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08:25 Uhr, 30.07.2026

DAX® - Gap bleibt im Fokus

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Gap bleibt im Fokus

Der bisherige Wochenverlauf zeichnet sich durch nahezu identische Hoch-Tief-Spannen an allen drei Handelstagen aus. Die gute Nachricht dabei ist, dass der DAX® dadurch die zum Wochenauftakt gerissene Aufwärtskurslücke (untere Gapkante bei 25.100 Punkten) verteidigt. Außerdem notieren die deutschen Standardwerte weiterhin im absoluten Dunstkreis der zuletzt immer wieder angeführten Barrieren aus den Hochs der letzten Monate bei 25.400/25.500 Punkten. Gelingt der nachhaltige Sprung über diese Hürden, dürfte der Weg über das obere Bollinger Band (akt. bei 25.802 Punkten) bis zum bisherigen Allzeithoch bei 25.900 Punkten führen. Heute geht es aber zunächst darum, das eingangs beschriebene Gap weiterhin zu verteidigen. Zum Abschluss donnerstags noch ein Blick auf die Börsenstimmung. Gemäß der jüngsten Sentimentumfrage der American Association of Individual Investors (AAII) gibt es unter den US-Privatanlegern wieder deutlich mehr Bären (42,1 %) als Bullen (31,0 %). Binnen kurzer Zeit ist das Sentiment also spürbar abgekühlt. Beim DAX® dient die angeführte Kurslücke kurzfristig als erste wichtige Unterstützung. Knapp darunter steht mit der 50-Tage-Linie (akt. bei 24.998 Punkten) eine weitere nennenswerte Rückzugslinie zur Verfügung.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Vor dem ganz großen Ausbruch?

Im „small-Cap“-Bereich finden sich derzeit einige spannende Charts. Zu unseren absoluten Lieblingskursverläufen zählt dabei der STOXX® Europe small 200. Die kleinsten 200 Unternehmen aus dem STOXX® Europe 600 kratzen zum wiederholten Mal an ihrem Allzeithoch aus dem Jahr 2021 bei 412 Punkten. Dieses Niveau markiert aus charttechnischer Sicht den ultimativen Deckel – und zwar in doppelter Hinsicht. Zum einen stellt der Vorstoß in „uncharted territory“ eines der besten Signale der Technischen Analyse überhaupt dar, zum anderen wäre bei einem neuen Rekordlevel der Einbruch vom Frühjahr endgültig als klassisches „V-Muster“ zu interpretieren (siehe Chart). Abgeleitet aus der Tiefe des zwischenzeitlichen Einschnittes lässt sich das Kursziel perspektivisch auf gut 450 Punkte taxieren. Zusätzlicher Rückenwind kommt vom MACD, der auf Wochenbasis gerade ein neues Einstiegssignal geliefert hat. Übergeordnet besitzen die europäischen „small caps“ nach langen Jahren der Underperformance Nachholpotenzial. Ein erfolgreicher Ausbruch könnte für den fehlenden Zündfunken sorgen. Um die diskutierte Ausbruchschance indes nicht zu gefährden, sollte das „small cap“-Aktienbarometer das Tief von Mitte Juni bei 389 Punkten in Zukunft nicht mehr unterschreiten.

STOXX® Europe small 200 (Weekly)

Chart STOXX® Europe small 200

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart STOXX® Europe small 200

Chart STOXX® Europe small 200

Quelle: LSEG, tradesignal²

Die Kurve bekommen

Von ihrem Hoch bei über 300 USD hat sich die Workday-Aktie in den letzten beiden Jahren nahezu gedrittelt. Dabei hat der Titel aber die extrem solide Haltezone bei rund 110 USD bestätigt. Auf Basis dieser Bastion, die seit 2014 in der Vergangenheit immer wieder eine wichtige Rolle gespielt hat, vollzieht das Papier aktuell gerade eine Stabilisierung. Dabei helfen könnte der MACD. Der Trendfolger hat auf Wochenbasis nicht nur ein neues Einstiegssignal generiert, sondern konnte auch den Abwärtstrend seit 2024 im Verlauf des Indikators zu den Akten legen. Für den endgültigen Befreiungsschlag sorgt jetzt allerdings der Spurt über das jüngste Erholungshoch bei 158,64 USD. Zusammen mit einem Fibonacci-Level (157,78 USD) und der 38-Wochen-Linie (akt. bei 158,54 USD) entsteht auf diesem Level der entscheidende Taktgeber (siehe Chart). Schließlich schlägt dank des erfolgreichen Befreiungsschlags die laufende Stabilisierung in eine Bodenbildung mit einem Erholungspotenzial von knapp 50 USD um. Die Tiefs bei 200/205 USD der Jahre 2023, 2024 und 2025 rücken im Erfolgsfall also wieder auf die Agenda.

Workday (Weekly)

Chart Workday

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Workday

Chart Workday

Quelle: LSEG, tradesignal²

Achtung: drohende Topbildung!

Mit der Siemens Energy-Aktie steht ein absoluter Highflyer der letzten Jahre unter Druck. Nachdem der Titel die 38-Wochen-Linie (akt. bei 148,19 EUR) aufgegeben musste, könnte sich nun sogar die gesamte Kursentwicklung des Jahres 2026 als Schulter-Kopf-Schulter-Formation herauskristallisieren (siehe Chart). Die Nackenlinie dieser oberen Umkehr verläuft aktuell bei 141,55 EUR und wackelt derzeit beträchtlich. Ein nachhaltiger Rutsch unter diese Signallinie aktiviert ein rechnerisches Abschlagspotenzial von 56 EUR und würde somit die lange Aufschwungphase seit 2023 beenden. Auch die quantitativen Indikatoren betonen die Risiken. Hervorheben möchten wir die Relative Stärke nach Levy, die nach langer Zeit erstmals wieder unter den Schwellenwert von 1 gefallen ist. Dieser Trendfolger signalisiert also einen Abwärtstrend. Die alten Ausbruchsmarken bei 111/105 EUR stellen auf der Unterseite ein wichtiges Etappenziel dar. Um die diskutierte „S-K-S-Gefahr“ zu bannen, müsste die Siemens Energy-Aktie dagegen zügig die eingangs angeführte Glättungslinie zurückerobern.

Siemens Energy (Weekly)

Chart Siemens Energy

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Siemens Energy

Chart Siemens Energy

Quelle: LSEG, tradesignal²

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