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18:18 Uhr, 11.09.2026

Evening-Flash: DAX legt zu, Ölpreis fällt – Techwerte treiben Wall Street

Der DAX schließt 0,94 % höher bei 25.568,56 Punkten: Fallende Ölpreise und starke Cloud-Umsätze von Oracle treiben auch S&P 500 und Nasdaq 100 an.

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Der DAX beendet die Woche mit einem Aufschlag von 0,94 % bei 25.568,56 Punkten, gestützt vom deutlich nachgebenden Ölpreis. In den USA treiben ein schwächeres Konsumklima und eine überraschend gestiegene Kern-Inflation die Zinserwartungen nach oben, während S&P 500 und Nasdaq 100 zulegen, angeführt von Technologiewerten rund um Oracle und Dell.

Marktbericht

Der DAX schließt bei 25.568,56 Punkten und legt 0,94 % zu. Gestützt haben ihn der spürbar nachgebende Ölpreis, der den Inflationsdruck auf Industrie und Konsum dämpft, sowie die Stärke der Technologiewerte im Gefolge starker Cloud-Infrastrukturumsätze von Oracle. Gegen den Trend wirkten schwache Ausblicke aus dem Software- und Einzelhandelssektor.

An der Wall Street notiert der S&P 500 bei 7.669,25 Punkten und gewinnt 1,02 %, nach einem Vortagsschluss von 7.591,70 Punkten. Der Nasdaq 100 steht bei 29.423,26 Zählern und legt 1,10 % zu, gegenüber 29.103,51 Punkten am Vortag.

Bitcoin notiert bei 77.731,55 USD und steigt 1,56 %, bleibt auf Wochensicht aber rund 5 % im Minus, belastet von den gestiegenen Erwartungen an eine Fed-Zinserhöhung. Am Deribit laufen Optionen im Volumen von 3 Mrd. USD auf Bitcoin und Ethereum aus, Ethereum gewinnt 7,74 % auf 2.625 USD. EUR/USD liegt bei 1,16 und gibt 0,09 % nach, der EZB-Referenzkurs lautet 1,1592 USD. Der Markt preist nach dem schwächeren Konsumklima und der höheren Kern-Inflation eine Wahrscheinlichkeit von 85 % für eine Zinserhöhung am 15./16. September ein.

Gold notiert bei 4.413,60 USD je Feinunze und legt 0,14 % zu, gestützt von den fallenden Ölpreisen. Brent gibt 2,18 % auf 105,28 USD nach: Die IEA warnt vor einem schwächeren Nachfragewachstum im Jahr 2026, während Blockaden in der Straße von Hormus die Lieferrisiken hoch halten.

Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
Infineon Technologies +4,18 %
thyssenkrupp +2,79 %
Siemens +2,48 %
flatexDEGIRO -7,76 %
LANXESS -5,74 %
K+S Aktiengesellschaft -3,97 %

Im Zentrum steht SAP: Die Aktie gleicht nach einem zwischenzeitlichen Einmonats-Tief das Minus wieder aus. Zunächst belastet die unerwartet vorsichtige Umsatzprognose von Adobe die europäischen Softwarewerte, anschließend stützen die über den Schätzungen liegenden Cloud-Infrastrukturumsätze von Oracle.

Bei Puma setzt sich die Schwäche fort. Die Aktie verliert 2,8 % und markiert den tiefsten Stand seit Ende März, nachdem Vertriebsvorstand Bäumer geht und eine Personalie für das Europageschäft platzt; RBC senkt das Kursziel von 25 auf 23 EUR. flatexDEGIRO notiert 7,8 % schwächer, nachdem Aufsichtsratschef Hans-Hermann Lotter sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegt und spätestens im Oktober ausscheidet.

Aus der Industrie kommt eine Investitionszusage: Stellantis steckt mehr als 1 Mrd. EUR in die Transporter-Produktion und in Forschung und Entwicklung im nordfranzösischen Werk Hordain, holt Fertigungsschritte zurück und will bis 2028 jährlich 6 Mrd. EUR einsparen. Bei Volkswagen zieht die IG Metall nach dem Aufsichtsratsbeschluss zu einem verschärften Sparkurs eine Klausel aus dem Zukunftstarifvertrag und fordert Gespräche bis Ende September.

Politisch bleibt die Bankenkonsolidierung das Thema: Das Bundesfinanzministerium spricht mit UniCredit-Chef Orcel sowie mit Commerzbank und Betriebsrat über die geplante Übernahme, nachdem sich UniCredit Zugriff auf fast 50 % der Anteile gesichert hat. Berlin und Hessen pochen auf Börsennotierung, Sitz und Vorstand in Frankfurt. Bei Ceconomy will JD.com laut einem Bericht verbesserte Zugeständnisse anbieten, um die EU-Bedenken gegen die 2,2 Mrd. EUR schwere Übernahme auszuräumen. GSK schließt seinen Standort Dresden bis Sommer 2028 wegen rückläufiger Nachfrage und Überkapazitäten, rund 650 Beschäftigte sind betroffen.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Skyworks Solutions +12,60 %
Moderna +10,75 %
Flex +9,31 %
FactSet Research Systems -8,76 %
Copart -7,22 %
Oracle -4,26 %

Kroger meldet ein bereinigtes EPS von 1,09 USD und übertrifft damit den Konsens, senkt aber die Jahresprognose für das vergleichbare Umsatzwachstum auf 0,2 bis 0,8 %; die Aktie gibt nach. Auch Macy's übertrifft mit dem Quartalsgewinn die Erwartungen, überzeugt die Anleger angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit aber nicht.

Der Tag gehört den Technologiewerten. Oracle übertrifft mit den Cloud-Infrastrukturumsätzen des ersten Geschäftsquartals die Schätzungen und wächst um rund 30 %, Oppenheimer bestätigt das Outperform-Rating mit Kursziel 275 USD. Zuletzt notiert die Aktie 4,3 % schwächer, weil die Jahresprognose verhalten ausfällt und der Margendruck anhält. Dell gewinnt 8,2 %, nachdem RBC Capital die Coverage mit Outperform und einem Kursziel von 640 USD aufnimmt und auf die starke Nachfrage nach KI, Storage und PCs verweist. Adobe (Aktuelle Analyse) verliert nach der vorsichtigen Umsatzprognose mehr als 3 %.

Aus der zweiten Reihe kommen Analystenstimmen und Portfolio-Fantasie: Colgate-Palmolive prüft laut Reuters gemeinsam mit Goldman Sachs den Verkauf von Massenmarkt-Körperpflegemarken wie Softsoap, Irish Spring und Speed Stick, die über 1 Mrd. USD einbringen könnten. BMO Capital Markets nimmt Lululemon mit Underperform auf und verweist auf Marktanteilsverluste, UBS stuft NuScale Power auf Sell ab und senkt das Kursziel auf 6 USD. Bei Tesla hebt Morgan Stanley den Wertansatz im optimistischen Szenario um 20 USD auf 840 USD je Aktie an, gestützt auf ein mögliches Softwaregeschäft rund um den autonomen Semi-Lkw, der auch in Europa eingeführt werden soll. Für Moderna erhöht Berenberg das Kursziel von 45 auf 100 USD.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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