Evening-Flash: Nahost-Eskalation treibt Gold und Öl – DAX hält sich im Plus
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Der DAX schließt mit einem moderaten Plus von 0,34 % bei 25.155 Punkten, während die Nahost-Eskalation Gold und Öl kräftig antreibt. An der Wall Street notieren S&P 500 und Nasdaq 100 kaum verändert, im Fokus stehen ein milliardenschwerer KI-Deal zwischen AMD und Anthropic sowie eine Reihe solider Quartalsergebnisse.
Marktbericht
Der DAX schloss bei 25.155,41 Punkten und legte um 0,34 % zu. Getragen wurde der Anstieg von Gewinnen bei europäischen Tech- und Finanzwerten, während Restrukturierungskosten im Telecom-Sektor und die Nahost-Spannungen gegensteuerten.
Der S&P 500 notiert bei 7.523,47 Punkten, ein Plus von 0,19 % gegenüber dem Vortagsschluss von 7.509,20. Der Nasdaq 100 bewegt sich mit 29.165,20 Punkten kaum verändert gegenüber dem Vortagsschluss von 29.155,18, ein Plus von 0,03 %.
Bitcoin gibt um 0,71 % auf 66.033,91 USD nach. EUR/USD notiert bei 1,14, ein minimales Plus von 0,04 %; die EZB hat den Referenzkurs auf 1,1408 USD festgesetzt, einen Tag vor der Zinsentscheidung am Donnerstag.
Gold zieht deutlich an und notiert mit einem Plus von 2,08 % bei 4.161,30 USD je Feinunze. Brent legt um 2,77 % auf 93,53 USD je Barrel zu und erreichte im Tagesverlauf mit 95,57 USD den höchsten Stand seit Mitte Juni. Getrieben werden beide Preise von US-Angriffen auf iranische Ziele und den Spannungen an der Straße von Hormus.
Europa
Tops & Flops Europa (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| Airbus | +6,89 % |
| DEUTZ | +6,11 % |
| GEA Group | +5,49 % |
| Siemens Energy | -3,79 % |
| SAP | -3,62 % |
| CANCOM | -2,73 % |
flatexDEGIRO ist der klare Gewinner des Tages im MDax: Das Unternehmen meldet für das zweite Quartal ein Konzernergebnis von 61,3 Mio. EUR, ein Plus von 55 % gegenüber dem Vorjahr und deutlich über dem Analystenkonsens von 53,8 Mio. EUR. Daraufhin hebt es die Jahresprognose für das Konzernergebnis auf 200 bis 230 Mio. EUR an und bestätigt das Umsatzziel von rund 650 Mio. EUR. Die Aktie legt um 3,4 % zu.
Airbus (Aktuelle Analyse) zieht ebenfalls kräftig an: Der Konzern hebt seine mittelfristigen Gewinnziele an und kündigt ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. EUR an, was Analysten zu einer Reihe von Kurszielerhöhungen sowie einer Hochstufung durch die LBBW auf Buy veranlasst. Im Sog der positiven Unternehmensmeldungen übertrifft auch GEA Group die Erwartungen im abgelaufenen Quartal und hebt die Jahresprognose für Umsatzwachstum und Ebitda-Marge an, was ebenfalls Kurszielerhöhungen nach sich zieht.
Auf der anderen Seite steht O2 Telefónica unter Druck: Der Konzern kündigt den Abbau von bis zu 1.100 Vollzeitstellen bis Ende 2026 sowie die Schließung von 60 Shops an und bildet Rückstellungen von 265 Mio. EUR. Ab 2028 sollen jährliche Kosteneinsparungen von rund 185 Mio. EUR anfallen.
Siemens Energy setzt derweil seine Talfahrt fort, nachdem Schwächen in der Windkraftsparte von GE Vernova die gesamte Windenergiebranche belasten. SAP steht vor seinen Halbjahreszahlen ebenfalls im Fokus: Analysten sehen wegen KI-Agenten strukturelle Risiken für das SaaS-Modell und stellen offene Fragen zur Plattformstrategie.
Abseits der Kursbewegungen liefert die M&A-Front gleich zwei relevante Meldungen: Nestlé steht laut Financial Times kurz vor einer Einigung mit Platinum Equity über ein 50/50-Joint Venture zum Teilverkauf des europäischen Wassergeschäfts, darunter Perrier und San Pellegrino, mit einer erwarteten Bewertung von rund 5 Mrd. CHF. Beim britischen Logistikimmobilienspezialisten Segro signalisiert der Vorstand Zustimmung zu einem vierten Übernahmeangebot von Prologis, das die Aktien inklusive Dividenden mit bis zu 1.054,3 Pence bewertet; Prologis muss bis 12. August 2026 eine verbindliche Offerte ankündigen oder vom Vorhaben Abstand nehmen.
USA
Tops & Flops USA (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| Super Micro Computer | +27,50 % |
| Westinghouse Air Br. Tech.Corp Registered Shares DL -,01 | +13,03 % |
| Dell Technologies | +10,81 % |
| GE Vernova | -7,86 % |
| TE Connectivity | -7,65 % |
| Roper Technologies | -7,16 % |
Auf der Earnings-Seite übertreffen Philip Morris International (Aktuelle Analyse) und Moody's die Erwartungen klar: Philip Morris meldet einen Umsatz von 11,2 Mrd. USD gegenüber einer Konsensschätzung von 10,60 Mrd. USD, Moody's erzielt ein bereinigtes EPS von 4,68 USD bei einer Schätzung von 4,26 USD. Teledyne Technologies (Aktuelle Analyse) übertrifft ebenfalls die Konsenserwartungen deutlich, sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten EPS. AT&T (Aktuelle Analyse) verfehlt beim Umsatz knapp die Schätzung, übertrifft jedoch beim verwässerten EPS aus fortgeführten Geschäften mit 0,66 USD die Erwartung von 0,59 USD.
Das dominierende Thema im US-Technologiesektor ist der KI-Infrastrukturmarkt. AMD (Aktuelle Analyse) unterzeichnet mit Anthropic einen Multi-Gigawatt-Deal über mehrere zehn Mrd. USD für MI450-Systeme und investiert zusätzlich bis zu 5 Mrd. USD direkt in das KI-Unternehmen. In diesen Kontext fügt sich die Meldung, dass OpenAI seine Rechenausgaben-Prognose bis 2030 auf rund 750 Mrd. USD anhebt und massive Cloud-Kapazitäten bei Oracle, AWS und Microsoft Azure sichert. Super Micro Computer überrascht mit einer deutlichen Anhebung der Q4-Bruttomargen-Prognose und meldet einen Rekordauftragsbestand von über 60 Mrd. USD, was auch Dell Technologies als potenziellen Mitprofiteur in den Fokus rückt, da verbesserte Margen auf stärkere Nachfrage nach traditionellen Servern hindeuten könnten.
Schwächer zeigt sich hingegen GE Vernova (Aktuelle Analyse): Trotz einer Guidance-Anhebung enttäuscht das GAAP-EPS die Erwartungen, und die Windkraftsparte schreibt weiter hohe Verluste bei sinkendem Auftragseingang. Das belastet auch Siemens Energy auf der europäischen Seite. Amazon gerät nach der Meldung über Stellenstreichungen in der AGI-Abteilung unter Druck, dem jüngsten Schritt in einer Serie von Personalabbaumaßnahmen seit den Kürzungen von 16.000 Stellen im Januar. ServiceNow steht vor der Veröffentlichung seiner Q2-Zahlen; Morgan Stanley und Bank of America sehen ein solides Setup mit stabiler KI-Produktadoption und einem anvisierten Vertragswert von 1,5 Mrd. USD für KI-Services im laufenden Jahr.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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