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20:17 Uhr, 21.02.2024

Fed erteilt baldigen Zinssenkungen erneut eine Absage

Die US-Notenbank Fed hat am Abend das Sitzungsprotokoll zum Zinsentscheid vom 31. Januar veröffentlicht. Baldigen Zinssenkungen erteilt die Fed darin erneut eine Absage. Stattdessen zeigten sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses besorgt wegen einer zu hoch bleibenden Inflation.

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Laut Protokoll äußerten einige Mitglieder des Offenmarktausschusses die Sorge, dass die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung stagnieren. Die meisten Mitglieder verwiesen auf das Risiko, dass die Zinsen zu schnell gesenkt werden könnten. Weitere Zinserhöhungen dürfte es aber nicht mehr geben, die Zinsen haben laut Fed voraussichtlich ihren Gipfel in diesem Zyklus erreicht.

Die US-Notenbank Fed hatte im Rahmen des Zinsentscheids am 31. Januar den Leitzins wie erwartet unverändert belassen. Der Leitzins liegt damit weiter in einer Spanne von 5,25 % bis 5,50 %. Baldigen Zinssenkungen erteilte die Fed bereits beim Zinsentscheid eine Absage. Man gehe nicht davon aus, dass eine Zinssenkung angemessen sei, „solange keine größere Zuversicht besteht, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung 2 % bewegt“, hatte es im Statement zum Zinsentscheid geheißen. Auf der Pressekonferenz hatte Fed-Chef Jerome Powell gesagt, dass es im März wahrscheinlich noch keine Zinssenkung geben werde, dass aber fast alle Mitglieder des Offenmarktausschusses mit Senkungen im Jahresverlauf rechnen.

Nach den jüngsten Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell hatte der Markt Zinssenkungen bei den nächsten beiden Zinsentscheiden im März und Mai bereits größtenteils ausgepreist. Inzwischen rechnet der Markt mit der ersten Zinssenkung erst für Juni, wie das CME FedWatch Tool zeigt. Im Kampf gegen die hohe Inflation hatte die US-Notenbank zwischen März 2022 und Juli 2023 den Leitzins um insgesamt 5,25 Prozentpunkte und damit so schnell angehoben wie seit rund 40 Jahren nicht mehr.

Fazit/Marktreaktion: Die US-Notenbank signalisiert mit dem am Abend veröffentlichten Protokoll zum Zinsentscheid erneut, dass es nicht zu baldigen Zinssenkungen kommen dürfte. Stattdessen zeigen sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses besorgt, dass die Inflation zu hoch bleiben könnte. In der Tat hatten die in der vergangenen Woche veröffentlichten Inflationsdaten gezeigt, dass sich die Inflationsrate möglicherweise im Bereich von 3 % und die Kerninflation knapp unter 4 % stabilisiert. Solange dies so ist, besteht für die Fed kein Spielraum für Zinssenkungen. Die Kursreaktionen zu dem am Abend veröffentlichten Fed-Protokoll fielen aber gering aus, da darin kaum neue Informationen zu finden waren.

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Über den Experten

Oliver Baron
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Experte für Anlagestrategien

Oliver Baron ist Finanzjournalist und seit 2007 als Experte für stock3 tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit Anlagestrategien, der Fundamentalanalyse von Unternehmen und Märkten sowie der langfristigen Geldanlage mit Aktien und ETFs. An der Börse fasziniert Oliver Baron besonders das freie Spiel der Marktkräfte, das dazu führt, dass der Markt niemals vollständig vorhersagbar ist. Der Aktienmarkt ermöglicht es jedem, sich am wirtschaftlichen Erfolg der besten Unternehmen der Welt zu beteiligen und so langfristig Vermögen aufzubauen. In seinen Artikeln geht Oliver Baron u. a. der Frage nach, mit welchen Strategien und Produkten Privatanleger ihren Börsenerfolg langfristig maximieren können.

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