Exklusive stock3 Plus Analyse: THE TRADE DESK – Ist die Abwärtsbewegung zu Ende?
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Die Aktie von The Trade Desk musste am 7. August nach den jüngsten Quartalszahlen erneut einen massiven Abverkauf hinnehmen. Wie hat sich das Chartbild seitdem entwickelt?
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Kurzporträt The Trade Desk
The Trade Desk betreibt eine cloudbasierte Plattform für programmatische Werbung, über die Werbekunden und Agenturen digitale Anzeigen datenbasiert planen, einkaufen und optimieren können. Das Unternehmen verdient vor allem an transaktionsabhängigen Gebühren auf das über die Plattform abgewickelte Werbevolumen.
The Trade Desk erzielte 2025 mit einem unverwässerten Gewinn von 0,92 USD je Aktie den bisherigen Rekordwert. Für das laufende Jahr erwarten Analysten einen Gewinneinbruch auf 0,40 USD je Aktie. In den bislang veröffentlichten ersten beiden Quartalen 2026 lag der unverwässerte Gewinn je Aktie zusammengerechnet um 0,06 USD unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Für 2027 erwarten Analysten im Durchschnitt einen weiteren Gewinnrückgang auf 0,24 USD je Aktie. Erst 2028 soll sich die Lage wieder verbessern und der Gewinn je Aktie auf 0,44 USD steigen.
Wie sieht das Chartbild aus?
Nach einer langen und massiven Rally erreichte die Aktie von The Trade Desk am 4. Dezember 2024 ihr aktuelles Allzeithoch bei 141,53 USD. Danach startete eine massive Abwärtsbewegung.
In dieser Bewegung entstanden drei sehr große Abwärtsgaps, nämlich am 13. Februar 2025, am 8. August 2025 und am 7. August 2026. Bei den ersten beiden Gaps verlor die Aktie von Schlusskurs zu Schlusskurs jeweils mehr als ein Drittel ihres Wertes, beim dritten rund ein Fünftel.
Am 7. August eröffnete die Aktie zudem unter der unteren Begrenzung der Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch. Sie markierte ein Tief bei 12,83 USD und erholte sich danach deutlich. Die untere Trendbegrenzung erwies sich jedoch als zu hohe Hürde.
Am 7. August wurde außerdem das höchste Handelsvolumen in der bisherigen Geschichte der Aktie verzeichnet. In Verbindung mit dem großen Abwärtsgap war dies ein Anzeichen für einen möglichen Sell-off. Am Ende einer Abwärtsbewegung kann es in einer letzten Panikwelle zu einem solchen Ausverkauf kommen. Fast alle Anleger, die in ihren Positionen noch eine gewisse Flexibilität haben, verkaufen. Anschließend kann der Verkaufsdruck schlagartig abebben. Ob damit tatsächlich ein finales Tief entstanden ist, muss allerdings die weitere Kursentwicklung bestätigen.
Seit diesem Tief bewegt sich die Aktie seitwärts. Im Hoch kletterte sie dabei auf 14,70 USD. Am Mittwoch fiel sie fast wieder auf das Tief bei 12,83 USD zurück und erholte sich anschließend leicht.
Bodenbildung möglich
Nach dem Sell-off vom 7. August versucht die Aktie von The Trade Desk, einen Boden auszubilden. Um diesen aus charttechnischer Sicht zu vollenden, müsste es zu einem stabilen Ausbruch über 14,70 USD kommen.
In diesem Fall wäre zunächst eine Erholung bis 16,70 USD und später bis 19,55 USD möglich. Sollte die Aktie auch über diese Hürde ausbrechen, wäre sogar Platz für eine Erholung in den Bereich um 32,10 USD und damit an das logarithmische 38,2%-Retracement der Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch.
Sollte die Aktie allerdings stabil unter 12,83 USD abfallen, könnte es zu einer weiteren Abwärtsbewegung bis 10,80 USD kommen. Dort liegt das logarithmische 61,8%-Retracement der Aufwärtsbewegung vom Allzeittief bis zum Allzeithoch.
Fazit: Die Aktie von The Trade Desk befindet sich in einem Bodenbildungsversuch. Dieser Versuch ist aber noch nicht erfolgreich abgeschlossen. Dafür wäre ein stabiler Ausbruch über 14,70 USD notwendig.

Wie könnte man die Aktie mit einem Hebelzertifikat handeln?
Da sich die Aktie in einem etablierten längerfristigen Abwärtstrend befindet, birgt eine Longposition höhere Risiken als in einem intakten Aufwärtstrend. Dennoch können sich gerade in solchen Werten interessante antizyklische Chancen ergeben.
Man würde zunächst einen Ausbruch über 14,70 USD abwarten und erst danach eine Position eröffnen. Dafür könnte man das Zertifikat mit der ISIN DE000JY1DAB0 verwenden.
Der mögliche Einstieg läge bei einem Aktienkurs von 14,90 USD. Dies entspräche laut Knock-out-Rechner aktuell einem Zertifikatskurs von 0,33 EUR. An den möglichen Kurszielen der Aktie lägen die errechneten Zertifikatswerte bei 0,72 beziehungsweise 1,81 EUR.
Den Stop-Loss würde man nach aktuellem Stand auf Höhe der Knock-out-Schwelle des ersten Zertifikats platzieren, also bei einem Aktienkurs von 12,55 USD. Dies entspräche einem Zertifikatswert von rund 0,12 EUR.
Die Position wäre hier nicht durch ein Knock-out-Ereignis, sondern durch eine separate Stop-Loss-Order abgesichert. Ein Stop-Loss bei 0,12 EUR garantiert allerdings keine Ausführung zu diesem Kurs. Bei einer Eröffnung mit einem Abwärtsgap unterhalb des Stop-Loss kann die tatsächliche Ausführung deutlich tiefer erfolgen. Der Verlust kann sich in einem solchen Fall bis hin zum Totalverlust ausweiten. Das kommt zwar selten vor, aber häufig genug, um bei der Planung des Trades berücksichtigt werden zu müssen.
In diesem Fall hätte sich bereits ein kleiner charttechnischer Boden ausgebildet, der als Unterstützung dienen könnte. Dieser Boden garantiert zwar ebenfalls keine Rally, würde die Wahrscheinlichkeit einer Erholungsbewegung aber erhöhen.
Tradingidee der Woche: Bullisches Szenario 🐂 📈
|
ISIN |
DE000JY1DAB0 |
|
Hebel |
5,64 |
|
KO-Schwelle |
11,221 USD |
|
Laufzeit |
Open End |
|
Einstieg (Limit) |
0,33 EUR |
|
Ausstieg (Ziel) |
0,72 EUR |
|
Stop-Loss |
0,12 EUR |
Erstveröffentlichung: 31. Aug. 2026 um 10:30 Uhr von Alexander Paulus



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