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09:18 Uhr, 05.03.2026

Ifo: Blockade der Straße von Hormus trifft EU direkt und indirekt

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DOW JONES--Eine Blockade des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus wirkt nach Aussage des Ifo-Instituts nicht nur direkt über ausbleibende Lieferungen von Öl, Gas und anderen Grundstoffen, sondern auch indirekt über die weltweiten Lieferketten auf die Handelsströme der EU. "Die Importe aus dem Iran und den angrenzenden Staaten, die über die Straße von Hormus nach Europa geliefert werden, machen einen vergleichsweise geringen Teil aller Importe aus. Anders sieht es aus, wenn man nur die Öl- und Gaslieferungen betrachtet", heißt es in einer Ifo-Mitteilung. Nach Berechnungen der Außenhandelsexperten liegt der Anteil der Importe aus Iran und den Nachbarstaaten, der über die Straße von Hormus in die EU geliefert wird, bei rund 2 Prozent der gesamten Extra-EU-Importe.

Bei Rohöl- und Flüssiggas sind die Anteile mit 6,2 bzw. 8,7 Prozent dagegen deutlich höher. Neben diesen möglichen Lieferengpässen bei einer Blockade gebe es indirekte Risiken: "Eine Blockade der Straße von Hormus könnte die Ölexporte der westlich der Meerenge gelegenen Golfstaaten stark einschränken. Auch wenn die direkten Auswirkungen für Europa nicht erheblich sind, stellen die indirekten Effekte durch steigende Ölpreise und Lieferkettenstörungen ein größeres Risiko für Europa dar", erläutert Lisandra Flach, Leiterin des Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/cbr

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