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12:51 Uhr, 04.03.2026

Wirtschaftsweiser Felbermayr warnt vor Ausweitung des Iran-Kriegs

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DOW JONES--Der neue "Wirtschaftsweise" Gabriel Felbermayr hat vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs gewarnt. "Bei einem länger anhaltenden Krieg sind die Folgen kaum auszumalen", sagte Felbermayr in einem Interview mit dem Handelsblatt. "Wenn der Weltwirtschaft dauerhaft 20 Prozent der Kapazitäten bei Öl und Gas fehlen, wäre das heftig." Felbermayr betonte, dass das der schlimmstmögliche Fall sei: "Aber ausgeschlossen ist der natürlich nicht."

Vor allem die steigenden Energiepreise sieht Felbermayr als Gefahr: "Allein in der ersten Runde rechne ich mit einem Anstieg der Inflation von 0,5 Prozentpunkten." Und die anschließenden Effekte würden schnell hinzukommen und noch viel stärker ausfallen: "Allein schon wegen der hohen Nervosität der Unternehmen und der Leute."

Rufe nach einem staatlichen Eingriff wegen der steigenden Spritpreise kritisierte der Ökonom. "Wer jetzt nach einem neuen Tankrabatt ruft, sorgt eher dafür, dass die Preise noch weiter steigen, weil die Unternehmen auf den staatlichen Eingriff spekulieren und weil die Forderung noch mehr Panik auslösen würde", sagte er. Es gelte: "Keine Panik an der Zapfsäule."

Die Bundesregierung entschied am Mittwoch, dass Felbermayr als Nachfolgerin von Ulrike Malmendier in den Sachverständigenrat Wirtschaft einziehen soll, dessen Mitglieder auch "Wirtschaftsweise" genannt werden.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/sha

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