Kommentar
10:00 Uhr, 25.05.2026

Ist Short-Selling am Ende?

Elf Jahre lang hat Fahmi Quadir, die "Assassin" der Wall Street, nie eine Long-Position gehalten. Jetzt baut sie einen Aktivisten-Fonds für südkoreanische Aktien auf. Lohnen sich Leerverkäufe nicht mehr?

Fahmi Quadir verkündet Kapitulation und Comeback im selben Schritt. Die Gründerin des Short-Fonds Safkhet Capital, bekannt für ihre Wetten gegen Valeant und Wirecard, baut ein zweites Vehikel auf. Es soll in Südkorea long gehen, durch aktivistische Beteiligungen. Ihr Argument: Das "informationelle Alpha" klassischer Short-Seller findet im US-Markt keine Reflektion mehr im Kurs. Recherche, die Bilanzfälschungen, Geldwäsche oder strukturellen Niedergang aufdeckt, schlägt sich nicht mehr zuverlässig im Preis der Aktien nieder. Noch schlimmer: Wer sie betreibt, wird sogar ökonomisch bestraft.

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