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12:02 Uhr, 27.09.2026

Die Woche in Zahlen: Technologiewerte trotzen dem Renditeanstieg

Der Nasdaq 100 legte trotz steigender Anleiherenditen um 3,3 % zu, der Dow schaffte nur 0,3 %: Zinsempfindliche Branchen wie Versorger und Immobilien blieben im Minus.

Die Technologiewerte haben sich in dieser Woche vom Renditeanstieg nicht bremsen lassen: Der Nasdaq 100 gewann 3,3 %, obwohl die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2007 stieg. Der übrige Markt zog nur zögerlich mit. Der Dow Jones kam auf 0,3 %. Zinsempfindliche Branchen wie Versorger und Immobilien schlossen in Europa wie in den USA im Minus.

Wochenbilanz – Die Woche in Zahlen

Wochenbilanz

Was die Woche prägte

Hinter den Kursen stand eine Woche, in der der Ölpreis bis in die Anleihemärkte ausstrahlte. Chipfertiger und Cloudkonzerne trieben ihre Ausbaupläne unterdessen weiter voran.

Was die Woche prägte – Die Woche in Zahlen

Was die Woche prägte

Chart der Woche: Nasdaq 100 +3,3 %

Drei Nachrichten rahmen die Woche des Nasdaq 100. Am Montag weitete Samsung die Produktion von HBM4-Speicherchips aus, am Mittwoch stieg die US-Rendite auf den höchsten Stand seit 2007, am Donnerstag verlängerten Trump und Xi in Washington die Waffenruhe im Handelsstreit. Gerade der Renditesprung trifft hoch bewertete Wachstumswerte gewöhnlich am empfindlichsten, weil er künftige Gewinne rechnerisch entwertet. Der Index hielt dennoch Kurs, während der S&P 500 auf 1,2 % kam. Die Gewinne waren breit verteilt: 65 der 102 Werte im Nasdaq 100 beendeten die Woche höher.

Chart der Woche: Nasdaq 100 +3,3 % – Die Woche in Zahlen

Chart der Woche: Nasdaq 100 +3,3 %

Sektoren im Blick

Den Ausschlag nach oben gab die Technologie, die in den USA mit 3,5 % und in Europa mit 2,3 % jeweils den stärksten Sektor stellte. Für die zinsempfindlichen Sektoren verlief die Woche dagegen schwach: Die US-Versorger verloren 3,9 % und bildeten das Schlusslicht, in Europa rangierten Immobilienwerte mit einem Abschlag von 1,6 % ganz hinten. Auseinander lief die Energie: In den USA gab sie deutlich nach, in Europa legte sie leicht zu. Der Ölpreis bewegte sich über die Woche dabei kaum.

Sektoren im Blick – Die Woche in Zahlen

Sektoren im Blick

Aktien im Fokus: Deutschland

Um Evonik entspann sich die größte Geschichte des deutschen Marktes: BASF bestätigte eine Übernahme-Ansprache, und die Aktie des Spezialchemiekonzerns zog um 11,9 % an. Im DAX setzte sich MTU Aero Engines an die Spitze, nachdem die Citigroup das Papier auf Buy hochgestuft hatte. Den schwersten Rückschlag erlitt HelloFresh: Der Kochboxenversender senkte nach einem schwachen Quartal seine Jahresziele, die Aktie fiel um 14,2 %. Scout24 verlor 8,7 %, nachdem Banken vor Metas KI-Plattform Muse gewarnt hatten. Die Sorge vor neuer KI-Konkurrenz erreichte damit auch ein deutsches Onlineportal.

Aktien im Fokus: Deutschland – Die Woche in Zahlen

Aktien im Fokus: Deutschland

Aktien im Fokus: USA

Moderna setzte sich mit einem Plus von 29,1 % an die Spitze der US-Gewinner. Everpure folgte mit 21,0 %, getragen von einer Umsatzprognose deutlich über dem Konsens. Auch in den USA bewegten Übernahmen die Kurse, hier allerdings nach unten. Gen Digital büßte 25,5 % ein, weil Anleger das eigene Übernahmeangebot für GoDaddy als Belastung werteten. MGM Resorts verlor 13,8 %, nachdem People Inc. sein Übernahmeangebot zurückgezogen hatte. Im S&P 500 insgesamt fiel die Bilanz schwächer aus als im Nasdaq 100: Trotz des Anstiegs gaben 287 Werte nach, nur 216 legten zu.

Aktien im Fokus: USA – Die Woche in Zahlen

Aktien im Fokus: USA

Makro-Überraschungen der Woche

In Kanada griffen die Verbraucher im August weit beherzter zu als erwartet: Die Einzelhandelsumsätze stiegen gegenüber dem Vormonat um 1,3 %, prognostiziert waren 0,4 %. Auch die Einkaufsmanagerindizes vom Mittwoch übertrafen durchweg die Erwartungen. Der US-Index für die Industrie erreichte 57 Punkte bei erwarteten 53,6. In Deutschland und Frankreich meldeten die Dienstleister Wachstum, obwohl der Konsens Stagnation beziehungsweise Schrumpfung erwartet hatte. Die US-Neubauverkäufe lagen ebenfalls deutlich über den Prognosen. Die deutschen Verbraucher zeigten sich dagegen pessimistischer als gedacht: Das Konsumklima für Oktober lag bei −30,6 Punkten, erwartet worden waren −27,4.

Makro-Überraschungen der Woche – Die Woche in Zahlen

Makro-Überraschungen der Woche

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.