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08:40 Uhr, 07.09.2026

DAX® - Im Zweifel für den Angeklagten

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Im Zweifel für den Angeklagten

Nach dem neuen Rekordhoch von Ende August (26.619 Punkte) musste der DAX® in der vergangenen Woche ein paar Federn lassen. Immerhin konnte das Aktienbarometer auf Wochenschlusskursbasis die runde Marke von 26.000 Punkten verteidigen. Den Wochenauftakt nutzen wir, um ganz bewusst die Vogelperspektive einzunehmen und die grundsätzliche Marktverfassung zu beleuchten. Die Glättungslinien der letzten 50 bzw. 200 Tage (akt. bei 25.695/24.666 Punkte) steigen jeweils, die Relative Stärke nach Levy liegt im Wochenbereich mit einem Wert von 1,054 deutlich über dem Schwellenwert von 1 und die Ichimoku-Chartdarstellungsform signalisiert sowohl auf Tages- als auch auf Wochenbasis einen Aufwärtstrend. Die Rahmenbedingungen sind insgesamt also nicht die schlechtesten. Kurzfristig fallen beim DAX® indes die eng beieinanderliegenden Bollinger Bänder ins Auge. Der Abstand zwischen den beiden Begrenzungen des Volatilitätsindikators befindet sich unverändert in der Nähe der Tiefstände des Jahres 2026. In der Vergangenheit war diese Konstellation oftmals der Vorbote für einen neuen „Vola-Impuls“. Die beiden Bollinger Bänder (akt. bei 25.847/26.571 Punkte) dienen dabei als Signalgeber.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Trigger hoch drei!

Die Zscaler-Aktie ist derzeit einen genauen Blick wert. Nach der scharfen Korrekturbewegung von November 2025 bis April 2026 steht der Technologietitel möglicherweise vor einem echten charttechnischen Befreiungsschlag. Als solchen definieren wir einen Anstieg über das Aprilhoch bei 191 USD. Zusammen mit der flach verlaufenden 200-Wochen-Linie (akt. bei 188,02 USD) entsteht hier eine entscheidende Schaltstelle, zumal deren Überwinden gleichzeitig für den Abschluss eines klassischen Doppelbodens sorgen würde (siehe Chart). Die letzten drei Wochen hatte der Kurs im Bereich der beschriebenen Barrieren innegehalten, doch die markanten Lunten der beiden Vorwochenkerzen unterstreichen die Ambitionen der Bullen. Gleiches gilt für die trendfolgenden Indikatoren (z. B. MACD, RSL), die jeweils freundlich zu interpretieren sind. Gelingt der diskutierte Ausbruch, dann ergibt sich – abgeleitet aus der Höhe des o. g. Doppelbodens – ein kalkulatorisches Kursziel von 265 USD. Zumindest das 2024er-Hoch (260 USD) rückt dann also wieder auf die Agenda. Um die aktuelle Ausbruchschance nicht zu gefährden, gilt es in Zukunft, das markante jüngste „swing low“ bei 160 USD nicht mehr zu unterschreiten.

ZSCALER (Weekly)

Chart ZSCALER

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart ZSCALER

Chart ZSCALER

Quelle: LSEG, tradesignal²

Potenzielle S-K-S-Formation

Anlegerinnen und Anleger sollten die Aktie der Deutschen Telekom aktuell intensiv verfolgen. Gleich mehrere charttechnische Aspekte machen den Titel derzeit zu einem spannenden Tradingkandidaten. So fallen die letzten Kerzen mit markanten Lunten ins Auge – und zwar auf Tages- und auf Wochenbasis. Dieses Verhaltensmuster ist ein typisches Indiz dafür, dass Rücksetzer konsequent gekauft werden und der Verkaufsdruck abnimmt. Bereits zuvor fungierte die 200 Wochen-Linie (akt. bei 25,73 EUR) als Sprungbrett nach Norden. Die entsprechende Kursbewegung quittiert der trendfolgende MACD mit einem neuen Einstiegssignal. Charttechnisch zeichnet sich zudem eine inverse Schulter Kopf Schulter Formation ab, deren Abschluss das Startsignal für den endgültigen Trendwechsel liefern könnte. Den Trigger markieren dabei die Hochs bei 29,34/29,52 EUR, wobei sich das Kursziel aus einer erfolgreichen unteren Umkehr auf rund 36 EUR veranschlagen lässt. Perspektivisch würde damit ein Wiedersehen mit dem Mehrjahreshoch aus März 2025 (35,91 EUR) durchaus realistisch. Um die Ausbruchschance indes nicht zu gefährden, gilt es die jüngsten beiden Wochentiefs bei 27,77 EUR zukünftig nicht mehr zu unterschreiten.

Deutsche Telekom (Weekly)

Chart Deutsche Telekom

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Deutsche Telekom

Chart Deutsche Telekom

Quelle: LSEG, tradesignal²

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