Kommentar
08:35 Uhr, 04.02.2026

DAX® - 25.000er-Marke als Spielverderber

Erwähnte Instrumente

  • DAX
    ISIN: DE0008469008Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
  • S&P 500
    ISIN: US78378X1072Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Cboe)

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25.000er-Marke als Spielverderber

Der DAX® startete gestern einen Angriff auf das Hoch vom 27. Januar bei 25.020 Punkten bzw. die Abwärtskurslücke vom 19. Januar bei 25.071/25.198 Punkten. Letztlich erwiesen sich diese Hürden aber als zu hoch, sodass dem Aktienbarometer eine kurzfristige Bodenbildung verwehrt blieb. Damit notieren die deutschen Standardwerte wieder unmittelbar im Dunstkreis der alten Ausbruchszone bei 24.700/24.600 Punkten. Zuletzt hatte das Aktienbarometer diese Bastion bis auf knapp 24.400 Punkte erweitert, wo der DAX® die letzten beiden Tiefpunkte ausprägte. Die 200-Tage-Linie (akt. bei 23.988 Punkten) markiert eine weitere wichtige Unterstützung. Die aktuelle Orientierungslosigkeit der deutschen „blue chips“ gibt uns die Gelegenheit, nochmals an die besondere Konstellation auf Monatsbasis zu erinnern. Hier hat der DAX® seit Juni eine ganze Batterie an Kerzen mit kleinen Kerzenkörpern ausgebildet. Die Januar-Kerze passt perfekt in dieses Bild. Letztlich signalisiert auch die hohe Zeitebene im Monatsbereich, dass sich ein nennenswertes Bewegungspotenzial aufstaut. In der hohen Frist markieren die Tiefs bei 23.000 Punkten ein strategisches Absicherungslevel.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradingview² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradingview²

Vor Ausbruch – in welche Richtung?

Der S&P 500® hat zuletzt spürbar an Aufwärtsmomentum verloren. Ein äußeres Anzeichen für diese Entwicklung sind die letzten drei Monatskerzen, die allesamt kleine Kerzenkörper aufweisen. Zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs des Monats lagen also jeweils nur wenige Punkte. Auf Tagesbasis quittieren die Bollinger Bänder die beschriebene Konstellation mit einem sehr geringen Abstand zwischen oberer und unterer Begrenzung des Volatilitätsindikators von lediglich noch 170 Punkten. Trotz dieser Bewegungsarmut hat man das Gefühl, dass ein Spurt über die runde 7.000er-Marke jederzeit möglich ist. Wenn man den Kurseinbruch vom Frühjahr 2025 als klassische „V-Formation“ interpretiert, dann ergibt sich daraus immer noch ein rechnerisches Anschlusspotenzial bis rund 7.400 Punkte. Auf der Unterseite bilden dagegen die Tiefs bei rund 6.550 Punkten sowie die 200-Tage-Linie (akt. bei 6.445 Punkten) wichtige Rückzugsmarken. Vorher steckt das Tief vom 20. Januar bei 6.789 Punkten bereits eine nennenswerte Unterstützung ab. Per Saldo spitzt sich die Entscheidungssituation beim S&P 500® immer mehr zu.

S&P 500® (Daily)

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradingview² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart S&P 500®

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradingview²

Wie geht es nach dem größten drawdown weiter?

Mit einem Kursabschlag von 27 % erlebte der Silberpreis am vergangenen Freitag den schwärzesten Handelstag unserer bis zu Beginn der 1980er-Jahre zurückreichenden Historie. Zuvor war das Edelmetall allerdings auch der absolute Momentumtrade. Solche charttechnischen Fahnenstangen enden oftmals mit einer „Abrisskante“. Letztlich ist die jüngste Entwicklung des Silberpreises auch ein Plädoyer für ein konsequentes Nachziehen von Stop Loss-Marken – konkret hatten wir zuletzt 102 USD bzw. 96 USD genannt. Heute wollen wir uns aber vor allem das Ausmaß der Korrektur näher anschauen. Eine hohe Bedeutung messen wir regelmäßig dem Jahresschlusskurs bei. Beim Silberpreis lag dieser bei 71,26 USD. Im Zusammenspiel mit dem Durchschnitt der letzten 50 Tage (akt. bei 75,83 USD), dem 50%-Fibonacci-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung seit Herbst 2023 (71,23 USD) sowie dem unteren Bollinger Band (akt. bei 69,25 USD) entsteht auf diesem Niveau eine markante, strategische Rückzugszone. Nach einem solchen Momentumcrash geht der entsprechende Basiswert selten unmittelbar zur Tagesordnung über, zumal diverse Langfristindikatoren unverändert heißgelaufen sind. Deshalb müssen Anlegerinnen und Anleger in den nächsten Tagen weiter mit einer erhöhten Volatilität rechnen.

Silber (Monthly)

Chart Silber

Quelle: LSEG, tradingview² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Silber

Chart Silber

Quelle: LSEG, tradingview²

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