DAX® - Wo kommen neue Impulse her?
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Erwähnte Instrumente
Wo kommen neue Impulse her?
Mit einem Kursplus von 350 Punkten ist der DAX® sehr freundlich in die neue Handelswoche gestartet. Charttechnisch spiegelt sich diese Entwicklung in der Rückeroberung der 200-Tages-Linie (akt. bei 24.118 Punkten) und dem Schließen der jüngsten Abwärtskurslücke (obere Gapkante bei 24.330 Punkten) nieder. Aus Sicht der Candlestickanalyse steht sogar ein „bullish engulfing“ – also ein konstruktives Kerzenmuster zu Buche. Übergeordnet pendelt das Aktienbarometer in den letzten Wochen dagegen lediglich seitwärts. Das ist ein gutes Stichwort, denn längerfristig betrachtet, notieren die deutschen Standardwerte auf dem Niveau von Juni 2025. Um die aktuelle Lethargie aufzubrechen, müsste der DAX® eine weitere Kurslücke schließen – konkret, das Gap vom 8. Mai bei 24.514/24.651 Punkten. Auf der Unterseite stellt indes der Durchschnitt der letzten 200 Tage eine erste wichtige Unterstützung dar, ehe das gestrige Tagestief (23.797 Punkte) zusammen mit dem unteren Bollinger Band und der 50-Tage-Glättung (akt. bei 23.762/23.733 Punkten) einen massiven „support“ bildet.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Multipler Ausbruch nach Norden
Rund um den Globus ziehen die Zinsen spürbar an. Bei der 10-jährigen Rendite Deutschland führte diese Entwicklung im April zum höchsten Monatsschlusskurs seit dem Jahr 2011. Obwohl erst der halbe Mai absolviert ist, könnte das Zinsbarometer dieses Kunststück erneut wiederholen, denn mit 3,18 % steht gerade ein neues Verlaufshoch zu Buche. Damit wurde auch das Zinshoch vom Oktober 2023 bei 3,02 % nachhaltig übersprungen. Charttechnisch hatten wir die Bedeutung dieses „Deckels“ immer wieder hervorgehoben. Schließlich pendelte die „10-jährige“ zuvor drei Jahre lang innerhalb „der Mutter aller Schiebezonen“ zwischen 2 % und 3 % seitwärts. Der Ausbruch aus dem beschriebenen Konsolidierungsmuster unterstreicht das „Risiko weiterhin steigender Renditen“ und aktiviert perspektivisch ein Kursziel von gut 4 %. Auf dem Weg in diese Region definiert die Kombination aus dem Hoch vom April 2011 (3,51 %) sowie dem Tief vom Januar 1999 (3,60 %) ein wichtiges Etappenziel. Auf der Unterseite stellen die Ausbruchsmarken bei rund 3 % eine erste markante Unterstützung dar. Unter strategischen Aspekten sticht indes die Kombination aus dem Abwärtstrend der letzten drei Dekaden (akt. bei 2,57 %) und der 38-Monats-Linie (akt. bei 2,53 %) besonders ins Auge.
10-jährige Rendite Deutschland (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart 10-jährige Rendite Deutschland
Quelle: LSEG, tradesignal²
Früher Einstieg – belohnt durch langfristigen Boden
Im April hatten wir zweimal binnen kürzester Zeit die charttechnischen Perspektiven der UnitedHealth-Aktie unter die Lupe genommen (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 21./23. April). Die generelle Verbesserung wurde schnell durch ein Aufwärtsgap bestätigt, sodass der Titel inzwischen auch als Lehrbuchbeispiel für einen unserer Lieblings-Gaptradingansätze angesehen werden kann. Mittlerweile wurde das damals diskutierte Erholungsziel von 380 USD sogar übertroffen. An dieser Stelle wird es interessant, denn der Sprung über diese Schlüsselmarke sorgt gleichzeitig für den Abschluss einer langfristigen, strategischen Bodenbildung (siehe Chart). Die Tiefs der letzten 12 Monate bei 249/235/256 USD bilden also eine große, untere Umkehr, aus deren Höhe sich nun ein kalkulatorisches Anschlusspotenzial von 130 USD ergibt. Eine frühe, antizyklische Tradingposition mutiert also möglicherweise gerade zu einem strategischen Engagement. Um unnötige Risiken zu vermeiden, und die bisher aufgelaufenen Gewinne zu sichern, gilt es in Zukunft, die Marke von 370 USD nicht mehr zu unterschreiten.
UnitedHealth Group (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart UnitedHealth Group
Quelle: LSEG, tradesignal²
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Autor: Jörg Scherer






