Kommentar
13:17 Uhr, 16.03.2026

Exklusive stock3 Plus Analyse: Iran, Notenbanken und NVIDIA im Fokus

Neben Zinsentscheiden der wichtigsten Notenbanken der Welt steht in der neuen Woche auch die GTC-Konferenz von NVIDIA mit der Keynote von CEO Jensen Huang im Fokus. Der Iran-Konflikt dürfte unterdessen weiter die Märkte belasten.

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Zu Beginn der neuen Woche geht der Iran-Krieg unvermindert weiter. Berichten zufolge wurde die iranische Hauptstadt Teheran am Montag erneut angegriffen. Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump der NATO in einem Interview mit der Financal Times damit gedroht, dass sie eine "sehr schlechte" Zukunft vor sich habe, wenn sie die USA nicht dabei unterstütze, die für Öl- und Gaslieferungen essenzielle Straße von Hormus zu sichern.


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Wie reagieren die Notenbanken auf den Iran-Krieg?

Angesichts der Unsicherheit über die Länge des Iran-Kriegs stiegen die Ölpreise zu Wochenbeginn weiter. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich am Montag zeitweise auf über 106 USD je Barrel. Entsprechend nervös bleiben die Aktienmärkte.

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Befürchtet wird ein Szenario, bei dem steigende Öl- und Gaspreise die Inflation anheizen und gleichzeitig die Konjunktur belasten. Bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus angespannt, dürfte der Preisdruck bei Energie die Inflationssorgen neu anfachen und die Hoffnungen auf sinkende Zinsen weiter dämpfen. Selbst wenn der Krieg schnell endet, bleibt die Lieferung von Energierohstoffen aus dem persischen Golf wohl für mehrere Wochen oder gar Monate beeinträchtigt, da wichtige Infrastruktur zerstört wurde.

Entsprechend stehen die Notenbanken in dieser Woche mit ihren Zinsentscheiden unter besonderer Beobachtung. Die US-Notenbank Fed verkündet ihren Zinsentscheid am Mittwochabend. Die Märkte rechnen mehrheitlich mit einer unveränderten Fed Funds Rate von 3,50 bis 3,75 %, achten aber vor allem auf den Ton von Jerome Powell und die neuen Projektionen. Noch wichtiger als der eigentliche Zinsentscheid dürfte damit die Frage werden, wie die Fed den Zielkonflikt zwischen höherem Inflationsdruck und nachlassender Konjunktur gewichtet.

Auch in Europa ist Stillhalten das Basisszenario für den EZB-Zinsentscheid am Donnerstag. Die meisten Volkswirte erwarten vorerst keine Änderungen bei den Leitzinsen. Nachdem sich die Inflation zuletzt bei knapp 2 % stabilisiert hat, die Kerninflation sich auf 2,4 % beschleunigt hat und der Iran-Konflikt die Teuerung eher weiter anheizen dürfte, gehen Beobachter vermehrt davon aus, dass die nächste Zinsanpassung der EZB eine Anhebung sein dürfte. Für den Zinsentscheid in dieser Woche wird dies aber so gut wie ausgeschlossen.

Aber nicht nur Fed und EZB entscheiden in der neuen Woche über die Leitzinsen. Zinsentscheide stehen auch bei der Bank of Japan, der Bank of England, der Schweizerischen Nationalbank (alle am Donnerstag) und einigen weiteren Notenbanken an.

Welche neuen KI-Highlights präsentiert NVIDIA?

Bei Unternehmensterminen steht vor allem der KI-Chipgigant NVIDIA im Fokus, der heute um 19:00 Uhr MEZ mit der Keynote von CEO Jensen Huang seine KI-Konferenz GTC eröffnet.

An der Wall Street dürften zudem vor allem die Quartalszahlen von Micron Technology am Mittwoch Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In Deutschland veröffentlicht am Donnerstagmorgen zudem der Immobilienkonzern Vonovia seinen Geschäftsbericht. Zum Wochenschluss dürfte dann das geplante Börsendebüt von Vincorion in Frankfurt Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Bei den Konjunkturdaten richtet sich der Blick hierzulande vor allem auf die ZEW-Konjunkturerwartungen am Dienstag. Gerade weil die Eskalation im Nahen Osten noch frisch ist, dürfte der Index besonders aufmerksam gelesen werden: Er könnte einen ersten Hinweis geben, wie stark sich der Ölpreisschock bereits in den Erwartungen der Finanzmarktprofis niederschlägt. Am Mittwoch werden in den USA die Erzeugerpreisdaten für Februar veröffentlicht. Die Erzeugerpreise gelten als vorlaufender Indikator für die Inflation.

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