DAX® - 50-Tage-Linie erfolgreich getestet
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50-Tage-Linie erfolgreich getestet
Gestern verlor der DAX® die vieldiskutierte 25.000er-Marke etwas aus den Augen. Stattdessen fiel das Aktienbarometer bis in den Bereich der 50-Tages-Linie (akt. bei 24.575 Punkten) zurück – dort fanden die deutschen „blue chips“ allerdings Halt. Damit haben wir bereits eine erste wichtige Unterstützung definiert. Knapp darunter steckt die Kurslücke vom 12. Juni (24.422 zu 24.328 Punkte) den nächsten Rückzugsbereich ab, ehe es bei der Kombination aus dem unteren Bollinger Band und der 200-Tage-Linie (akt. bei 24.274/24.227 Punkten) durchaus um eine Haltezone von strategischer Bedeutung geht. Auf der Oberseite müsste der DAX® dagegen einmal die runde 25.000er-Marke überwinden. Charttechnisch noch wesentlich wichtiger sind aber die verschiedenen Hochpunkte bei rund 25.500 Punkten. Inklusive des bisherigen Allzeithochs bei 25.508 Punkten hat das Aktienbarometer hier insgesamt vier Mal nach unten gedreht. Zum Abschluss donnerstags noch ein Blick auf die Börsenstimmung. Gemäß der jüngsten Sentimentumfrage der American Association of Individual Investors (AAII) nimmt der Grad an Optimismus spürbar zu. 44,9 % der US-Privatanleger sind derzeit optimistisch. Damit übersteigt das Bullenlager den Anteil der Bären (36,1 %) deutlich.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Die kurzfristigen Schlüsselmarken
Der S&P 500® musste zuletzt ein Abwärtsgap (7.460 zu 7.428 Punkte) verkraften. Unter dem Strich bewegen sich die amerikanischen Standardwerte seit Anfang Mai seitwärts. Diese Bewegungsarmut nutzen wir für eine charttechnische Bestandsaufnahme und zeigen dabei die wichtigsten Schlüsselmarken auf. Beginnen wir im Sinne eines vorsichtigen Kaufmanns mit der Unterseite: Eine erste Rückzugslinie markiert der Durchschnitt der letzten 50 Tage (akt. bei 7.349 Punkten). Das untere Bollinger Band (akt. bei 7.282 Punkten) definiert danach den Auftakt zu einer Haltezone, die sich bis zum Korrekturtief vom Juni bei 7.238 Punkten erstreckt. Das zuletzt genannte Level sollte das Aktienbarometer unbedingt verteidigen, da ansonsten eine kurzfristige Topbildung mit einem Abschlagspotenzial von knapp 400 Punkten vervollständigt wäre. Es gibt aber auch eine „bullishe“ Variante. Schließlich könnte sich die aktuelle Atempause als trendbestätigende Flaggenkonsolidierung herauskristallisieren. Dafür müsste der S&P 500® den kurzfristigen Korrekturtrend (akt. bei 7.544 Punkten) überwinden. Insgesamt lautet das Investmentmotto also: „make or break!“
S&P 500® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart S&P 500®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Wichtige Kumulationsunterstützung
Kumulationspunkten spielen in der Technischen Analyse eine ganz besondere Rolle. Dabei handelt es sich um ein enges Kursband, in dem gleich mehrere unterschiedliche Marken zusammenfallen. Anhand des Kursverlaufes der Amazon-Aktie lässt sich dieses besondere Phänomen verdeutlichen. So führte die jüngste Korrektur das Papier bis in den Bereich der 200-Tage-Linie (akt. bei 232,84 USD), diverser Hoch- und Tiefpunkte der letzten 12 Monate sowie des 38,2%-Fibonacci-Retracements der gesamten Aufwärtsbewegung seit April 2025 (233,85 USD). Abgerundet wird die auf diesem Niveau entstehende Kumulationsunterstützung durch den ehemaligen Korrekturtrend seit November 2025 (akt. bei 231,43 USD). Das Kursverhalten an diesem neuralgischen Punkt dürfte die weitere Tendenz der Amazon-Aktie vorgeben. Sprich: Hält die beschriebene Bastion können Anlegerinnen und Anleger von einem lehrbuchmäßigen Pullback ausgehen. In der Folge dürfte der Titel in die Erfolgsspur zurückkehren und Kurs auf das bisherige Allzeithoch bei 278,54 USD nehmen. Fällt die Kumulationszone, muss indes mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung der beiden Kurslücken bei rund 217 USD bzw. 196 USD gerechnet werden.
Amazon.com (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Amazon.com
Quelle: LSEG, tradesignal²
Indikatoren historisch niedrig
Nahrungsmitteltitel stehen bei Investoren derzeit nicht sonderlich „hoch im Kurs“. In Bezug auf die General Mills-Aktie ist das sogar zu schwach ausgedrückt, denn in den letzten beiden Jahren fiel das Papier von über 90 USD auf 32 USD zurück. Den beschriebenen Absturz quittieren die quantitativen Indikatoren mit historischen Tiefständen. Weder die Relative Stärke nach Levy noch der trendfolgende MACD notierten im Monatsbereich in der Historie jemals tiefer. Der beschriebene Abwärtstrend besitzt deshalb bereits einen recht hohen Reifegrad. Ähnlich sind die markante Lunte der aktuellen Monatskerze bzw. das mögliche „Hammer“-Umkehrmuster zu interpretieren. Vor diesem Hintergrund haben nun die horizontalen Marken der letzten 16 Jahre bei rund 36 USD unsere volle Aufmerksamkeit, zumal ein lehrbuchmäßiges Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (38,81/37,82 USD) deren Bedeutung noch zusätzlich unterstreicht. Noch befindet sich die General Mills-Aktie in einem übergeordneten Abwärtstrend, doch bei einer Rückeroberung der Zone bei 36/38 USD mutiert der Titel zu einem spannenden, antizyklischen Tradingkandidaten.
General Mills (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart General Mills
Quelle: LSEG, tradesignal²
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