Kommentar
08:30 Uhr, 17.03.2026

DAX® - Alter Trend als Stabilitätsanker

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Alter Trend als Stabilitätsanker

Der DAX® ist erfolgreich in die neue Handelswoche gestartet. Das war auch wichtig, denn damit scheint das Aktienbarometer die Tiefs bei gut 22.900 Punkten zunächst verteidigen zu können. Strategisch handelt es sich um eine sehr wichtige Unterstützung, denn bei einem Bruch dieser Bastion würde sonst eine noch größere Toppbildung entstehen. Am vergangenen Freitag zeigte der DAX® zudem eine ordentliche Schwankungsintensität mit einer Hoch-Tief-Spanne von fast 500 Punkten. Gestern verblieben die deutschen Standardwerte innerhalb dieser Range und haben damit einen klassischen Innenstab ausgebildet. Für eine kurzfristige Stabilisierung spricht auch das „swing low“ vom vergangenen Freitag bei 23.294 Punkten, zumal dieses Tief exakt auf Basis einer ehemaligen Trendlinie ausgebildet wurde (siehe Chart). Unter dem Strich steigen damit die Chancen auf eine temporäre Gegenbewegung. Für mehr, sprich für eine grundsätzliche Entspannung hat der DAX® aber noch ein dickes charttechnisches Brett zu bohren. Konkret ist die Kombination aus der 200-Tage-Linie (akt. bei 24.162 Punkten) und der Nackenlinie des zuvor vervollständigten Doppeltops (24.266 Punkte) gemeint.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, HSBC² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Es steht einiges auf dem Spiel!

Lange Zeit pendelten die amerikanischen Standardwerte zwischen 7.000 Punkten auf der Oberseite und 6.775 Punkten auf der Unterseite seitwärts. Diese Tradingrange hat der S&P 500® mittlerweile nach unten aufgelöst und damit ein Abschlagspotenzial von 225 Punkten aktiviert. In der Folge rücken nun die 200-Tage-Linie (akt. bei 6.608 Punkten) bzw. die Tiefs bei rund 6.550 Punkten in den Fokus. Ein Abgleiten unter diese Unterstützungszone würde für eine noch größere, obere Umkehrformation sorgen. Die Bedeutung des angeführten Rückzugsbereichs wird noch zusätzlich durch das untere Bollinger Band (auf Wochenbasis akt. bei 6.623 Punkten) untermauert. Im noch längerfristigen Monatsbereich steht zudem ein „Überrollen“ zu befürchten – und zwar nachdem das Aktienbarometer zuletzt mehrere Monatskerzen mit kleinen Kerzenkörpern ausgebildet hatte. Letzteres schlägt sich auch im MACD und RSI nieder, die auf Monatsbasis gerade neue Ausstiegssignale generieren. Alle drei Zeitebenen – auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis – signalisieren derzeit also eine spürbare Zunahme der Abwärtsrisiken. Deshalb gilt es, die oben genannten Kernunterstützungen unbedingt zu verteidigen.

S&P 500® (Daily)

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart S&P 500®

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Dreistellige Notierungen und pot. Stopp-Marken

Obwohl erst Mitte des Monats ist, hat der Ölpreis allein im März bereits um 45 % zugelegt. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 summiert sich das Kursplus auf 70 % und auch eine Tageshandelsspanne von 36 USD wie zu Beginn der vergangenen Woche ist alles andere als alltäglich. Damit wird es Zeit für ein Update zu unseren letzten Einschätzungen (siehe u. a. „HSBC Daily Trading“ vom 3. und 9. März). Der Spurt über die Schlüsselzone aus dem Abwärtstrend seit April 2024 und der 90-Monats-Linie (akt. bei 71,44/72,77 USD) hat seine Wirkung nicht verfehlt. Zusammen mit einer im Monatschart äußerst selten vorkommenden Aufwärtskurslücke (untere Gapkante bei 73,91 USD) entsteht hier ein wichtiger Rückzugsbereich für das „schwarze Gold“. Vielleicht noch bedeutender ist die Nackenlinie des zuletzt immer wieder diskutierten Doppelbodens bei rund 80 USD. Eine weitere Unterstützung definiert das Hoch vom April 2024 bei 93,75 USD. Wenngleich der Ölpreis das Kursziel aus dem o. g. Doppelboden von „wieder dreistelligen Notierungen“ in Rekordtempo abgearbeitet hat, verfestigt sich der Aufwärtstrend des „schwarzen Goldes“. Letzteres dokumentiert auch der langfristige Monats-MACD.

Ölpreis - Brent (Monthly)

Chart Ölpreis - Brent

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Ölpreis - Brent

Chart Ölpreis - Brent

Quelle: LSEG, tradesignal²

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