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10:40 Uhr, 25.02.2026

IAB-Arbeitsmarktbarometer fällt im Februar in den negativen Bereich

Von Andreas Plecko

DOW JONES--Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Februar erstmals seit einem halben Jahr wieder in den negativen Bereich gesunken. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 99,5 Punkte und unterschritt damit erstmals seit Juli 2025 wieder die neutrale Marke von 100 Punkten. Das European Labour Market Barometer gab ebenfalls leicht nach und liegt weiterhin unter der 100-Punkte-Marke.

"Die Perspektive auf einen Abbau der Arbeitslosigkeit ist derzeit verlorengegangen", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in Deutschland ist nach einem deutlichen Rückgang von 1,0 Punkten auf 98,5 Punkte gefallen, nachdem sie bereits in den Vormonaten stetig gesunken war.

Die Beschäftigungskomponente blieb im Vergleich zum Vormonat konstant und liegt bei 100,4 Punkten. "Immerhin behauptet sich die Gesamtbeschäftigung, die Entwicklung wird aber durch die Industriekrise belastet: Das Verarbeitende Gewerbe verliert derzeit 15.000 sozialversicherungspflichtige Jobs im Monat", sagte Weber. Besonders im Maschinenbau und in der Automobilindustrie wird mit dem stärksten Beschäftigungsabbau gerechnet.

Das European Labour Market Barometer verzeichnete im Februar zum dritten Mal in Folge einen leichten Rückgang. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 99,6 Punkte. Dabei entfernte sich die Arbeitslosigkeitskomponente auf europäischer Ebene weiter von der Stabilitätsmarke. "Die europäischen Arbeitsmärkte verlieren etwas an Boden. Der Anlauf aus dem Herbst hat für eine Erholung noch nicht gereicht", erklärte Weber.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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