stock3 Multi-Timeframe-Analyse: BRENT ÖL
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Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent war auf dem Höhepunkt der Banken- und Finanzkrise im Jahr 2008 und auch nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine mit einem Hoch bei 134,74 USD im März 2022 bereits wesentlich höher gestanden. Doch es ist die rasante Preissteigerung, die dem Angriff der USA und Israels auf Iran Ende Februar dieses Jahres folgte, deren Nachwehen wir bis heute an der Zapfsäule und an den Weltmärkten spüren.
Die zentralen Fragen, ob Donald Trump "boots on the ground" im Iran durchsetzen und den Krieg damit eskalieren lassen möchte, ob die Reserven der Welt reichen, um die schwierigen Transportbedingungen durch die Straße von Hormus zu kompensieren, oder ob China erneut durch große Ölsparmaßnahmen dem Rest der Welt genügend Spielraum bei der Versorgung lässt, bleiben ungeklärt. Ganz abgesehen von der Zukunft der Menschen, die im Kriegsgebiet (noch) leben.
Aus charttechnischer Sicht gibt es zunächst die gute Nachricht, dass es dem Ölpreis der Sorte Brent bis dato nicht gelungen ist, den in der letzten Multi-Timeframe-Analyse aus dem März als wichtigen kurzfristigen Widerstand herausgearbeiteten Kurszielbereich bei 120 USD zu durchbrechen. Doch die Aufwärtsbewegung seit Juli und die zahlreichen kurzfristigen Aufwärtsschübe der letzten Wochen lassen den Schluss zu, dass diese Marke in Kürze erneut zum Schauplatz einer großen Richtungsentscheidung werden sollte.
