AT&T: Glasfaser-Rekord und beschleunigte Aktienrückkäufe
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AT&T liefert im zweiten Quartal 2026 das stärkste kombinierte Wachstum bei Glasfaser und Fixed Wireless seit Jahren und übertrifft die Gewinnerwartungen klar – der Nettoschuld-Berg von 126,4 Mrd. USD bleibt dabei die strukturelle Nebenbedingung, die jeden Fortschritt einrahmt.
AT&T meldet für das zweite Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 31,6 Mrd. USD, ein Plus von 2,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit bleibt das Unternehmen knapp unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 31,80 Mrd. USD, hält sich aber nah am Konsens. Beim Gewinn fällt das Bild deutlich besser aus: Das bereinigte verwässerte EPS (Adjusted EPS) steigt von 0,54 USD im Vorjahr auf 0,65 USD und übertrifft die Schätzung von 0,59 USD damit spürbar. Das GAAP-verwässerte EPS aus dem fortgeführten Geschäft liegt bei 0,66 USD, gegenüber 0,62 USD im Vorjahreszeitraum. Die Differenz zwischen GAAP- und bereinigtem EPS erklärt sich aus mehreren gegenläufigen Posten: Ein Steuervorteil von 0,05 USD wird herausgerechnet, was das bereinigte EPS senkt, während ein Asset-Abandonment-Charge von 0,03 USD sowie sonstige Posten von 0,01 USD gegenläufig wirken – per saldo ergibt sich eine Nettoanpassung von minus 0,01 USD. Das bereinigte EBITDA steigt um 5,2 % auf 12,3 Mrd. USD, der Free Cashflow wächst von 4,4 Mrd. USD auf 4,7 Mrd. USD.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von AT&T INC.. (Quelle: Unternehmensangaben)
Advanced Connectivity trägt die Equity-Story
Das Segment Advanced Connectivity, das Glasfaser, Fixed Wireless und das Mobilfunkgeschäft bündelt, ist der eigentliche Wachstumsmotor. Die Serviceerlöse des Segments legen um 5,1 % auf 23,5 Mrd. USD zu, das operative Ergebnis springt um 20,3 % auf 7,3 Mrd. USD, die EBITDA-Marge verbessert sich von 40,5 auf 42,0 %. Besonders auffällig: AT&T verzeichnet 646.000 Netto-Neuzugänge im Internetbereich, davon 367.000 über Glasfaser und 279.000 über Fixed Wireless – laut Unternehmen das stärkste kombinierte Quartal für diese beiden Technologien überhaupt. Hinzu kommen 432.000 Netto-Neuzugänge bei Postpaid-Mobilfunk mit einer Churn-Rate von nur 0,86 %. Dass 42,5 % der Heiminternet-Kunden gleichzeitig einen AT&T-Mobilfunkvertrag halten, zeigt, wie weit die Konvergenzstrategie bereits greift und wie stabil die Kundenbindung dadurch wird.
Beim Glasfaserausbau überschreitet AT&T die Marke von 38,6 Mio. versorgten Standorten und bleibt damit auf Kurs für das Ziel von über 40 Mio. bis Ende 2026. Einen Teil des Wachstums verdankt das Unternehmen dem im ersten Quartal abgeschlossenen Zukauf des Massenmarkt-Glasfasergeschäfts von Lumen – ohne diesen Akquisitionsbeitrag wäre das Wachstum bei Advanced Home Internet etwas weniger ausgeprägt ausgefallen.
Legacy schrumpft planmäßig – aber der Abbau kostet
Das Legacy-Segment, das die auslaufenden Kupfernetz-Dienste umfasst, verliert 25,9 % seines Umsatzes auf 1,6 Mrd. USD. Das operative Ergebnis halbiert sich nahezu auf 523 Mio. USD. Das ist kein Drama, sondern Strategie: AT&T will das Kupfernetz bis Ende 2029 weitgehend abschalten. Solange die Fixkosten schneller sinken als die Erlöse, bleibt das Segment profitabel – doch das Legacy-EBITDA soll nach 2027 ins Negative drehen, bis die direkten Betriebskosten vollständig eliminiert sind. Das ist eine bewusst akzeptierte Übergangsbelastung, die Investoren im Blick behalten sollten.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
AT&T bestätigt sämtliche Prognosen für 2026 und den Mehrjahreszeitraum bis 2028 ohne Abstriche. Für das laufende Jahr hält das Unternehmen an einem bereinigten EPS von 2,25 bis 2,35 USD fest – eine Spanne, die den Analystenkonsens von 2,32 USD einschließt, ohne ihn klar zu übertreffen. Der Free Cashflow soll 2026 mindestens 18 Mrd. USD erreichen, 2027 mindestens 19 Mrd. USD und 2028 mindestens 21 Mrd. USD. Das bereinigte EBITDA soll 2026 um 3 bis 4 % wachsen, ab 2028 dann um 5 % oder mehr.
Bemerkenswert ist die Ankündigung, das Tempo der Aktienrückkäufe zu beschleunigen: AT&T will 2026 nun rund 10 Mrd. USD an eigenen Aktien zurückkaufen. Das Management signalisiert damit Zuversicht in die Cashflow-Generierung. Zugleich bleibt der Nettoschuld-Berg von 126,4 Mrd. USD die dominierende Nebenbedingung der gesamten Kapitalallokation. Das Ziel, die Nettoverschuldung in Relation zum bereinigten EBITDA auf rund das 2,5-Fache zu senken, ist auf einen Zeitraum von etwa drei Jahren nach dem EchoStar-Abschluss datiert – das lässt wenig Spielraum für strategische Überraschungen.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 125,65 Mrd. USD | 129,63 Mrd. USD | 132,64 Mrd. USD |
| EPS | 3,04 USD | 2,32 USD | 2,54 USD |
*e = erwartet, Erwartungen basieren bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten
Fazit: AT&T liefert ein operativ überzeugendes Quartal: Das Glasfasergeschäft wächst schneller als erwartet, die Margen im Kerngeschäft verbessern sich spürbar, und das bereinigte EPS übertrifft den Konsens klar. Die Guidance wird nicht nur bestätigt, sondern durch die Rückkauf-Beschleunigung auf 10 Mrd. USD mit einem konkreten Kapitalrückführungssignal unterlegt. Auf der anderen Seite bleibt der Schuldenberg die strukturelle Bremse: Solange die Nettoverschuldung bei über 126 Mrd. USD liegt, ist jede Kapitalallokationsentscheidung ein Balanceakt. Wer auf stabile Cashflows und eine schrittweise Entschuldung setzt, findet hier eine klare, gut nachvollziehbare Equity-Story – das Tempo der Transformation verlangt allerdings Geduld.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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