Kommentar
08:03 Uhr, 05.05.2026

Guten Morgen aus der Redaktion

Der Iran sorgt je nach Meldungslage weiter für Volatilität. Ein direkter Schusswechsel zwischen den USA und dem Iran sowie Drohnenangriffe auf die Infrastruktur der VAE machte gestern eine anfänglich positive Tendenz wieder zunichte. Neue Erkenntnisse liegen darin nicht.

Die asiatischen Märkte tendieren heute etwas schwächer (MSCI Asia Pacific -0,4 %), belastet durch dünne Umsätze aufgrund von Feiertagen in China, Japan und Südkorea. US-Futures stabilisieren sich leicht (+0,2 %), während es für Europa und den DAX ggü. gestrigen Schlusskursen keine Veränderung gibt.

Brent-Rohöl notiert nach einem massiven Sprung am Montag bei etwa 113 USD pro Barrel. Damit bleibt der Druck auf die Bond-Märkte hoch (steigende Zinsen), zumal das US-Finanzministerium hat seine Schätzungen für die Kreditaufnahme in den kommenden Quartalen frisch massiv nach oben korrigiert hat. In den USA stiegen die Renditen für 30-jährige Staatsanleihen auf 5 %.

Unternehmensfokus

UniCredit & Commerzbank: Die UniCredit meldet für das erste Quartal einen Rekordüberschuss von 3,2 Mrd. Euro (+16 %) und übertrifft die Erwartungen deutlich. Nach der Zustimmung zur Kapitalerhöhung wird erwartet, dass CEO Andrea Orcel heute ein formales Übernahmeangebot für die Commerzbank vorlegt.

HSBC: Die Bank verfehlt die Gewinnerwartungen, belastet durch Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und Betrugsfällen in Großbritannien.

Apple: Der Konzern prüft laut Berichten Intel und Samsung als alternative Chip-Produzenten, um die Abhängigkeit von TSMC zu verringern.

Palantir: Das Unternehmen hebt nach starken Quartalszahlen seine Umsatzprognose an; insbesondere die Nachfrage nach KI-gestützter Verteidigungstechnologie treibt das Wachstum. Aber reicht das für eine Mondbewertung?

Amazon: Neue Logistik-Pakete für Geschäftskunden setzen die Aktien der Konkurrenten FedEx und UPS unter Druck. Auch DHL wurde um 8 % abgestraft.

Rheinmetall verfehlt die Erwartungen im Q1 deutlich, punktet aber beim Auftragseingang. Trotz Korrektur ist ein KGV um 38 für 2026 bzw. 26 für 2027 immer noch sportlich. Die Herausforderung liegt in der Ausführung bzw. in den Kapazitäten.

Im Fokus heute Abend stehen die Gewinnzahlen von AMD und Arista Networks. Morgen früh richten sich die Blicke auf Infineon mit den Q2-Zahlen.

Wir wünschen Ihnen einen gelungenen Start in den Tag

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