Die Woche in Zahlen: Inflation und KI-Zweifel setzen Technologiewerten zu
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Während in New York die Technologiewerte unter Druck gerieten, hat sich der DAX in dieser Woche nach oben gearbeitet. Der Nasdaq 100 verlor 5,5 %, der deutsche Leitindex gewann 2,1 %. Sorgen um die Kosten der künstlichen Intelligenz und unerwartet hohe US-Preisdaten trafen vor allem Chipwerte, gefragt waren dagegen Rüstungstitel und defensive Werte. Die Unruhe ließ den VIX um 34,7 % auf 20,0 steigen.
Wochenbilanz
Was die Woche prägte
Ob Rohöl, Zinsen oder Rechenkapazität: Die Woche drehte sich auffallend oft um Knappheit und ihren Preis.
Was die Woche prägte
Chart der Woche: Nasdaq 100 −5,5 %
Zwei Tage markieren den Abstieg des Nasdaq 100. Am 13. Oktober nährten Broadcom und Intel die Sorgen um die Kosten der KI. Am 15. Oktober kamen hohe US-Inflationsdaten und Zweifel an CoreWeave zusammen. Am Ende stand ein Minus von 5,5 %, während der Dow Jones im selben Zeitraum 0,7 % zulegte. Seinen Vorsprung aus den vergangenen Monaten hat der Technologieindex damit aber nicht verspielt: Seit Jahresbeginn liegt er mit 15,6 % weiterhin vor allen anderen großen Indizes.
Chart der Woche: Nasdaq 100 −5,5 %
Sektoren im Blick
Ganz oben standen die Branchen, auf die sich Anleger in unruhigen Wochen gern zurückziehen. Basiskonsum führte in Europa mit 6,3 % und in den USA mit 5,0 %. In Europa folgte die Gesundheit, in den USA schob sich die Energie mit 4,9 % dicht an die Spitze heran. Zyklischer Konsum, Kommunikation und Industrie legten in Europa leicht zu und gaben in den USA leicht nach. Am unteren Ende fand sich die Technologie in beiden Regionen, in den USA mit einem Abschlag von 7,7 %. In Europa war sie die einzige Branche, die die Woche im Minus beendete.
Sektoren im Blick
Aktien im Fokus: Deutschland
Eine Einschätzung von Morgan Stanley gab den deutschen Rüstungswerten Schub: Die Bank rechnet mit mehr Rüstungsaufträgen. Rheinmetall stieg daraufhin um 16,1 % und war der stärkste Wert des DAX, aus dem MDAX folgten Hensoldt und Renk mit ebenfalls zweistelligen Gewinnen. Auf der anderen Seite schlug die Verunsicherung aus den USA auf die Halbleiterwerte durch. Infineon verlor nach den US-Inflationsdaten 11,0 %, Süss MicroTec 14,4 %. Dass der DAX dennoch zulegte, lag an der Breite der Bewegung: 34 seiner 40 Werte schlossen im Plus. Den höchsten Abschlag am deutschen Markt musste PNE hinnehmen. Der Projektentwickler senkte wegen Verzögerungen seine EBITDA-Prognose, die Aktie gab daraufhin 20,7 % nach.
Aktien im Fokus: Deutschland
Aktien im Fokus: USA
Schuldensorgen und der Druck auf den Neocloud-Sektor kosteten CoreWeave 25,2 %. Die Zweifel an dem Rechenzentrumsbetreiber hatten am Donnerstag auch den Nasdaq 100 belastet. Ähnlich hohe Abschläge verzeichneten Coherent und Lumentum, zwei Anbieter optischer Netzwerktechnik, sowie Rocket Lab. Am meisten verlor Ciena mit 26,0 %. Auf der Gewinnerseite standen mit Fair Isaac und Equifax zwei Spezialisten für Kreditbewertung sowie mit Cognizant und Accenture zwei IT-Dienstleister, angeführt von Fair Isaac mit 15,5 %. Wie im DAX war auch im S&P 500 die Mehrheit der Werte gestiegen: 350 der 503 Aktien schlossen im Plus. Das Wochenminus des Index von 1,9 % ging damit auf eine Minderheit von Verlierern zurück.
Aktien im Fokus: USA
Makro-Überraschungen der Woche
Der Preisdruck in den USA zeigt sich bereits bei den Produzenten. Die Erzeugerpreise kletterten im September um 1,3 % gegenüber dem Vormonat und damit weit stärker als erwartet. Schon am Vortag hatte die Inflationsrate mit 3,7 % knapp über der Prognose gelegen. Gleichzeitig zeigten die Einzelhandelsumsätze mit einem Plus von 0,1 % weniger Kauflust als erwartet. Steigende Preise bei schwächerem Konsum ergeben für die Notenbank eine unbequeme Mischung. Positiv überraschte Großbritannien: Die Wirtschaft wuchs im August um 0,1 %, erwartet worden war ein Rückgang.
Makro-Überraschungen der Woche
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.







