Analyse
08:10 Uhr, 07.12.2022

DWS – 1 Mrd. Dividende und starkes Wachstum voraus?

Ja ist denn heut schon Weihnachten? Die DWS kündigt am gestrigen Abend zunächst an, im Jahr 2024 potenziell hohe Sonderdividenden zahlen zu wollen. Heute kommt im Anschluss eine neue Mittelfristprognose heraus, die deutlich über den Erwartungen liegen dürfte.

Erwähnte Instrumente

  • DWS Group GmbH & Co. KGaA - WKN: DWS100 - ISIN: DE000DWS1007 - Kurs: 30,180 € (XETRA)

Die DWS versucht ihren Aktionären die Weihnachtszeit zu versüßen. Der Frankfurter Vermögensverwalter und Tochter der Deutschen Bank kündigt an die Ausschüttungsquote bis 2025 zudem in Richtung 65 Prozent zu erhöhen.

Dicke Gewinne in 2025

Die Konsenserwartungen für das Jahr 2025 liegen von Analystenseite derzeit bei etwa 4 EUR Gewinn pro Aktie. Die DWS kündigt an, bis dahin 4,50 EUR schaffen zu wollen. Zudem soll die Ausschüttungsquote bis auf 65 Prozent des Überschusses zu steigen. Das würde eine Dividende von rund 3 EUR pro Aktie bedeuten. Zuletzt lag die Dividende bei 2 EUR je Anteilsschein.

Zudem wird die Ausschüttung einer Sonderdividende von bis zu 1 Mrd. EUR im Jahr 2024 in den Raum gestellt, insofern dem keine strategischen Hürden im Weg stehen. Die DWS verfügt über erhebliche Eigenmittel die sie derzeit nicht unbedingt braucht. Hier stehen rund 2 Mrd. EUR in den Büchern. Je Aktie würde die Sonderdividende ziemlich genau 5 EUR entsprechen.

Bis zum Jahr 2025 könnten Aktionäre also die Dividende von rund 2 EUR für das Jahr 2022 mitnehmen, 2,20 EUR für 2023, 5 EUR + 2,50 EUR für 2024 und 3 EUR im Jahr 2025. Das entspricht 14,70 EUR pro Aktie, bei einem Aktienkurs von knapp 30 EUR. Rund die Hälfte des Aktienkurses würde also den Aktionären zurück in die Taschen fließen und das Unternehmen gibt es ja weiterhin. Bis 2030 könnte potenziell der komplette heutige Kurs in Dividenden an die Aktionäre zurückfließen.

Abseits dessen rechnet die DWS mit einer Renaissance der klassischen Vermögensverwaltung. Die Zeiten rein passiver Investments seien vorbei, heißt es in der heutigen Mitteilung. Gerade im festverzinslichen Bereich stünde ein Comeback bevor.

Die DWS rechnet bis zum Jahr 2025 mit möglichen Effizienzgewinnen von rund 100 Mio. EUR. Hilfe zur Selbsthilfe ist hier das Motto. Die Marktposition im Bereich passiver Investmentprodukte wie ETFs soll deutlich ausgebaut werden. Die DWS rechnet hier mit Wachstumsraten von 12 Prozent pro Jahr. Der Bereich Alternatives soll mit 10 Prozent pro Jahr wachsen und abseits der traditionellen Anlagemärkte Chancen bieten.

Fazit: Es regnet Cash bei der DWS. Der Aktienkurs von etwas über 30 EUR erscheint angesichts der künftigen Mittelrückflüsse an die Aktionäre (zu) moderat. Als größter Aktionär mit rund 80 Prozent Anteil profitiert die Deutsche Bank natürlich am meisten. Anleger mit längerem Anlagehorizont können aber auf der Dividendenwelle mitreiten.

Jahr 2021 2022e* 2023e*
Umsatz in Mio. EUR 2720,00 2.658,00 2.600,00
Ergebnis je Aktie in EUR 4,10 3,55 3,60
KGV 7 9 8
Dividende je Aktie in EUR 2,00 2,00 2,20
Dividendenrendite 6,56 % 6,56 % 7,21 %

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

DWS Group GmbH & Co. KGaA
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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3. Im Premium-Service Trademate betreut er das Depot "Deutsche Aktien".

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