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18:18 Uhr, 18.08.2026

Evening-Flash: Renditen auf Mehrjahreshoch – DAX gibt nach

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen steigt auf 3,25 % und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2011, der DAX gibt nach.

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Der DAX schloss am Dienstag mit 26.128,36 Punkten und einem Minus von 0,73 %. Steigende Renditen langlaufender Anleihen auf Mehrjahreshochs und ein festerer Ölpreis prägten das Bild, während der Halbleitersektor beiderseits des Atlantiks deutlich unter Druck steht. In den USA belasten zusätzlich schwache Konjunkturdaten aus dem Immobiliensektor.

Marktbericht

Der DAX schloss bei 26.128,36 Punkten und verlor 0,73 %. Belastend wirkt der Renditeanstieg am langen Ende: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen klettert auf 3,25 % und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2011, der Euro-Bund-Future fällt auf 123,75 Punkte. Höhere Zinsen treffen vor allem Wachstums- und Technologiewerte.

An der Wall Street setzt sich das Bild fort. Der S&P 500 notiert bei 7.706,23 Punkten und gibt 0,50 % nach, nach einem Vortagsschluss von 7.745,06 Punkten. Deutlich schwächer zeigt sich der Nasdaq 100 mit 29.555,05 Punkten und einem Minus von 1,47 %, gegenüber 29.995,38 Punkten am Vortag. Treiber der Divergenz ist der Ausverkauf im Halbleitersektor, wo der Philadelphia Semiconductor Index 5,5 % einbüßt. Hinzu kommen schwache US-Konjunkturdaten von den Baubeginnen und den schwebenden Hausverkäufen.

Am Ölmarkt zieht Brent um 0,59 % auf 91,41 USD je Barrel an. Anhaltende Störungen in der Straße von Hormus und geopolitische Spannungen halten den Risikoaufschlag hoch, was den Inflationsdruck verstärkt und den Renditeanstieg zusätzlich untermauert.

Gold gibt 1,12 % auf 4.423,7 USD nach. Bitcoin notiert 0,34 % höher bei 64.707,25 USD und läuft erstmals seit einer Woche wieder an die 65.000-USD-Zone heran; BlackRock bestätigt den langfristigen Investmentcase als unverändert intakt. EUR/USD tritt mit 1,16 und einem Plus von 0,03 % auf der Stelle, die besser als erwartet ausgefallenen ZEW-Konjunkturerwartungen bewegen den Kurs kaum.

Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
VERBIO Vereinigt.BioEnergie +4,66 %
Nemetschek +2,89 %
ATOSS Software +2,33 %
AIXTRON -8,56 %
SUSS MicroTec -7,68 %
Infineon Technologies -7,44 %

Der Renditeanstieg und die schwachen Vorgaben aus Asien treffen Europas Technologiesektor mit voller Kraft. AIXTRON und Infineon Technologies stehen im Zentrum der Abgaben, nachdem die US-Tech-Verluste durchschlagen und Warnungen vor wachsenden Kreditrisiken durch die hohen KI-Investitionen den Abgabedruck verstärken. Die Debatte über die Finanzierbarkeit der Rechenzentrumsoffensiven schlägt damit unmittelbar auf die Zulieferkette durch.

Dass die Investitionen dennoch weiterlaufen, zeigt die Schwarz-Gruppe: Sie steckt 11 Mrd. EUR in ein KI- und Cloud-Rechenzentrum in Lübbenau mit rund 200 MW Leistung. Start ist Ende 2027, die Abwärme soll ab 2028 in das lokale Fernwärmenetz fließen. Vom Nachfrageschub aus dem Energiesektor profitiert Asta Energy Solutions: Das Unternehmen hebt die Ebitda-Prognose 2026 auf 60 bis 64 Mio. EUR an, zuvor waren 55 bis 59 Mio. EUR angesetzt, die Aktie legt um 7,6 % auf 56,40 EUR zu.

Auf der anderen Seite stehen Restrukturierungen. Nokia baut den Großteil seiner Belegschaft in Festlandchina ab und schließt Standorte bis Ende 2026, Grund ist das anhaltend rückläufige China-Geschäft. Lufthansa bestätigt einen Beinahe-Unfall eines Airbus A380 bei der Landung in München, der zu früh aufsetzt, alle 351 Passagiere bleiben unverletzt. Bei Daimler Truck spricht ein Landesarbeitsgericht einer Managerin in einem Entgeltdiskriminierungsstreit rund 210.000 EUR Nachzahlung für die Jahre 2018 bis 2022 zu.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Targa Resources +8,21 %
Gartner +7,50 %
GoDaddy +5,90 %
Ciena -12,57 %
Lumentum Holdings -12,13 %
Marvell Technology Grp -9,69 %

Vorbörslich meldet Home Depot (Aktuelle Analyse) Zahlen über den Erwartungen: Der Umsatz steigt auf 47,86 Mrd. USD und liegt über dem Konsens von 47,24 Mrd. USD, das bereinigte EPS erreicht 4,92 USD gegenüber erwarteten 4,73 USD.

Den Ton setzt gleichwohl der Technologiesektor. Steigende Anleiherenditen und der festere Ölpreis belasten die Bewertungen, dazu kommen Zweifel an der Finanzierbarkeit der hohen KI-Investitionen. Amazon (Aktuelle Analyse) hält am Expansionstempo fest und erhöht die Investitionen in Rechenzentren in Louisiana von 12 auf 18 Mrd. USD, inklusive eines dritten Campus. Bei Nebius Group hebt DA Davidson das Kursziel von 175 auf 250 USD an, bleibt aber bei neutraler Einstufung.

Im Übernahmesegment bleibt es lebhaft: Laut Wall Street Journal bietet KKR 42,50 USD je Aktie für UGI, und Francisco Partners übernimmt Weave für rund 650 Mio. USD beziehungsweise 7,40 USD je Aktie in bar; der Abschluss wird für das vierte Quartal erwartet. Apple öffnet den App Store in der EU ab Oktober für mehr Vertriebs- und Zahlungsfreiheit der Entwickler, nachdem 2025 eine DMA-Strafe von 500 Mio. EUR verhängt wurde. Bei Tesla bekräftigt GLJ-Research-Analyst Gordon Johnson sein Verkaufsrating mit einem Kursziel von 24,86 USD und verweist auf schwache FSD-Daten sowie Zweifel am Robotaxi-Versprechen.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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