FERRARI leistet sich keine Enttäuschung im vierten Quartal
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- Ferrari N.V. - WKN: A2ACKK - ISIN: NL0011585146 - Kurs: 310,700 € (XETRA)
Im vierten Quartal erzielte Ferrari einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,14 EUR und lag damit um 0,05 EUR über dem Konsens. Der Umsatz stieg um 3,8 % auf 1,80 Mrd. EUR und fiel ebenfalls besser aus als prognostiziert. Auf Jahressicht legten die Erlöse um 7 % auf 7,15 Mrd. EUR zu, während der operative Gewinn um 12 % auf 2,11 Mrd. EUR wuchs. Die operative Marge verbesserte sich auf 29,5 % und unterstreicht einmal mehr die außergewöhnliche Ertragskraft des Konzerns.
Weniger Volumen, höhere Wertschöpfung
Bemerkenswert ist dabei erneut der Gegensatz zwischen Absatz und Ergebnis. Im Schlussquartal lieferte Ferrari 3.152 Fahrzeuge aus und damit 173 weniger als im Vorjahr. Auch im Gesamtjahr gingen die Auslieferungen leicht auf 13.640 Einheiten zurück. Dieser Rückgang ist jedoch strategisch gewollt. Ferrari steuert die Volumina bewusst, um den laufenden Modellwechsel zu begleiten und die Exklusivität der Marke zu sichern. Gleichzeitig profitierte das Unternehmen von einem hochwertigeren Modell- und Ländermix, steigenden Personalisierungsquoten sowie wachsenden Erlösen aus Sponsoring und markennahen Aktivitäten, die die geringeren Stückzahlen mehr als kompensierten.
Konzernchef Benedetto Vigna sieht Ferrari damit klar auf Kurs. Die Nachfrage bleibe in allen Märkten sehr solide und werde mit Disziplin gemanagt, betonte er. Das Auftragsbuch reiche inzwischen bis Ende 2027. Wesentliche Impulse kommen von neuen Baureihen wie Amalfi und der 849-Testarossa-Familie. Insgesamt brachte Ferrari 2025 sechs neue Modelle auf den Markt und legte damit die Basis für weiteres Wachstum. Parallel treibt der Konzern seine technologische Transformation voran. Mit dem Ferrari Luce, dem ersten vollelektrischen Sportwagen der Marke, beginnt 2026 ein neues Kapitel, dessen vollständige Enthüllung bereits angekündigt ist.
Auch finanziell setzt Ferrari Maßstäbe. Der industrielle Free Cashflow erreichte 1,54 Mrd. EUR, die Cash Conversion lag bei über 55 %. Damit erfüllte der Konzern seine beim Capital Markets Day für 2026 formulierten Finanzziele bereits ein Jahr früher als geplant. Die starke Mittelzufuhr ermöglichte eine umfangreiche Kapitalrückführung an die Aktionäre in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen. Zusätzliche Stabilität liefern das Rennsportgeschäft mit steigenden Sponsoringerlösen sowie das Lifestyle-Segment, das von erfolgreichen Aktivierungen und Rekordbesucherzahlen in den Museen profitierte.
Ambitionierter Ausblick für 2026
Für 2026 gibt sich Ferrari entsprechend zuversichtlich. Der Umsatz soll auf rund 7,50 Mrd. EUR steigen, die EBITDA-Marge auf mindestens 39 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird bei mindestens 9,45 EUR erwartet. Belastungen durch Währungseffekte und höhere Investitionen in neue Modelle und Technologien sind einkalkuliert, werden jedoch durch Preissetzungsmacht und einen prall gefüllten Auftragsbestand abgefedert.
Quelle: Webseite Ferrari
Fazit: Ferrari zeigt erneut, dass im Luxussegment Wertschöpfung wichtiger ist als Volumen. Operativ überzeugen die Zahlen, bewertungstechnisch schaut die Ferrari-Aktie auch viel interessanter aus, als zu Spitzenzeiten, wo das KGV um die 40 bis 50 gelegen hatte. Trotzdem, mir wäre der Spaß immer noch etwas zu teuer, zumindest aus Investorensicht. Liebhaber könnten aber zugreifen.
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 7,15 | 7,52 | 8,09 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 8,97 | 9,45 | 10,44 |
| KGV | 33 | 31 | 28 |
| Dividende je Aktie in EUR | 3,20 | 3,70 | 4,20 |
| Dividendenrendite | 1,08% | 1,25% | 1,42% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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