DAX® - Temporär über 26.500 Punkten
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Temporär über 26.500 Punkten
Zu Wochenbeginn hatte sich der DAX® noch bitten lassen. Doch nach einem Tag der Abstinenz gelang den deutschen Standardwerten ein erneutes Rekordlevel. Damit kann das Aktienbarometer sein Allzeithoch bis auf 26.505 Punkte ausbauen. Im „uncharted territory“ steckt das obere Bollinger Band (akt. bei 26.672 Punkten) eines der wenigen verbliebenen Anlaufziele ab. Wenn Anlegerinnen und Anleger die Kursentwicklung im Juli darüber hinaus als sog. „rounding bottom“ interpretieren, dann ergibt sich aus diesem Kursmuster ein rechnerisches Anschlusspotenzial von 1.250 Punkten. Perspektivisch kann deshalb mit einem Kursziel jenseits der Marke von 27.000 Punkten gerechnet werden. Auf der Unterseite stellt dagegen das gestrige Tagestief (26.246 Punkte) eine erste Rückzugsmarke dar. Charttechnisch von wesentlich größerer Bedeutung sind allerdings die Nackenlinie des oben angeführten „rounding bottom“ (25.900 Punkte) sowie vor allem die bekannte Ausbruchszone des Jahres 2026 bei rund 25.500 Punkten. Da der RSI weiterhin im überkauften Terrain notiert, ist auch der Blick auf mögliche Haltelinien nicht ganz unwichtig.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Wichtige Hürden voraus!
Im Frühjahr kam es bei der 10-jährigen Rendite USA zu einem erfolgreichen Test der 200-Wochen-Linie (akt. bei 4,17 %). Dieses Sprungbrett hat das Zinsbarometer genutzt, denn in den letzten Monaten kam es zu spürbar steigenden Renditen. Aktuell steht dabei die wichtige Widerstandszone zwischen 4,74 % und 4,81 % zur Disposition (siehe Chart). Gelingt der Sprung über diese Hürden, dann müsste die Kursentwicklung seit Anfang 2025 als sog. „rounding bottom“ interpretiert werden. Das rechnerische Kursziel aus der beschriebenen Formation lässt sich im Erfolgsfall auf 5,65 % veranschlagen. Das kalkulatorische Anschlusspotenzial liegt damit deutlich oberhalb des ultimativen Deckels bei gut 5 %. Vor diesem Hintergrund dienen der Tageschart und ein dortiger Ausbruch möglicherweise als Frühwarnsystem für einen ganz großen charttechnischen Ausbruch. Unterstützungen bestehen in Form des Julitiefs bei 4,36 % sowie vor allem in Form der o. g. langfristigen Glättungslinie. Per Saldo ist die Gefahr weiter steigender Renditen in den USA nicht von der Hand zu weisen.
10-jährige Rendite USA (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart 10-jährige Rendite USA
Quelle: LSEG, tradesignal²
Zwei Muster – eine Botschaft
Die Nvidia-Aktie kam in den letzten Monaten nicht mehr so recht vom Fleck. Und doch ist der Technologietitel derzeit einen intensiven charttechnischen Blick wert. Das liegt am jüngsten Lebenszeichen. Schließlich hat das Papier die 200-Tage-Linie (akt. bei 194,35 USD) zuletzt als Sprungbrett genutzt. Auf Basis der bekanntesten Glättungslinie gelang dann die Ausprägung eines Doppelbodens (siehe Chart) und als „i-Tüpfelchen“ liegt nun auch noch eine klassische Korrekturflagge vor. Mit anderen Worten: Zwei unterschiedliche Formationen machen derzeit Mut. Während die untere Umkehrformation ein Kursziel von 236 USD bereithält, lässt die beschriebene Konsolidierungsflagge perspektivisch sogar auf mehr hoffen. Bereits das geringere Kursziel reicht aus, um das bisherige Allzeithoch bei 236,54 USD ins Visier zu nehmen. Die Flagge legt – dank des rechnerischen Kursziels von 262 USD – sogar einen deutlichen Vorstoß in „uncharted territory“ nahe. Um die aktuelle Steilvorlage keinen unnötigen Risiken auszusetzen, gilt es, das jüngste Aufwärtsgap (213,06/216,40 USD) – gleichbedeutend mit der Nackenlinie des o. g. Doppelbodens – nicht mehr zu schließen.
NVIDIA Corp. (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart NVIDIA Corp.
Quelle: LSEG, tradesignal²
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