Fundamentale Nachricht

DAX: Erholung dauert an - Deutsche Bank verringert Verluste

Nachdem sich der DAX bereits am Vortag von den Kursverlusten nach der Eskalation der Krisen in der Ukraine und im Gazastreifen etwas erholen hat können, deutet sich heute eine weitere Stabilisierung an.

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DAX

Die Stimmung der Anleger ist wankelmütig - allemal in Krisenzeiten. So sind der Ukraine-Konflikt und der Krieg im Nahen Osten am Markt zwar etwas in den Hintergrund gerückt, bei neu aufkommenden Spannungen dürfte aber schnell wieder der Risk-Off-Modus eingeschaltet werden und der zarte Optimismus gedämpft werden. Gegen Mittag notiert der Dax mit 0,56 % im Plus bei 9.788 Punkten. Zur guten Stimmung sorgen die Zahlen von Daimler, die recht positiv aufgenommen wurden.

Thema des Tages

Nachdem die prorussischen Separatisten in der Ost-Ukraine den Flugschreiber der abgestürzten malaysischen Passagiermaschine übergeben haben und Russland Kooperationswillen zeigt, deutet sich eine Entspannung in der Beziehung zwischen Russland und der EU bzw. den USA an. Zumal die EU-Minister bislang weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland vermieden haben. Etwaige Befürchtungen, dass die europäische und besonders die deutsche Konjunktur davon Schaden nehmen könnte, sind damit erst mal ausgeräumt.

Bis kommenden Donnerstag sollen allerdings weitere Sanktionsmaßnahmen ausgearbeitet werden, die unter anderem einen erschwerten Zugang russischer Unternehmen an die Kapitalmärkte vorsehen soll.

Die USA haben bislang keine Beweise für eine direkte Beteiligung Russlands an dem mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Maschine. In Washington heißt es, kremltreue Separatisten hätten das Flugzeug vermutlich aus Versehen mit einer Boden-Luft-Rakete getroffen.

Derweil mach ein Bericht die Runde, das britische britische Firmen weiterhin Waffen und militärische Ausrüstung an Russland liefern dürfen. Aus dem Schreiben an das Parlament geht hervor, dass derzeit rund 250 offizielle Genehmigungen für Exporte nach Russland in Höhe von umgerechnet 167 Millionen Euro in Kraft sind.

Aktien im Blick

Laut „Wall Street Journal“ hat die Fed von New York in ihrer Funktion als Aufsichtsbehörde der Us-Tochter der Deutschen Bank „ernsthafte Probleme“ attestiert und eine schlampige Buchführung, eine unzureichende Kontrolle sowie mangelhafte technische Systeme angemahnt. Der Brandbrief ist allerdings auf den Dezember 2013 datiert. Analysten meinen, es sei davon auszugehen, dass die Bank seit Dezember nicht untätig geblieben ist. Bis zum Mittag dämmten die Deutsche-Bank-Titel ihre Verluste auf 0,56 % ein.

Daimler will nach einem bereits erfolgreichen 1. Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte mehr Gewinn aus dem laufenden Geschäft erzielen als in den ersten sechs Monaten. Außerdem zeigten sich die Stuttgarter mit Blick auf die Konkurrenz aus München und Ingolstadt angriffslustig. Die Aktie legt um 1,32 % zu.

Die Münchner Rück verteuert sich nach einer Kaufempfehlung von JPMorgan um 1,67 %.

Konjunktur

Die EU-Kommission präsentiert heute ihre Vorschläge zum langfristigen Stromsparen und zum Klimaschutz. Dabei geht es um ein Energie-Sparziel für Europa bis zum Jahr 2030. B

Eurozone: Neuverschuldung im 1. Quartal 2014 bei 2,7 % des BIP, nach 2,6 % im Vorquartal.

Der Insee-Geschäftsklimaindex für die französische Wirtschaft zeigt sich trotz der Reformbemühungen der Regierung in Paris im Juli unverändert bei 93 Punkten. Volkswirte hatten 92 Punkte erwartet. Der Indexwert für Juni wurde von 92 auf 93 Zähler nach oben revidiert.

Währungen

EUR/USD hat seine gestrigen Kursverluste weiter auf ein frisches 2014er-Tief bei 1,3453 ausgeweitet, während GBP/USD nach einem enttäuschenden BoE-Sitzungsprotokoll bei 1,7028 ein Dreiwochentief markiert hat. Der Austral-Dollar profitiert derweil von starken Inflationsdaten aus Australien, die Spekulationen um eine Zinssenkung vorerst einen Riegel vorschieben. Im Hoch notierte AUD/USD bislang bei 0,9450.

EUR/HUF hat jüngst ein knappes Vierwochentief bei 306,55 erreicht. Die ungarische Notenbank hatte am Dienstag ihren Leitzins überraschend deutlich um 20 Basispunkte auf 2,10 % gesenkt. Gleichzeitig verkündete Notenbankgouverneur Matolcsy das Ende des aktuellen Zinssenkungszyklus.

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  • nuetzi
    nuetzi

    Jetzt hat wohl die neue S-Klasse grade " ein Rad verloren.

    - 1,25%

    16:33 Uhr, 23.07.2014

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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