DAX® - Gap mit Schlüsselrolle
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Erwähnte Instrumente
Gap mit Schlüsselrolle
Nach den Kursgewinnen der letzten Handelstage gönnte sich der DAX® gestern eine kleine Verschnaufpause. Dabei verblieben die deutschen Standardwerte innerhalb der Hoch-Tief-Spanne des Vortages, sodass ein klassischer Innenstab entstand. Immerhin hat das jüngste Aufwärtsgap (25.063 zu 24.944 Punkte) weiterhin Bestand. Solange die beschriebene Kurslücke verteidigt wird, sitzen die Bullen am längeren Hebel. Diese Einschätzung unterstreicht auch der Wochenchart des Aktienbarometers, denn hier steht ein bemerkenswertes, vierfaches „bullish engulfing“ zu Buche. Gleichzeitig dokumentieren verschiedene Indikatoren (z. B. MACD, RSL) die aktuellen Ambitionen. In der Summe bleiben die historischen Hochstände bei 25.406/25.508 Punkten in Schlagdistanz. Der CDAX® als das markbreiteste deutsche Aktienbarometer ist sogar schon einen Schritt weiter und konnte gerade ein neues Allzeithoch verbuchen. Abseits des DAX® gibt es somit mutmachende Signale, was auch der ausführliche Blick auf den TecDAX® unterstreicht (siehe Analyse unten). Neben dem o. g. Gap definieren die Ausbruchsmarken bei 24.700 Punkten sowie die 200-Tage-Linie (akt. bei 24.148 Punkten) wichtige Rückzugsmarken beim DAX®.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Ausrufezeichen neues Allzeithoch!
Der TecDAX® ist technisch gesehen einen Schritt weiter als der große Bruder: Mit dem Vorstoß in „uncharted territory“ und dem damit verbundenen neuen Allzeithoch (4.101 Punkte) liefert das Technologie-Aktienbarometer eines der stärksten Signale der Charttechnik (siehe Chart). Neue Hochs bedeuten, dass oberhalb keine „Altlasten“ in Form früherer Widerstände mehr bestehen, was eine Fortsetzung des bestehenden Aufwärtstrends begünstigt. Charttechnisch müssen wir nochmals auf die zentrale Schlüsselmarke bei 4.000 Punkten zurückkommen. Dank des jüngsten Ausbruchs kann die Kursentwicklung seit November 2024 zudem als nach oben aufgelöste Schiebezone zwischen 3.300 und 4.000 Punkten interpretiert werden. Entsprechend ergibt sich aus der Höhe der Tradingrange perspektivisch ein Kursziel von 4.700 Punkten. Auch diverse Indikatoren bestätigen das konstruktive Bild. So generieren MACD und Aroon gerade synchron neue Einstiegssignale: Während der MACD für ein zunehmendes Momentum spricht, dokumentiert der Aroon eine idealtypische Trendstruktur mit dominierenden neuen Hochs. Um den beschriebenen Ausbruch indes nicht zu gefährden, sollte der TecDAX® zukünftig nicht mehr unter das 2025er-Hoch bei 3.995 Punkten zurückfallen.
TecDAX® (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart TecDAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Mit neuem Schwung?
Bei der Broadcom-Aktie handelt es sich um einen langfristigen Momentumtitel. Regelmäßige Leserinnen und Leser wissen, dass wir die Kombination aus einer hohen relativen Stärke und dem Abschluss einer charttechnischen Konsolidierungsformation besonders zu schätzen wissen. Beides wird bei dem Technologietitel später nochmal eine Rolle spielen. Doch zunächst bleiben wir bei den quantitativen Indikatoren. Während der MACD ein neues Einstiegssignal geliefert hat, weiß die relative Stärke nach Levy mit dem Bruch des Abwärtstrends der letzten Monate zu gefallen. Charttechnisch kann die Konsolidierung der letzten Monate zudem als klassische Schiebezone interpretiert werden. Entsprechend sorgt der jüngst erfolgte Vorstoß in „uncharted territory“ für ein doppeltes Ausrufezeichen. Zum einen stellt ein neues Allzeithoch (442,36 USD) eines der besten Signale der technischen Analyse dar, zum anderen ist damit das eingangs erwähnte Lieblingssetup aus hohem Momentum und abgeschlossener Konsolidierungsformation erfüllt. Während die Tradingrange ein Anschlusspotenzial von 110 USD bereithält, sind die Ausbruchsmarken bei rund 400 USD als engmaschiger Stop-Loss auf der Unterseite prädestiniert.
Broadcom (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Broadcom
Quelle: LSEG, tradesignal²
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Autor: Jörg Scherer






