Video
20:08 Uhr, 21.02.2026

Diese Aktien kaufen Superinvestoren – Eskalation zwischen Iran & USA?

Erwähnte Instrumente

In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” unseres Goldesels Michael Flender und Daniel von Investflow sprechen unsere beiden Experten über die letzten Käufe und Verkäufe bekannter Superinvestoren wie Warren Buffett, Bill Ackmann und weiteren Schwergewichten.

Darüber hinaus geht es um die aktuelle Eskalation zwischen dem Iran und den USA und die möglichen politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Außerdem gibt es weitere spannende Neuigkeiten zu Robotaxis, eine mögliche Schieflage bei einer amerikanischen Investmentgesellschaft und Michaels Einschätzung zu Adobe-Konkurrent Figma.

Welche Aktien die Superinvestoren gekauft und verkauft haben, was die Konfrontation zwischen dem Iran und den USA bedeuten könnte und welche Neuigkeiten es zu Waymo in New York gibt, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Ausgabe bei Apple Podcast, Spotify oder direkt bei Youtube.

Marktüberblick: Warum der große Hype gerade fehlt

Die Marktstimmung fühlt sich aktuell zurückhaltend an: keine durchschlagenden Rallyes, aber auch kein massiver Einbruch. Vor allem bei Software- und KI‑Titeln herrscht weiter Zurückhaltung.

Einige zentrale Beobachtungen:

  • Softwareaktien haben seit einigen Wochen Druck zuletzt gab es aber keine panischen Verkäufe mehr.
  • KI‑Hype bleibt präsent, wirkt aber ermüdend für viele Anleger: Kooperationen und Ankündigungen erzeugen nur noch wenige Impulse.
  • Volatilität ist selektiv: Einzelne Unternehmen schwanken stark, während breite Indizes vergleichsweise stabil bleiben.

Was Superinvestoren zuletzt gemacht haben

Regelmäßig müssen größere Fonds und bekannte Investoren ihre Käufe und Verkäufe preisgeben. Die jüngsten Meldungen zeigen: Es herrscht keine Einigkeit. Einige setzen weiter stark auf Big Tech, andere reduzieren Positionen oder verschieben Branchengewichtungen.

Bill Ackman

Eine der auffälligsten Bewegungen: Bill Ackman hat deutlich aufgestockt. Seine größten Aktionen:

  • Meta: Neu-Einstieg mit hoher Gewichtung (über 11% des Portfolios)
  • Amazon: Aufgestockt, Amazon macht jetzt rund 14% des Portfolios aus
  • Gesamtbild: starke Konzentration im Tech‑/Plattform‑Bereich (Meta, Amazon, Alphabet, Uber)

Fazit: Ackman setzt auf Large‑Caps, die er als KI‑Profiteure oder langfristige Plattformgewinner sieht. Gleichzeitig ist das Risiko durch Portfolio‑Konzentration höher.

Warren Buffett / Berkshire Hathaway

Bei Berkshire waren die Trades sehr klein – Änderungen meist unter 1 % der Positionen. Verkäufe gab es bei Apple und der Bank of America; zugekauft wurde u. a. Chevron. Buffets Portfolio bleibt defensiv.

Bill & Melinda Gates Foundation

Interessant waren größere Reduzierungen bei Berkshire‑Anteilen und Microsoft. Ob das für operative Zwecke oder Mittelzuführung für die Stiftung war, lässt sich nicht exakt sagen. Auffällig ist: keine aggressiven Neukäufe.

Daniel Loeb

Loeb ist zurückhaltender in Sachen Tech‑Übergewichtung – er hat aber immer sehr viele Käufe und Verkäufe in seinen Meldungen.

  • Reduzierungen: Meta, Microsoft, Amazon, und Verkäufe in einigen kleineren Positionen
  • Neuerungen: starke Zukäufe im Gesundheitssektor, z. B. Thermo Fisher (kleine Gewichtung), teilweise Rückkehr zu defensiveren Positionen.
Werde einer von uns:
Goldesel Premium
  • Einblick in alle Premium Trades & Depots
  • Baue dir finanziellen Wohlstand auf durch exklusive Lerninhalte, Guides & Video-Kurse
  • Monatliches Premiumabo

Wirtschafts‑ und Unternehmensnews

Chiplandschaft: Nvidia, AMD und die neuen Finanzierungsmodelle

Die Chipriesen spielen nicht nur technologisch, sondern auch finanziell eine zentrale Rolle in der KI‑Wertschöpfungskette:

  • Nvidia beteiligt sich an großen Finanzierungsrunden rund um KI‑Startups. Das Ziel ist es, sich Marktanteile zu sichern und Absatz für eigene KI‑Beschleuniger zu schaffen. Das ist kein Geheimnis – es ist System.
  • AMD zieht nach: Berichte sprechen von einer Kreditlinie in Höhe von rund 300 Millionen Euro für ein Cloud‑Startup, zweckgebunden für AMD‑KI‑Chips.

Blue Owl Capital und Liquiditätsängste

Eine Meldung über angebliche Auszahlsperren bei Blue Owl sorgte kurzzeitig für Nervosität. Später folgte ein Dementi und die Aussage, Kapitalrückzahlungen würden sogar beschleunigt. Solche Stories können kurzfristig Vertrauen kosten, vor allem in illiquiden Fondsstrukturen.

ServiceNow: Insiderkäufe und Management‑Signale

Während viele Softwareaktien verkauft werden und nur wenige Insiderkäufe erfolgen, haben bei ServiceNow Management und Direktoren Taten folgen lassen: Käufe und das Zurückziehen geplanter Verkaufsprogramme wurden gemeldet. Das ist ein starkes Signal, das impliziert: Das Management hält die Kurse für zu niedrig.

Waymo und Robotaxis: New York zieht die Bremse

Die Verdrängung traditioneller Industrien durch Robotik und autonome Fahrzeuge ist ein Dauerthema. In New York haben Gewerkschaften und Behörden erstmal einen Riegel vorgeschoben: keine Robotaxis von Alphabet-Tochter Waymo und das auf absehbarer Zeit. Die Angst vor massiver Disruption für Taxifahrer ist real und politisch wirksam. Für Investoren heißt das: lokale politische Risiken können Rollouts verzögern und die Skalierungsdynamik einschränken.

Figma – KI-Verlierer oder -Profiteur?

Figma lieferte starke Zahlen: hohes Umsatzwachstum und eine herausragende Net Dollar Retention von rund 136 %. Gleichzeitig treibt das Management Investitionen voran, um KI‑Chancen zu nutzen, was die Kosten kurzfristig erhöht.

Wesentliche Punkte:

  • Net Dollar Retention 136% bedeutet: Bestandskunden geben deutlich mehr aus. Das deutet auf starke Produktbindung hin.
  • Integrationen mit KI‑Tools (z. B. Verbindung zu Modellen, die Prototypen direkt in Figma einspeisen) steigern die Relevanz der Plattform.
  • Aktienkurs: Nachbörsliche Ausschläge von +20 % und dann Korrekturen zeigen, wie sensibel Bewertungen sind – trotz guter Fundamentaldaten.

Geopolitik: USA vs. Iran – welche Auswirkungen erwarten die Märkte?

Die aktuelle Eskalationsgefahr zwischen den USA und dem Iran sorgt für erhöhte Unsicherheit. Märkte reagieren nicht immer panisch, aber bestimmte Sektoren würden klar profitieren oder leiden.

Direkte Sektorfolgen

  • Öl und Energie: Ein geopolitischer Schock in der Straße von Hormus kann den Ölpreis schnell auf 100–120 USD/Barrel treiben. Profiteure wären Energiewerte und Ölmultis.
  • Rüstungssektor: Bei militärischen Auseinandersetzungen steigt die Nachfrage nach Verteidigungsprodukten – kurzfristige Chancen für Rüstungsaktien.
  • Gold & Edelmetalle: Klassische Flucht in vermeintlich sichere Häfen.
  • Staatsanleihen: Bei höherer Unsicherheit steigt oft die Nachfrage nach Treasuries, was Renditen drückt.
  • Technologie: Tech‑Werte könnten leiden, weil Unsicherheit Risikoaversion und einen Verzögerungseffekt bei Zinsentscheidungen mit sich bringt.

Weltweite Zölle in Höhe von 15% angekündigt

Kleines Update am heutigen Abend: US-Präsident Donald Trump verkündete als Folge der Gerichtsentscheidung von vergangenem Freitag, dass er nun weltweite Zölle in Höhe von 15 % etablieren werde.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: ServiceNow, Alphabet.

Das könnte Dich auch interessieren