Kommentar

Die Nachfrage nach Luxusartikeln bleibt robust

Obwohl die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere in Europa derzeit keinen Grund zur Euphorie bietet, haben die Hersteller von Luxusgütern wenig Grund zu klagen. Vor allem in China laufen die Geschäfte hervorragend.

Die geringe Abhängigkeit des Segments von konjunkturellen Schwankungen könnte im aktuellen Wirtschaftsumfeld ein entscheidender Faktor sein.

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Die jüngsten Konjunkturdaten zeigen weltweit Erholungstendenzen. Die großen Volkswirtschaften wachsen aber in sehr unterschiedlichem Tempo. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone im zweiten Quartal gegenüber Q2 2022 nur um 0,6 Prozent gestiegen ist, ging es in den USA um 2,4 Prozent nach oben. China meldet nach dem Ende der strikten Null-Covid-Politik sogar ein Wachstum von 6,3 Prozent. Trotz der insgesamt positiven Tendenz mahnt die schwache Inlandsnachfrage in vielen Ländern aber ebenso zur Vorsicht wie die jüngsten Daten zu den Einkaufsmanagerindizes.

Branche wächst stärker als die Weltwirtschaft

Vor diesem Hintergrund kann es aus Anlegersicht sinnvoll sein, Ausschau nach Unternehmen zu halten, die von der konjunkturellen Entwicklung nicht oder nur in geringem Maße abhängig sind, wie etwa die Luxusbranche. Das in der Regel sehr vermögende Klientel lässt sich von externen Einflussfaktoren wie einer hohen Inflation nicht abschrecken. Auch deshalb wächst die Branche auf lange Sicht stärker als das globale BIP. Das dürfte auch in diesem Jahr wieder der Fall sein.

Neue Rekordmarken in 2023 erwartet

Nach einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Bain und des italienischen Luxusgüterverbands Fondazione Altagamma wird der weltweite Markt für Luxusgüter in diesem Jahr um weitere fünf bis zwölf Prozent wachsen. Schon 2022 hatten die Umsätze nach einem Anstieg von rund 19 Prozent mit 345 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert erreicht. Bis zum Jahr 2030 soll das Marktvolumen sogar auf bis zu 570 Milliarden Euro ansteigen. Damit würde sich der Markt im Vergleich zu 2020 mehr als verdoppeln. Die gewohnt hohe Kaufbereitschaft der Konsumenten ist aktuell allerdings nicht in allen Regionen zu verspüren. Während der europäische und der asiatische Markt eine starke Dynamik ausweisen, ist die Stimmung in den USA zurzeit etwas gedämpfter.

China gibt wieder richtig Gas

Diese Dynamik spiegelt sich in den jüngsten Quartalszahlen des französischen Luxusgüterkonzern LVMH wider. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres resultiert der organische Umsatzanstieg von 17 Prozent vor allem aus dem starken Wachstum in der Region Asien (ohne Japan). Forciert wird der Aufschwung hier u. a. durch die Aufhebung der Corona-Beschränkungen in China. Ein Trend, der sich nach Ansicht der Analysten der DZ BANK im Jahresverlauf so fortsetzen sollte. Die schwache Nachfrage in den USA begründet der Vorstand von LVMH damit, dass die Kunden vor allem in den kleineren Städten weniger für Luxusgüter im Einstiegssegment ausgeben. Besonders bemerkbar hat sich das in der Wein- und Spirituosensparte gemacht. Für die DZ BANK kommt das aber nicht überraschend. Selbst ein weiter schwächelndes US-Geschäft sollte nach Ansicht der Experten durch weiteres Aufwärtspotenzial in Asien und Europa kompensiert werden. Die Aktie wurde daher im Anschluss an die Zahlenvorlage mit einem von 930 auf 960 Euro angehobenen fairen Wert erneut mit „Kaufen“ eingestuft.

Mini Long Future auf LVMH

Für risikobereite Anleger, die von einer weiter positiven Entwicklung ausgehen, könnten sich endlos laufende Mini Long Futures auf die LVMH-Aktie eignen. Mit diesen Hebelprodukten nehmen sie überproportional an Kursgewinnen teil. Der Hebel wirkt jedoch auch umgekehrt. Sollte sich die Markterwartung der Anleger nicht erfüllen, kann es zum Totalverlust des Einsatzkapitals kommen – etwa dann, wenn der Basiswert die Knock-out-Schwelle berührt oder wenn der Emittent den Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund von Insolvenz oder behördlicher Anordnung nicht nachkommen kann. Eine denkbare Option wäre beispielsweise der Mini Long Future der DZ BANK auf LVMH mit der WKN DW8QVF. Das Bezugsverhältnis beträgt 1/10.

Hermès setzt ausschließlich auf Spitzenkunden

Ende Juli hat auch Hermès über den Verlauf der ersten sechs Monate 2023 berichtet. Auch hier macht sich die Wiederbelebung des Geschäfts in China positiv bemerkbar. Das ebenfalls in Frankreich ansässige Luxusmodeunternehmen konnte zum Halbjahr den Umsatz um 25 Prozent und den Gewinn um 36 Prozent steigern. Bemerkenswert im aktuellen Umfeld ist, dass in allen Regionen – inklusive der USA – zweistellige Wachstumsraten generiert wurden. Hermès kommt dabei zugute, dass sie in dem wettbewerbsintensiveren Wein- und Spirituosengeschäft nicht aktiv sind und ausschließlich Spitzenkunden bedienen. Allerdings gilt die Aktie des sehr margenstarken Unternehmens auch als hoch bewertet. Qualität hat (wie im Luxussegment üblich) eben auch an der Börse ihren Preis.

Discount-Zertifikat auf Hermès

Vor diesem Hintergrund könnten Discount-Zertifikate auf die Aktie eine interessante Option sein. Das Discount-Zertifikat der DZ BANK auf Hermès mit der WKN DW836W läuft bis zum 28. Juni 2024. Das Produkt bietet Anlegern gegenüber dem Direktinvestment in die Aktie einen aktuell spürbaren Abschlag und ermöglicht dadurch eine attraktive Laufzeitrendite. Einzige Voraussetzung: Die Hermès-Aktie notiert am finalen Bewertungstag auf oder über dem Cap von 1.900 Euro. Dann können Anleger die vollen Ertragschancen des Discount-Zertifikats ausschöpfen. Auf der anderen Seite ist auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich, etwa dann, wenn der Wert Aktie auf null fallen sollte. Zudem besteht auch hier ein Emittentenrisiko, dass die Verpflichtung aus dem Produkt aufgrund einer behördlichen Anordnung oder Insolvenz nicht erfüllt werden kann.

Erläuterungen und Risikohinweise zu den Produkten

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Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter https://www.dzbank-derivate.de/DW8QVF bzw. https://www.dzbank-derivate.de/DW836W (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung ebenfalls auf der Internetseite der DZ BANK unter https://www.dzbank-derivate.de/DW8QVF bzw. https://www.dzbank-derivate.de/DW836W (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

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Über den Experten

Marcus Landau
Marcus Landau
Derivate-Sales-Experte der DZ BANK

Marcus Landau ist Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK. Er verfügt über ca. 15 Jahre Branchenerfahrung und ist Fachmann für die Bereiche Vertrieb, Strukturierung und Vermarktung von derivativen Anlagelösungen. Der gebürtige Frankfurter studierte Wirtschaftswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank gehört mehrheitlich den rund 1.000 Genossenschaftsbanken in Deutschland und ist deren Spitzeninstitut. Das Unternehmen ist einer der größten Derivate-Emittenten in Deutschland.

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