muss man einräumen, dass Indonesien Zinn hauptsächlich in raffinierter Form exportiert – das ist auch das Ziel der Regierung Indonesiens: Sie will keine Erze, sondern im eigenen Land raffinierte Metalle exportieren, da so die Gewinne der Veredelung im eigenen Land bleiben. Diese Art der Rohstoffpolitik schafft aber kein Vertrauen im Ausland, wo Protektionismus nicht gerne gesehen wird. Schon im Mai vergangenen Jahres erhob die indonesische Regierung einen Exportzoll auf Rohstoffe von 20 %. Im August dieses Jahres wurde dann der Verkauf von Zinnbarren verboten, die nicht an der inländischen Börse abgewickelt wurden. Außerdem hat die Regierung den ausländischen Besitz der inländischen Minen reglementiert.

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Über den Experten

Jochen Stanzl
Jochen Stanzl
Chefmarktanalyst CMC Markets

Jochen Stanzl begann seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG (jetzt stock3 AG), wo er 18 Jahre lang mit den Marken GodmodeTrader sowie Guidants arbeitete und Marktkommentare und Finanzanalysen erstellte.

Er kam im Jahr 2015 nach Frankfurt zu CMC Markets Deutschland, um seine langjährige Erfahrung einzubringen, mit deren Hilfe er die Finanzmärkte analysiert und aufschlussreiche Stellungnahmen für Medien wie auch für Kunden verfasst. Er ist zu Gast bei TV-Sendern wie Welt, Tagesschau oder n-tv, wird zitiert von Reuters, Handelsblatt oder DPA und sendet seine Einschätzungen über Livestreams auf CMC TV.

Jochen Stanzl verfolgt einen kombinierten Ansatz, der technische und fundamentale Analysen einbezieht. Dabei steht das 123-Muster, Kerzencharts und das Preisverhalten an wichtigen, neuralgischen Punkten im Vordergrund. Jochen Stanzl ist Certified Financial Technician” (CFTe) beim Internationalen Verband der technischen Analysten IFTA.

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