PHILIP MORRIS: IQOS bleibt Wachstumstreiber, US-Geschäft enttäuscht
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Philip Morris International (PMI) übertrifft im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen deutlich und knackt erstmals die 11-Milliarden-USD-Marke beim Quartalsumsatz, getragen von einem IQOS-Wachstum, das selbst Gegenwind aus Japan und Polen wegsteckt. Das bereinigte verwässerte EPS übertrifft den Konsens klar, doch ein nicht-zahlungswirksamer Abschreibungseffekt trübt das GAAP-Bild erheblich.
Der Konzernumsatz steigt im zweiten Quartal um 10,4 % gegenüber dem Vorjahr auf 11,2 Mrd. USD und übertrifft damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 10,60 Mrd. USD spürbar. Organisch, also bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen, beläuft sich das Wachstum auf 7,6 %. Das bereinigte verwässerte EPS klettert von 1,91 USD auf 2,20 USD, ein Plus von 15,2 %, und liegt damit deutlich über dem Konsens von 2,04 USD. Ohne den 3-Cent-Rückenwind aus Währungseffekten wären es immer noch 13,6 % gewesen. Das berichtete verwässerte EPS hingegen fällt von 1,95 USD auf 1,80 USD, belastet durch eine nicht-zahlungswirksame Abschreibung auf die Beteiligung an der kanadischen Tochter RBH in Höhe von 511 Mio. USD, was 33 Cent je Aktie entspricht. Dieser Einmaleffekt verzerrt das GAAP-Ergebnis erheblich und ist für die Beurteilung der operativen Ertragskraft nicht maßgeblich.
Das bereinigte operative Ergebnis wächst um 12,4 % auf 4,77 Mrd. USD, die bereinigte operative Marge verbessert sich um 0,7 Prozentpunkte auf 42,6 %. Das zeigt, dass die Margenexpansion kein Zufallsprodukt ist, sondern aus Preissetzungskraft und einem günstigeren Produktmix resultiert.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Philip Morris International Inc.. (Quelle: Unternehmensangaben)
Das internationale Rauchfrei-Geschäft trägt den Löwenanteil
Der mit Abstand stärkste Wachstumstreiber ist das internationale Rauchfrei-Segment: Umsatz plus 14,2 % auf 3,9 Mrd. USD, organisch plus 11,8 %, Bruttogewinn organisch plus 14,6 %. IQOS, das Herzstück des Portfolios, gewinnt 0,2 Prozentpunkte Marktanteil und hält nun 9,2 % der kombinierten Zigaretten- und HTU-Industrievolumina in den Märkten, in denen das Produkt verfügbar ist. Die Shipment-Volumen der Heizstäbe (HTU) wachsen um 7,6 %, die bereinigten In-Market-Sales um 5,1 %.
Dabei erzeugten Japan und Polen als zwei der wichtigsten Märkte im Quartal Gegenwind: In Japan führte eine Preiserhöhung infolge einer Verbrauchsteuererhöhung zu einem vorübergehenden Lagerabbau beim Handel, in Polen wirkte sich ein Verbot charakterisierender Aromen aus. Bereinigt um diese beiden Märkte wuchsen die bereinigten In-Market-Sales um 10 %. Das Management bewertet diese Effekte ausdrücklich als vorübergehend, und die Quartalszahlen stützen diese Lesart: In Europa insgesamt wuchsen die bereinigten In-Market-Sales um 5,1 %, in allen anderen Regionen außerhalb Europas und Japans sogar um 14,4 %. IQOS hält in Japan trotz der Verwerfungen einen Kategorie-Marktanteil von 68 % im Juni.
Das E-Vapor-Produkt VEEV liefert mit einem Shipment-Wachstum von 55,1 % zwar starke Wachstumsraten, kommt aber von einer kleinen Basis. Relevanter für die Equity-Story ist, dass PMI die Profitabilität dieses Segments nach eigenen Angaben zunehmend verbessert.
Das US-Geschäft bleibt der wunde Punkt
Das US-Segment enttäuscht: Der Umsatz sinkt organisch um 0,9 % auf 856 Mio. USD, der bereinigte Bruttogewinn bricht um 8,9 % organisch ein. ZYN, das Nicotinpouch-Flaggschiff, liefert zwar stabile bis leicht wachsende Offtake-Volumina, doch Rückgänge im Zigarrengeschäft und ungünstige Phaseneffekte im Wellness-Bereich belasten das Gesamtbild. Hinzu kommen höhere Produktionskosten durch den Kapazitätsausbau. PMI plant, die US-Investitionen in der zweiten Jahreshälfte zu beschleunigen, um das ZYN-Portfolio zu stärken und die Markteinführung von IQOS ILUMA vorzubereiten. Das ist strategisch nachvollziehbar, bedeutet aber kurzfristig weiteren Margendruck im Segment. Immerhin erteilte die FDA im Juni die Modified Risk Tobacco Product-Zulassung für 20 ZYN-Varianten, was die regulatorische Absicherung des Produkts deutlich stärkt.
Das internationale Verbrennungsgeschäft entwickelt sich solide: Umsatz plus 9,8 % auf 6,5 Mrd. USD, organisch plus 6,4 %, getragen von einer außergewöhnlich starken Preiskomponente von 10,0 %. Marlboro gewinnt 0,3 Prozentpunkte Marktanteil und erreicht mit 11,0 % seinen Rekordwert in der Kategorie.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
PMI passt die Jahresprognose für das bereinigte verwässerte EPS ausschließlich währungsbedingt an: Die neue Spanne lautet 8,26 bis 8,41 USD, gegenüber dem Vorjahreswert von 7,54 USD entspricht das einem Wachstum von 9,5 bis 11,5 %. Währungsbereinigt sind es 7,5 bis 9,5 %. Die Anpassung gegenüber der früheren Prognose ist ausschließlich währungsbedingt: Transaktionsgewinne im zweiten Quartal werden durch Translationseffekte des stärkeren US-Dollars für das Gesamtjahr mehr als aufgewogen, sodass der Währungsrückenwind von zuvor 20 Cent auf nun 15 Cent schrumpft.
Für das dritte Quartal erwartet PMI ein bereinigtes verwässertes EPS von 2,20 bis 2,25 USD, einschließlich eines geschätzten Währungsgegenwinds von 8 Cent. Das organische Umsatzwachstum soll im Gesamtjahr 5 bis 7 % betragen, das organische Wachstum des operativen Ergebnisses 7 bis 9 %. PMI erhöht die Volumenprognose leicht: Statt "broadly stable", also "weitestgehend stabil" erwartet PMI nun "broadly stable to slightly growing", also "weitgehend stabil bis leicht wachsend" für die Gesamtvolumina. Das signalisiert, dass das Momentum im Rauchfrei-Geschäft die Rückgänge bei Zigaretten zunehmend kompensiert.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 40,65 Mrd. USD | 43,31 Mrd. USD | 45,90 Mrd. USD |
| EPS | 7,26 USD | 8,38 USD | 9,14 USD |
*e = erwartet, Erwartungen basieren bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten
Fazit: Philip Morris liefert ein operativ starkes Quartal, in dem das internationale IQOS-Geschäft seine Rolle als Wachstumsmotor eindrucksvoll bestätigt und der Konzern erstmals die 11-Milliarden-Dollar-Umsatzschwelle überquert. Das bereinigte verwässerte EPS übertrifft den Konsens um 16 Cent, die Margenentwicklung ist sauber, und die angehobene Jahresprognose signalisiert Zuversicht. Auf der anderen Seite bleibt das US-Segment mit organisch schrumpfendem Umsatz und deutlich einbrechender Marge eine Baustelle, und die geplante Investitionsbeschleunigung in der zweiten Jahreshälfte wird den Ergebnisdruck dort kurzfristig nicht mindern. Die Zahlen untermauern die Transformation zur Rauchfrei-Company glaubwürdig, und bei einem KGV von 24 spiegelt die Bewertung der Philip-Morris-Aktie die Qualität des Geschäfts wider, ohne viel Spielraum für Enttäuschungen zu lassen.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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