HBM De-Spec-Warnung für Nvidia, Google und den Memory-Markt?!
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- Micron Technology Inc. - WKN: 869020 - ISIN: US5951121038 - Kurs: 932,970 $ (Nasdaq)
Samsung und SK Hynix bestätigen Mizuhos Meldung
Und heute kam die Meldung von ZDNet Korea, dass Samsung Electronics und SK Hynix in der zweiten Jahreshälfte den Anteil von 8-High-HBM4-Lieferungen an Nvidia erhöhen wollen. Nvidia soll sie zuletzt aufgefordert haben, den Schwerpunkt der HBM4-Konfiguration von 12-High auf 8-High zu verlagern. Hintergrund sind vor allem thermische Anforderungen sowie eine stabilere Beschaffung. Denn HBM4 verdoppelt die Zahl der I/O-Kanäle gegenüber der Vorgängergeneration und erhöht damit die thermische Belastung auf Chip- und Rack-Ebene. Zusätzlich gelten 8-High-Produkte als weniger komplex in der Fertigung als 12-High-Stacks, bei denen Stapelung, Bonding und Packaging die Ausbeute stärker belasten. Negativ für BE Semi, was ich schon gestern schrieb.
Für Nvidias nächste GPU-Generation "Feynman" besteht ein HBM-De-Spec-Risiko von rund 50 %. Konkret gelten 16-Hi- und 20-Hi-HBM-Konfigurationen sowie Hybrid Bonding als unsicher. Also jene Stapelhöhen, die bislang als logischer nächster Schritt der Roadmap galten. Googles TPUv8 soll bereits auf 8-Hi HBM3e reduziert worden sein.
Warum weniger HBM-Layer nicht automatisch schlecht für den Sektor ist
Hier kommt der Teil, den man verstehen muss, um die Meldung nicht falsch einzuordnen. Jeder HBM-Stack braucht ein Base Die als Fundament.
Je niedriger die Stapelhöhe, desto weniger Wafer-Kapazität bindet ein einzelner Chip, und desto mehr Base Dies passen auf dieselbe Fertigungskapazität. Auch wenn der Memory-Content laut Mizuho bis zu 50 % sinken könnte, so rechnen sie mit rund 20-30 % höheren GPU-/ASIC-Stückzahlen.
Ein Grund für niedrigere Stack-Höhen? Bessere Yield und Auslastung, weil weniger komplexe Stapel schlicht zuverlässiger zu fertigen sind.
Die gesamte DRAM-Bit-Nachfrage (durch Training, Inference und KV-Cache) steigt weiter, selbst wenn der Content je Chip sinkt, einfach weil in Summe deutlich mehr Chips gebaut werden können. Ein De-Spec bei Feynman oder TPUv8 ist damit eher eine Verschiebung, wo die Bits landen, als ein Rückgang, wie viele Bits insgesamt gebraucht werden.
Ach, und ein Reminder: Micron kann nicht einmal 50 % der KI-Nachfrage aktuell bedienen. Für Samsung erwartet die UBS 2027 einen Anstieg der HBM-Preise um rund 90 % gegenüber dem Vorjahr und auch Samsung kann nur 60 % der Nachfrage bedienen. Zudem sind erhebliche Mengen der künftigen Volumina in Long Term Agreements, Strategic Customer Agreements oder New Business Modells verankert.
Wer von mehr Stückzahl profitiert
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Fazit Valentin
Eine HBM-De-Spec-Meldung liest sich im ersten Moment wie ein Warnsignal für die gesamte Memory-Story ... ist es aber nicht. Weniger HBM-Layer pro Chip heißt vor allem, dass Base-Dies und Wafer-Kapazität freiwerden, wodurch mehr GPUs und ASICs gebaut werden können. Die gesamte DRAM-Bit-Nachfrage aus Training, Inference und KV-Cache bleibt davon unberührt bis positiv beeinflusst.
Chart Einschätzung von Rocco (exklusiv im AktienPuls360)
Viel Erfolg wünscht Dir Valentin
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