Kommentar
12:30 Uhr, 24.05.2026

3 Fragen an Bernecker

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Ist Rüstung wieder ein Kauf?

Die Rüstungsrally lief um die Jahreswende herum in eine Übertreibung. Wir hatten geraten, Kassen zu machen, was richtig war. Dem folgten entsprechende Korrekturen von beinahe 50 %. Damit ist die spekulative Luft zunächst einmal raus. Die Aufträge und Umsätze aller betroffenen Unternehmen werden in den nächsten drei bis fünf Jahren (so Branchenmeinung) Erweiterungen bis zu 100 % gegenüber aktuellem Stand anpeilen. Erst dann ist die Einschätzung dieser Unternehmen nachvollziehbar.

Die großen amerikanischen Rüstungsaktien sind dafür ein gutes Vorbild. Sie legen seit Jahren permanent zu, aber nicht aufgeregt und stets von technischen Korrekturen begleitet. Das ergibt den nachhaltigen Trend für Rüstungsaktien auf längere Sicht. Aktuell: Nach den genannten Korrekturen ist der Neuaufbau schrittweise vertretbar (siehe auch die aktuelle Actien-Börse, Seite 3).

Welche Anleihen lohnen bei diesen Zinsanstiegen?

Die alte Regel gilt immer noch und bleibt: Wenn die Schulden steigen, nimmt die Bonität der Schuldner ab und im Markt gibt es schrittweise Aufschläge in den Renditen. Dagegen kann weder eine Notenbank noch eine Regierung operieren, es sei denn, dass der Schuldner seine Verschuldung deutlich reduziert. Auf den Gleichschritt bzw. das Tempo der Verschuldung kommt es also an. Bis zur Stunde gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Staaten ihre Verschuldung reduzieren oder deutlich begrenzen. Also gilt die Konsequenz: Schrittweise Neuverschuldung bedeutet schrittweise steigende Renditen. Wie immer stärker am langen Ende und weniger erkennbar am kurzen. Diese Regel gilt für alle Investoren. Für Privatanleger darf über eine mittlere Laufzeit von 10 Jahren für Anleihen diskutiert werden, aber nur als Verlegenheitslösung. Die Amerikaner sind darin am konsequentesten: Privatanleger kaufen in den USA keine Anleihen, sondern Aktien. Darin liegt deren Alterssicherung.

Sollten Anleger bei Chip-Werten Gewinne mitnehmen?

Die Kursbewegungen der letzten Wochen in Chipaktien gehen zu weit. Angestoßen von der Knappheit sind insbesondere die Chipspezialisten in Taiwan und Südkorea die absoluten Gewinner. In Deutschland gehört Infineon dazu. Also konsequent: Solche Rallys führen stets zu markanten Korrekturen, ähnlich der oben zitierten Rüstung und erst nach einer solchen Korrektur geht es dann um die nächste Phase mit langfristigem Hintergrund. Also Kasse machen.

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