Expertenkommentar

DAX setzt Erholung fort - EU schlägt Preisdeckel an Gasbörse TTF vor

stock3 Newsflash: Alles, was heute an der Börse für Trader und aktive Anleger wichtig ist. Kompakt auf den Punkt gebracht.

Erwähnte Instrumente

  • Zoom Video Communications Inc. - WKN: A2PGJ2 - ISIN: US98980L1017 - Kurs: 80,260 $ (Nasdaq)
  • ENEL S.p.A. - WKN: 928624 - ISIN: IT0003128367 - Kurs: 5,050 € (XETRA)
  • TAG Immobilien AG - WKN: 830350 - ISIN: DE0008303504 - Kurs: 6,705 € (XETRA)
  • ThyssenKrupp AG - WKN: 750000 - ISIN: DE0007500001 - Kurs: 5,404 € (XETRA)
  • Gamestop Corp. - WKN: A0HGDX - ISIN: US36467W1099 - Kurs: 25,160 $ (NYSE)
  • Deutsche Bank AG - WKN: 514000 - ISIN: DE0005140008 - Kurs: 10,172 € (XETRA)
  • Volkswagen AG Vz. - WKN: 766403 - ISIN: DE0007664039 - Kurs: 139,260 € (XETRA)
  • Société Générale S.A. - WKN: 873403 - ISIN: FR0000130809 - Kurs: 23,885 € (Paris)
  • FTX Token FTT/USD - Kurs: 0,99876 $ (Bitfinex)
  • Best Buy Co. Inc. - WKN: 873629 - ISIN: US0865161014 - Kurs: 70,830 $ (NYSE)
  • Dick's Sporting Goods Inc. - WKN: 662541 - ISIN: US2533931026 - Kurs: 106,940 $ (NYSE)
  • Dollar Tree Inc. - WKN: A0NFQC - ISIN: US2567461080 - Kurs: 165,240 $ (Nasdaq)

Hier geht es zum Newsflash des Vortages

China verschärft Corona-Maßnahmen

Nagel: 2023 Start von EZB-Bilanzabbau

ifo Institut: Firmen senken Gasverbrauch ohne Produktion zu drosseln

TAG Immobilien verzichtet auf Dividende

Fed-Mester: kleinere Zinsschritte möglich

Zoom senkt Umsatzausblick

Icahn wettet gegen GameStop

Markt

Der deutsche Aktienmarkt hat seine jüngste Rally auch am Dienstag fortgesetzt, allerdings mit verminderter Stärke. Der DAX erreichte zeitweise den höchsten Stand seit Juni und ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 14.422 Punkten aus dem Handel. Die Zinserwartungen stehen weiterhin im Fokus des Marktgeschehens: Die jüngst zahlreichen Kommentare von EZB- und Fed-Vertretern lassen aus Sicht der Helaba erkennen, dass die Zinserhöhungsschritte zukünftig wieder kleiner werden. Dennoch hätten sowohl der EZB-Rat als auch das FOMC noch keine endgültige Haltung zu dem jeweiligen Zinsgipfel. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank für Privat- und Firmenkunden, ist für den Leitindex DAX vorsichtig optimistisch. Ende 2023 sieht Stehan das Börsenbarometer bei 15.000 Punkten. Das wären gut 4 Prozent mehr als aktuell. „Obwohl das kommende Jahr wirtschaftlich etwas schwieriger werden könnte, spricht für die Anlageklasse, dass die Börse der Konjunktur vorausläuft", hieß es von der Deutschen Bank. Daher dürfte bereits eine leichte Rezession eingepreist sein. „Sobald sich eine wirtschaftliche Erholung abzeichnet, sollten die Kurse steigen", sagte Stephan. "Rücksetzer könnten gute Einstiegschancen bieten."

Analysen & Artikel des Tages

DAX: "Deckel" bei 14430/14440 fliegt einfach nicht weg. Die DAX Tagesroute...

EUR/USD - Jetzt müssen die Bullen liefern

3+ NASDAQ 100 - Konsolidierung dauert an

Unternehmen & Branchen

Volkswagen will in der dritten Verhandlungsrunde über den Haustarif ein erstes Angebot vorlegen. Das kündigte eine Sprecherin des Unternehmens an. „Es ist ein konstruktives Angebot, was den Interessen des Unternehmens entspricht, aber auch den Belangen der Beschäftigten entsprechen wird." Der Verhandlungsführer der IG Metall, Thorsten Gröger, erklärte: „Unsere Erwartungshaltung ans Unternehmen ist, dass ein ordentliches Angebot auf den Tisch kommt, was so nah wie möglich an unseren Anforderungen ist, damit wir möglichst zügig auch Klarheit für die Beschäftigten haben."

Volkswagen AG Vz.
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Die insolvente Krypto-Börse FTX, die Eltern des Gründers Sam Bankman-Fried und Führungskräfte haben Dokumenten zufolge in den vergangenen Jahren 19 Immobilien im Wert von 121 Mio. Dollar auf den Bahamas gekauft, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Bei den meisten Objekten solle es sich um luxuriöse Strandanlagen handeln, wie aus den Grundbuchauszügen hervorgehe, hieß es. Die FTX-Pleite zieht derweil weitere Kreise. Der Digital-Asset-Broker Genesis hat die letzten Tage damit verbracht, mindestens 1 Mrd. Dollar an frischem Kapital zu beschaffen, und warnt, dass er möglicherweise ebenfalls Insolvenz anmelden muss, wenn seine Fundraising-Bemühungen scheitern sollten. Derweil gehören Quarterback der Tampa Bay Buccaneers, Tom Brady, und Steph Curry von den Golden State Warriors zu den Prominenten, gegen die eine texanische Aufsichtsbehörde wegen möglicher Verstöße gegen das Wertpapierrecht im Zusammenhang mit Werbung für FTX ermittelt.

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Die französische Großbank Société Generale und der US-Vermögensverwalter AllianceBernstein haben sich auf eine Partnerschaft geeinigt, die große Teile ihres Aktienhandels zusammenführt. Der französische Kreditgeber wird demnach 51 Prozent an dem Joint Venture halten, das Geschäft wird von London aus unter dem Namen Bernstein geführt.

Société Générale S.A.
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Die Ergebnisse für das dritte Quartal des US-Elektronik-Einzelhändlers Best Buy haben die Schätzungen der Analysten übertroffen. Der Konzern verzeichnete auch einen geringeren als erwarteten Rückgang bei den Ladenverkäufen. Preisnachlässe trugen dazu bei, dass die Kunden in die Geschäfte strömten, Best Buy hob in der Folge seine Prognose für das Gesamtjahr an.

Best Buy Co. Inc.
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Der US-Sportartikelhändler Dick's Sporting Goods meldete für das dritte Quartal einen überraschend hohen Gewinn sowie einen unerwarteten Anstieg der vergleichbaren Umsätze. Das Unternehmen hob seine Prognose für das Gesamtjahr an.

Dick's Sporting Goods Inc.
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Der US-Discounter Dollar Tree hat im vergangenen Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis besser abgeschnitten als erwartet. Der Discounter rechnet für das Gesamtjahr mit einem Ergebnis in der unteren Hälfte der bisherigen Prognosespanne.

Dollar Tree Inc.
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Starinvestor Carl Icahn wettet gegen GameStop: Icahn begann mit dem Aufbau von Short-Positionen Anfang 2021, als GameStop während des Höhepunkts des Meme-Aktienrausches in der Nähe seines Höchststandes von 483 Dollar notierte, und hält immer noch Wetten gegen die Aktien des Einzelhändlers, wie Bloomberg berichtet. Icahn spekuliere darauf, dass die GameStop-Aktie nicht auf der Grundlage von Fundamentaldaten gehandelt und weiter fallen werde, hieß es (s. auch hier: GAMESTOP - Starinvestor wettet auf fallende Kurse).

Gamestop Corp.
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Zoom Video hat seine Umsatzziele für das Gesamtjahr gesenkt. Die sich verlangsamende Nachfrage sowie Konkurrenzangebote machen dem Unternehmen zu schaffen. Die Videokonferenzplattform rechnet nun im Gesamtjahr mit einem Umsatz zwischen 4,37 und 4,38 Mrd. Dollar. Zuvor hatte Zoom 4,39 bis 4,40 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt. Der Ausblick für das bereinigte Ergebnis wurde demgegenüber auf 3,91 bis 3,94 Dollar je Aktie von zuvor 3,66 bis 3,69 Dollar erhöht.

Zoom Video Communications Inc.
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Die Deutsche Bank könnte bei ihrer Sparte für Leveraged Loans Einschnitte vornehmen. Das ist ein mögliches Ergebnis einer Analyse der Geschäftsbereiche mit schwacher Leistung, die Bankchef Christian Sewing nach Abschluss seiner dreijährigen Umstrukturierung vornimmt, berichtete die Börsen-Zeitung.

Deutsche Bank AG
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Aufgrund der sich eintrübenden Marktaussichten hat der Wohnkonzern TAG Immobilien die Dividende für das Jahr 2022 ausgesetzt. Die Inflationsentwicklung sowie stark gestiegene Zinsen wirkten sich in Form volatiler Kapitalmärkte und schwer einzuschätzender Investmentmärkte aus, teilte das Unternehmen zur Begründung mit. Durch die Aussetzung der Dividende solle die Kapital- und Finanzierungsbasis weiter gestärkt werden. Bislang hatte TAG Immobilien eine Auszahlung von 0,81 Euro je Aktie angekündigt. „In Verbindung mit den für 2023 bereits umgesetzten Refinanzierungsmaßnahmen wird damit die Kapital- und Finanzierungsbasis der Gesellschaft für die kommenden Jahre auf ein nachhaltig stabiles Fundament gestellt", sagte Finanzvorstand Martin Thiel. Weitere Eigenkapitalmaßnahmen seien nicht mehr erforderlich. Sobald sich die Kapital- und Investmentmärkte wieder normalisierten, wolle TAG ihre Dividendenzahlungen wiederaufnehmen.

TAG Immobilien AG
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Der schwedische Finanzinvestor Cevian will sich offenbar von Millionen Anteilen des Industrie- und Stahlunternehmens Thyssenkrupp trennen. Das schwedische Unternehmen biete rund 23,4 Mio. Anteile zum Preis von 5,15 Euro je Schein zum Verkauf an, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Preis bedeutet einen Abschlag von rund 4,7 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs von Montag.

ThyssenKrupp AG
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Der italienische Energieversorger Enel will durch milliardenschwere Beteiligungsverkäufe von seinen hohen Schulen runterkommen. Das Energieunternehmen plant laut einer aktuellen Mitteilung Verkäufe in Höhe von 21 Mrd. Euro. Am Dienstag findet auch ein Kapitalmarkttag des Konzerns statt. Bei Enel stehen Stand September netto Schulden von fast 70 Mrd. Euro in den Büchern.

ENEL S.p.A.
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Konjunktur & Politik

Die EU-Kommission will den Preis an der Gasbörse TTF künftig deckeln, wie aus einem Vorschlag der EU-Kommission vom Dienstag hervorgeht. Der Deckel soll für Gas gelten, das einen Monat im Voraus gehandelt wird und greifen, wenn der Preis zwei Wochen lang 275 Euro pro Megawattstunde übersteigt und gleichzeitig um mindestens 58 Euro über dem Weltmarktpreis für Flüssiggas (LNG) liegt. Der Mechanismus soll Preisspitzen vorübergehend abfangen, aber den Gaspreis nicht dauerhaft senken. Der Gashandel außerhalb der Gasbörse TTF und der sogenannte Spothandel wären von dem Preisdeckel nicht betroffen.

Die Verbraucherstimmung in der Eurozone hat sich im November stärker als erwartet aufgehellt. Der von der EU-Kommission erhobene Indikator stieg gegenüber dem Vormonat um 3,6 Punkte auf minus 23,9 Zähler. Erwartet wurde nur ein Anstieg auf minus 26,0 Punkte.

Der regionale US-Frühindikator Richmond Fed Manufacturing Index ist von minus 10 Punkten im Oktober wie erwartet auf minus 9 Punkte im November gestiegen.

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in den ersten Monaten des neuen Jahres mit dem Abbau ihrer billionenschweren Bilanz beginnt. Auf der kommenden Sitzung im Dezember sei ihm ein gemeinsames Verständnis der Währungshüter wichtig, dass der Bilanzabbau zur geldpolitischen Straffung gehöre, sagte Nagel im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). „Und dann gehe ich fest davon aus, dass das zu Beginn des Jahres 2023 auch losgehen wird“, so Nagel. Aus Sicht des Bundesbank-Präsidenten hat die Inflation trotz erster Entspannungssignale ihren Höhepunkt noch nicht überschritten. Belastbare Daten sprächen dafür, dass sich die Teuerungsrate noch eine zeitlang auf einem hohen Plateau bewegen werde, bevor es dann deutlicher nach unten gehen könnte.

China verschärft Corona-Maßnahmen. In Peking wurden Parks, Einkaufszentren sowie Museen geschlossen. Ab dem 24.11. sei ein negativer PCR-Test nötig, um öffentliche Gebäude wie Einkaufszentren, Hotels oder Regierungsgebäude zu betreten, so Regierungssprecher Xu Hejian.

Nach dem Kompromiss mit der Ampel-Koalition zum Bürgergeld hält die Union das Gesetz jetzt für akzeptabel. Zu seiner Überraschung sei die Ampel-Koalition sehr weitgehend bereit gewesen, Kompromisse zu machen, sagte der CDU-Vorsitzende Merz. „Damit ist das Gesetz, so wie es jetzt in dieser Form vorliegt, aus unserer Sicht zustimmungsfähig." Dies werde er, wenn der Vermittlungsausschuss dem Gesetz so zustimmen werde, auch der Unionsfraktion vorschlagen.

Nach einer am Dienstag vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichten Studie sehen sich mittlerweile rund 80 Prozent der Firmen in Deutschland durch Infrastrukturmängel in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. Das seien über 20 Prozentpunkte mehr als bei einer ähnlichen Befragung 2013. Am häufigsten geklagt wird über Probleme im Straßenverkehr. Häufiger geworden seien auch Probleme mit dem Schiffs- und Luftverkehr, berichtete das Institut.

Die Bundesregierung will bei der ab März 2023 geplanten Gaspreisbremse eine "Entlastungslücke" für die Monate Januar und Februar schließen. Der für März ermittelte Entlastungsbetrag soll auf die Monate Januar und Februar „gleichsam rückwirkend" erstreckt werden. Das geht aus einem am Dienstag vorgelegten Gesetzentwurf des Kanzleramts, des Finanz- sowie des Wirtschaftsministeriums vor. Die Preisbremsen sollen so gestaltet werden, dass sich Energiesparen lohnt, wie es aus Regierungskreisen hieß. Sie seien „einfach und pauschal".

Die deutsche Industrie rechnet in diesem Jahr nur mit einem leichten Wachstum. Die Produktion werde durch die hohen Energiepreise und durch Lieferengpässe erschwert, heißt es in einer Prognose des Bundesverbands der Deutschen Industrie, BDI. In diesem Jahr gebe es deshalb nur ein leichtes Produktionsplus von 0,25 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vorjahr.

Katar und China haben ein langfristiges Flüssiggasabkommen unterzeichnet. Qatar Energy will über 27 Jahre insgesamt 108 Mio. Tonnen LNG an den China-Konzern Sinopec liefern. Es handele sich um den längsten Gasliefervertrag in der Geschichte der Flüssiggasindustrie, erklärte Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi.

Peking hat die Bundesregierung vor einer „Politisierung" der Wirtschaftsbeziehungen gesandt. Dies stehe im Widerspruch zu den Grundsätzen der Marktwirtschaft und der internationalen Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. China hoffe, dass „die deutsche Seite ihre Beziehungen zu China auf objektive und rationale Weise entwickelt".

Finanzminister Christian Lindner hält steuerliche Entlastungen über das Jahr 2023 hinaus für nötig. Anreize für mehr Investitionen müsse es auch übernächstes Jahr noch geben, sagte Lindner im Bundestag. „Wir müssen ja die Konjunktur anschieben“. Die Opposition warf ihm vor, viel zu hohe Schulden zu machen und diese in Sondertöpfen zu verstecken.

Hiesige Firmen müssen ihre Investitionen in den Klimaschutz erhöhen, damit Deutschland seine selbstgesteckten Ziele erreichen kann. Nach einer KfW-Umfrage steckte die Wirtschaft 2021 rund 55 Mrd. Euro in Klimaschutzmaßnahmen im Inland. KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib sagte: „Das sind beeindruckende Summen, allerdings muss noch mehr passieren." Um Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, seien Gesamtinvestitionen von etwa 5 Billionen Euro hierzulande nötig.

Ein mutmaßlicher ukrainischer Angriff auf Öldepots am 18. November beim russischen Hafen Noworossijsk zeigt nach britischer Einschätzung die Verwundbarkeit der russischen Schwarzmeerflotte. „Jede Demonstration, dass die Ukraine die Fähigkeit besitzt, Noworossijsk zu bedrohen, würde eine weitere strategische Herausforderung für die Schwarzmeerflotte darstellen. Das würde den maritimen Einfluss Russlands im Schwarzen Meer weiter untergraben“, hieß es in London.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat die Koalitionspartner SPD und Grüne zu mehr Disziplin aufgerufen. Man habe sich (im Koalitionsvertrag) auf Dinge geeinigt, die man nun auch „zähneknirschend“ umsetzen müsse. „Dass jetzt aber ständig Grüne und die SPD kommen und neue Forderungen aufmachen, das geht nicht mehr. Wenn sich das nicht absehbar ändert, haben wir ein fundamentales Problem“ sagte Kubicki der „Bild“-Zeitung.

Die Kryptowelt muss strenger reguliert werden. Der Meinung ist angesichts des Zusammenbruchs der Cyberwährungsbörse FTX die Bank of England, so die "Börsen-Zeitung": "Wir sollten nicht warten, bis (die Kryptowelt) groß und vernetzt ist, um die notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen zur Verhinderung eines Kryptoschocks zu entwickeln, der eine viel stärker destabilisierende Wirkung haben könnte", warnte BoE-Vizechef Jon Cunliffe.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist angesichts der russischen Angriffe auf das ukrainische Stromnetz wegen des bevorstehenden Winters in großer Sorge. „Dieser Winter wird für Millionen von Menschen in der Ukraine lebensbedrohlich sein“, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. „Einfach ausgedrückt: In diesem Winter wird es ums Überleben gehen.“

Die US-Währungshüterin Loretta Mester befürwortet kleinere Zinsschritte ab dem kommenden Monat. „Ich glaube, wir können auf der nächsten Sitzung von den 75 Basispunkten absehen", sagte die Präsidentin des Fed-Bezirks von Cleveland dem Sender CNBC. Sie meine, das sei angebracht. Der Leitzins in den USA liegt in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Die nächste Fed-Sitzung findet Mitte Dezember statt.

Viele Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe haben bisher Erdgas mit nur geringen Einschränkungen der Fertigung eingespart. Das wird allerdings in der Zukunft schwerer, wie eine Umfrage des ifo Instituts ergeben hat. 59 Prozent der Firmen nutzen demnach Erdgas für ihre Produktionsprozesse. Davon hätten im vergangenen halben Jahr 75 Prozent Gas gespart, ohne die Produktion drosseln, fand das ifo Institut heraus. „Dieser hohe Anteil ist erfreulich, allerdings sind die Unterschiede zwischen den Branchen erheblich“, sagt Karen Pittel, die Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen. „Überdies scheint der Spielraum für weitere Einsparungen ohne Produktionsrückgang zunehmend ausgereizt.“

Bei der Deutschen Bundesbank muss zum Jahreswechsel ein wichtiger Posten neu besetzt werden: Per Ende Jahr läuft die Amtszeit von Vorstandsmitglied Johannes Beermann aus. Er ist für den Umbau der Bundesbank-Zentrale zu einem Campus zuständig, der wegen Verzögerungen und hoher Kosten für Schlagzeilen sorgte. Das Land Hessen, das das Vorschlagsrecht für die Besetzung hat, konnte sich bisher nicht auf einen Kandidaten einigen, wie das Handelsblatt berichtete. „Die Nachfolge von Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann ist noch nicht entschieden“, sagte der hessische Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) der Zeitung. Der Grund dafür sei Insidern zufolge, dass der kleinere Koalitionspartner in Hessen, die Grünen, Ansprüche angemeldet hätten.

China kämpft erneut gegen Corona-Ausbrüche. Die jüngsten Tageszahlen kommen knapp an die Rekordstände vom Frühjahr 2020 heran. Erneut kommen an den Märkten Befürchtungen hoch, dass große Lockdowns auch zu Schließungen von Fabriken und zur Unterbrechung von Lieferketten führen können.

Die ukrainischen Streitkräfte geben in ihrer neusten Veröffentlichung die Zahl in der Ukraine gefallener russischer Soldaten mit 85.000 an. Das sind 400 mehr als am Vortag. Die Zahl zerstörter oder eroberter russischer Panzer soll demnach bei knapp 2.900 liegen. Dazu kommen Tausende weitere Kampffahrzeuge sowie Fluggeräte. Internationale Beobachter schätzen die russischen Verluste deutlich geringer ein. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.


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