DAX® - Allzeithoch im Blick
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Allzeithoch im Blick
Auch am vierten Handelstag der Woche verteidigt der DAX® die zu Wochenbeginn gerissene Aufwärtskurslücke (untere Gapkante bei 25.100 Punkten). Neben dieser konstruktiven Tatsache stechen zudem die markanten Lunten der letzten drei Tageskerzen ins Auge. Die jüngsten Kerzenmuster unterstreichen also nochmals den unterstützenden Charakter des eingangs angeführten Gaps. Gleichzeitig schickten sich die deutschen Standardwerte gestern an, die Hürden in Form der Hochs der letzten Monate bei 25.400/25.500 Punkten zu überwinden. Damit rückt das bisherige Allzeithoch bei 25.900 Punkten mehr und mehr in den Mittelpunkt. Einzig das obere Bollinger Band (akt. bei 25.804 Punkten) markiert noch eine nennenswerte Durchgangsstation auf dem Weg zum bisherigen Rekordlevel. Der Vorstoß in „uncharted territory“ wäre dann nochmal ein deutlich stärkeres Signal. Auf der Unterseite dient indes die o. g. Gapkante als erste wichtige Haltelinie, bevor mit der 50-Tage-Linie (akt. bei 25.018 Punkten) eine weitere nennenswerte Unterstützung zur Verfügung steht.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Höchster Stand seit 20 Jahren
Die 30-jährige Rendite USA sendet aus technischer Sicht ein deutliches Signal: Der jüngste Monatsschluss markiert voraussichtlich den höchsten Stand seit über 20 Jahren. Damit wurden mehrere wichtige Hürden überwunden. Schließlich hatte sich das Zinsbarometer bereits in den Jahren 2023, 2025 und im Frühjahr 2026 mit den Barrieren bei gut 5 % auseinandergesetzt. Dank des neuen Bewegungshochs bei 5,24 % verdichten sich die Hinweise auf eine Fortsetzung des Renditeanstiegs, denn aus charttechnischer Sicht liegt ein aufsteigendes Dreieck vor, also eine Serie höherer Tiefs bei gleichzeitig wiederholt getesteter Widerstandszone (siehe Chart). Dieses Muster wird häufig als „bullische“ Trendfortsetzungsformation interpretiert. Das Muster spricht also für einen anhaltenden Aufwärtsdruck – und zwar solange, wie die Rendite oberhalb der Ausbruchsmarke von 5 % notiert. Rein rechnerisch ergibt sich aus dem aufsteigenden Dreieck ein Kursziel von gut 6,5 %. Diverse alte Hoch- und Tiefpunkte bei 5,90 % definieren auf dem Weg dorthin ein wichtiges Zwischenziel. Per Saldo sprechen die Charts eher für steigende Renditen – vor allem auch im langfristigen Bereich.
30-jährige Rendite USA (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart 30-jährige Rendite USA
Quelle: LSEG, tradesignal²
Die nächste Schaltstelle!
„Die Kurve bekommen“ titelten wir Anfang Juni in Bezug auf die Merck-Aktie (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 8. Juni). Seither hat der im Bereich der 100er-Marke ausgebildete Doppelboden seine Wirkung entfaltet. Aus der unteren Umkehr lässt sich rein rechnerisch ein Kursziel von 160 EUR ableiten. An dieser Stelle wird es interessant, denn das sich ergebende Anschlusspotenzial reicht aus, um die nächsten beiden charttechnischen Trigger auszulösen. Gemeint sind die Rückeroberung der 38-Monats-Linie (akt. bei 139,21 EUR) sowie der Bruch des seit 2021 etablierten Abwärtstrends (akt. bei 147,37 EUR). Vor allem der Bruch des langfristigen Abwärtstrends würde die Ambitionen der Bullen nochmals unterstreichen. Entsprechend definieren wir das Überspringen dieser Hürde als entscheidenden Katalysator, um das zuvor angeführte Kursziel tatsächlich auszuschöpfen. Dabei helfen möglicherweise die trendfolgenden Indikatoren MACD und Relative Stärke nach Levy, die jeweils freundlich zu interpretieren sind. Im Ausbruchsfall kann der Stopp für bestehende Engagements auf das Niveau der 38-Monats-Glättung nachgezogen werden.
Merck KGaA (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Merck KGaA
Quelle: LSEG, tradesignal²
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